Steigende Nachfrage nach Dating Apps während Corona

Anzeige
Gastautor: Martin Brosy
05.06.2020, 18:31  |  268   |   

Die Auswirkungen der Corona Pandemie werden medial hauptsächlich in Bezug auf die Wirtschaft beleuchtet. Doch auch das Privatleben bleibt nicht unbeeinflusst von der Krise. Gerade in puncto Partnersuche und Dating haben sich die Möglichkeiten drastisch reduziert. Dieser Artikel erklärt, wie es in der Coronazeit um Dating Apps steht und warum deren Bedeutung aktuell weit über die bloße Unterhaltung hinausgeht.

Dating Apps: Beliebtheit und Nutzung in Deutschland

Knapp 11 % der Deutschen nutzen Online-Services zur Partnersuche und über die Hälfte der unter 30-Jährigen hat bereits Erfahrungen mit Dating Apps gesammelt. Während Menschen der älteren Generation eher am PC nach der großen Liebe suchen, setzen Jugendliche und junge Erwachsene hauptsächlich auf Apps. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einer Dating App hat man den Service immer dabei und kann auch unterwegs auf Nachrichten antworten. Wartezeiten, zum Beispiel auf den Bus oder auf einen Termin beim Arzt, werden gerne dazu genutzt, per App nach potenziellen Partnern zu suchen. Dies wird zumeist durch verschiedene Funktionen, wie Umkreissuchen und Filteroptionen, erleichtert. Zu den beliebtesten Dating Apps der Deutschen gehören Tinder und Lovoo, beides Marktführer der Branche. Diese Applikationen zeichnen sich durch eine sehr simple Bedienung aus, sind übersichtlich und modern aufgebaut und setzen auf den Fun-Faktor. Zudem können sie eingeschränkt kostenlos verwendet werden, wobei die Gratisversionen für die Bedürfnisse vieler User völlig ausreichend sind.

Einfluss der Corona Krise auf die Nutzung von Dating Apps

Schon vor der Corona Pandemie gehörten Dating Apps zum festen Inventar der Smartphones vieler Deutschen. Die Krise hat der Branche jedoch neuen Auftrieb gegeben, was sich in folgenden Aspekten äußert:

Mehr Registrierungen

Tinder, Parship, Bumble, Knuddels und Co. verzeichnen einen deutlichen Anstieg an neuen Registrierungen. Manche der Dienste geben an, dass sich im täglichen Durchschnitt etwa 20 % mehr Menschen dafür entscheiden, einen Account anzulegen.

Gesteigerte Nutzungsdauer

Außerdem fällt auf, dass die Nutzungsdauer angestiegen ist. Sprich: Menschen verbringen während Corona insgesamt mehr Zeit mit der Nutzung der Apps.

Längere Gesprächsdauer

Zudem hat sich die Gesprächsdauer erhöht. Es werden intensivere Gespräche via Chat geführt, die durchschnittlich deutlich länger ausfallen, als es vor Corona der Fall war.

Mehr Video-Chats und Sprachanrufe

Apps, die ihren Usern das Führen von Video-Chats und Sprachanrufen ermöglichen, stellen fest, dass gerade diese Funktionen vermehrt genutzt werden.

Alles in allem lässt sich also festhalten, dass die Corona Krise definitiv dazu geführt hat, dass Dating Apps häufiger und intensiver in Anspruch genommen werden.

Bedeutung von Dating Apps während Corona

Psychologen und die Betreiber der Apps sind sich einig, dass Dating Apps während Corona an Bedeutung gewonnen haben. Diese Hintergründe erklären die steigenden Nutzerzahlen und zeigen auf, weshalb die Applikationen für so manchen User fast schon unverzichtbar geworden sind:

Kampf gegen die soziale Isolation

Einsamkeit ist aktuell ein großes Thema. Die Abstands-Regelungen und Kontaktverbote führen dazu, dass Treffen mit Freunden und Angehörigen zur Seltenheit geworden sind. Die Menschen verbringen viel mehr Zeit alleine in den eigenen vier Wänden, wodurch sie sich oftmals sozial isoliert fühlen. Dating Apps ermöglichen die Kommunikation mit Personen, denen es genauso geht, und helfen somit dabei, das Gefühl der Einsamkeit zumindest kurzzeitig zu vertreiben.

Kennenlernmöglichkeit

Bars, Clubs und Discotheken haben, genau wie die meisten öffentlichen Einrichtungen, geschlossen. Damit haben sich die Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen, drastisch reduziert. In der Folge stellt das Online Dating derzeit fast die einzige Option auf ein Kennenlernen potenzieller Partner dar.

Zeitvertreib und Mittel gegen die Langeweile

Während der Corona Pandemie steht den meisten Menschen deutlich mehr Freizeit zur Verfügung. Gleichzeitig gibt es nur wenig, was man unternehmen kann. So kommt es schnell zu einer großen Langeweile, die mithilfe der Dating Apps bekämpft werden kann.

Chatten ja, daten nein – Dating Apps raten von Treffen ab

Normalerweise resultiert ein erfolgreicher Chat über Dating Apps irgendwann in einem Treffen. Schließlich ist „nur chatten“ auf Dauer nicht gerade das Gelbe vom Ei. Je besser einem der Chat-Partner gefällt, desto stärker wird der Wunsch danach, diesen endlich abseits der virtuellen Welt daten zu können. Die Betreiber von Dating Apps raten derzeit allerdings ganz klar davon ab. Chatten ja, daten nein – so lautet die Devise. Manche Anbieter fordern ihre Kunden sogar ganz gezielt dazu auf, zu Hause zu bleiben und vorerst auf Dates zu verzichten. Ein Ratschlag, den man zum Wohle der Allgemeinheit unbedingt befolgen sollte.

Auch Sextoy Branche verzeichnet steigende Nachfrage

Die fehlende Möglichkeit, sich zu daten oder explizite Sextreffen zu vereinbaren, spiegelt sich auch im Kaufverhalten der Deutschen bezüglich Sexspielzeug und Zubehör wider. Führende Anbieter, wie etwa Eis oder Amorelie, berichten seit Wochen von einer steigenden Nachfrage. Vor allem fernsteuerbare Sextoys, Sexpuppen und Masturbatoren werden laut der Webseite Liebeswiese aktuell häufig nachgefragt. Das liegt ganz einfach an dem Mangel an sexuellen Kontakten, der in der Corona Krise viele Menschen betrifft. Folglich kümmert man sich notgedrungen im Alleingang um die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, wobei Sextoys für Abwechslung sorgen.



Diesen Artikel teilen

Disclaimer

Nachrichten zu den Werten

ZeitTitel
21:28 Uhr
21:20 Uhr
21:18 Uhr
21:17 Uhr
21:17 Uhr
21:13 Uhr
21:11 Uhr
21:08 Uhr
21:06 Uhr
21:03 Uhr