Mitten in der Coronakrise - Das sind die Treiber der Versicherungsbranche 2020

Gastautor: Martin Brosy
05.06.2020, 18:47  |  398   |   |   

Fast alle "klassischen" Branchen sind von Umsatzrückgängen betroffen. Das ist in der Versicherungsbranche nicht zwingend anders. Es gibt aber einen Ausreißer, der beispielgebend für ein bestimmten Produktsegment sein kann. Für das erste Quartal 2020 berichtet die Deutsche Familienversicherung einen Aufwärtstrend bei den Abschlüssen. Bereinigt meldete sie jüngst einen fast 32-prozentigen Zuwachs bei den Neuverträgen.

Die maßgeblichen Zuwächse stammen zu einem großen Teil aus dem Segment der Tierversicherungen.

Ganz speziell sind die Policen Triebfedern beim Neuabschluss, die Krankheits- und Behandlungskosten von Haustieren abdecken sollen.

Das ist insgesamt ein Branchentrend, dem zunehmend verschiedene Versicherer, Geschäftsmodelle und Police-Pakete folgen. Durchschnittlich hat eine Tierversicherung zwischen 20 Euro und 40 Euro im Monat Premienhöhe. Je nachdem, wie hoch der versicherte Kostenanteil sein soll, weicht das davon auch ab. Für den Anbieter kommt hinzu, dass das Risiko innerhalb der ersten Versicherungsjahre in der Regel über eine Deckelung der maximalen Kostenerstattung kalkulierbar ist. Und: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat ein Haustier.

Diesen Trend bestätigt das Versicherungsportal Moneycheck

Neben den Tierversicherungen, ziehen laut Moneycheck vor allem Versicherungsprodukte in neuen Segmenten an, zum Beispiel für E-Bikes.

Weitere Triebfeder: Die Deutschen Familienversicherung überarbeitete Policen bei der Privathaftpflicht und dem Haftpflicht-Segment insgesamt, und konnte einen Beitragszuwachs aus diesen überarbeiteten Policen ziehen.

Coronabedingte Entwicklung in der Branche

Die Coronakrise hat auch die Versicherungsbranche schwer belastet. Besonders Policen in der Ausfallversicherung konnten die Versicherer schwer treffen, wenn ein versichertes Unternehmen konkret wegen eines Ausbruchs pausieren musste. Einzelne Konzerne haben auch unabhängig davon Hilfsfonds aufgelegt, um ihre Versicherten oder bestimmte Gruppen junger Unternehmen zu unterstützen. Die Kulanzregelungen allein werden die eingenommenen Prämien zu einem großen Teil erledigen. Die Signal Iduna geht von dem mehr als 100-fachen der eingenommenen Beiträge aus. Die Zahlungen, die sie für sich selbst erwartet, beziffert sie auf einen zweistelligen Millionenbereich.

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