Lohnt sich die Anlage in Gold und andere Edelmetalle?

Gastautor: Martin Brosy
12.06.2020, 16:29  |  1685   |   |   

In krisenhaften Zeiten, wie in der Finanz- und Bankenkrise ab 2008 und heute in der Corona-Krise, gewinnen Gold und weitere Edelmetalle an Beliebtheit. Anleger schätzen diese Sachwerte als sicheren Hafen. Ein Blick auf die Entwicklung des Goldpreises belegt dies: Mitte Mai notierte der Preis je Feinunze bei rund 1.544 Euro, das 52-Wochen-Tief gab es im Juni 2019 mit etwa 1.177 Euro: ein beeindruckender Kursgewinn.

Investoren haben ihr Kapital in Gold geparkt, um sich vor Verwerfungen auf den Aktienmärkten und anderen Finanzmärkten zu retten. Sie haben ihr Geld geschützt und zugleich eine attraktive Rendite eingefahren. Bedeutet dies, dass Anleger ihr gesamtes Kapital in Edelmetalle investieren sollten? Hier scheiden sich die Geister. Es gibt gute Gründe, daran zu zweifeln. Edelmetalle eignen sich optimal als Beimischung im Vermögensportfolio. Sie gehen jedoch wie alle Anlageformen mit Nachteilen einher.

Vielfältige Edelmetalle als Wertanlage

Die meisten Anleger denken an Gold oder Silber, wenn sie Edelmetalle als Anlageform in Betracht ziehen. Das sind die bekanntesten Edelmetalle, es gibt aber noch deutlich mehr Varianten. Beachtung verdienen insbesondere Platin, Palladium und Rhodium. Diese Edelmetalle zeichnen sich durch ihre große Nachfrage bei begrenztem Vorkommen aus, weil sie in wichtigen industriellen Fertigungsprozessen wie bei der Smartphone-Herstellung und in der Automobilindustrie Verwendung finden. Wer einen Teil seines Kapitals in Edelmetalle anlegen will, sollte auch diese seltenen Edelmetalle in seine Überlegungen einbeziehen.

Edelmetalle als Inflationsschutz

Warum setzen so viele Anleger in Krisen auf Gold, Silber und Co.? Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Investoren fürchten, dass Wirtschafts- und Finanzkrisen eine Inflation auslösen und Währungen abstürzen lassen. Eine inflationäre Entwicklung basiert meist darauf, dass Notenbanken die Märkte mit Geld fluten. Das geschieht seit der Finanz-, Banken- und Eurokrise vor über zehn Jahren, insbesondere durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken. Diese Flutung mit Geld kann theoretisch die Preise massiv steigen lassen. Edelmetalle sind dagegen eine sichere Währung, sie bieten sich als Inflationsschutz an: Sie kommen nur in überschaubarer Menge in der Natur vor, sie lassen sich nicht wie Geldscheine unendlich vermehren. Deswegen sind sie in Zeiten einer hohen Inflation das ideale Zahlungsmittel.

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