So findet man einen guten und günstigen Aktienbroker wie Degiro

Gastautor: Martin Brosy
23.06.2020, 09:01  |  529   |   |   

Um mit Aktien, ETFs und anderen Börsenprodukten zu handeln und langfristig ein Vermögen aufzubauen, benötigt man einen seriösen und fähigen Broker. Die Auswahl auf dem Markt ist groß, was die Entscheidung nicht unbedingt einfacher macht. Um günstige Aktienbroker wie Degiro miteinander zu vergleichen, sollte aber nicht allein auf die Gebühren geachtet werden.

Degiro im Überblick

Bei Degiro handelt es sich um ein vergleichsweise junges Unternehmen mit Sitz im niederländischen Amsterdam. Bei dem im Jahre 2008 gegründeten Unternehmen handelt es sich um eine Neugründung von ehemaligen Mitarbeitern der niederländischen Binck Bank. Dabei sind die Gründer angetreten, um den Kunden ein damals völlig neuartiges Angebot im Bereich Depot und Aktienhandel anbieten zu können. Nach der Startphase hat Degiro auch in andere europäische Länder expandiert und bietet seine Leistungen seit 2014 auch für deutsche Kunden an. Die Regulierung von Degiro wird aber weiterhin durch die niederländische Finanzaufsicht AFM durchgeführt.

Mit seinem Angebot wendet sich Degiro sowohl an langfristig ausgerichtete Anleger, die eine klassische Buy and Hold Strategie verfolgen, als auch an aktive Trader, die Wert auf ein breites Angebot und günstige Handelskosten legen. Abgesehen von hochspekulativen Produkten aus den Bereichen CFD und Forex bietet Degiro ein durchaus breites Spektrum. Dieses reicht von Aktien aller wichtiger globaler Handelsplätze über ETFs und Fonds bis hin zu Derivaten wie Zertifikate und Optionsscheine. Auch Futures können über Degiro gehandelt werden.

Nach einer kostenlosen Depoteröffnung kann ein Wechselservice für 10 Euro genutzt werden. Für den Handel selber stehen verschiedene Order-Arten zur Verfügung. Die Führung von Konto und Depot erfolgt online und ist sowohl über den Browser als auch mobil per App möglich.

Vorteile von Degiro

  • Günstige Orderkosten
  • Kostenlose Depot- und Kontoführung
  • Streichung und Änderung von Orders kostenlos
  • Schnelle und einfache Depot- bzw. Kontoeröffnung
  • Depotübertragung für 10 Euro möglich
  • Breites Spektrum von Assetklassen handelbar
  • Sicherheit durch getrennte Kontoführung und niederländische Bankenaufsicht

Der Online Broker Degiro ist aufgrund seiner Kostenstruktur für kostenbewusste Anleger geeignet, die bereit sind, Kauf und Verkauf von Wertpapieren selber in die Hand zu nehmen. Dafür steht eine gute Infrastruktur und eine breite Auswahl an Wertpapieren zur Verfügung. Mit Blick auf Sicherheit und Seriosität müssen gegenüber deutschen Anbietern keinerlei Abstriche gemacht werden.

Nachteile von Degiro

  • Etwas geringeres Handelsangebot
  • Handel in Deutschland nur über Xetra und Frankfurt möglich
  • Einfaches Service- und Beratungsangebot

Die günstigen Kosten kann Degiro nur bieten, weil mit Blick auf das Angebot einige Abstriche gemacht werden, die aber für einen selbstständigen Anleger kaum ins Gewicht fallen. Wer keine absoluten Orchideenwerte handeln möchte, wird ein völlig ausreichendes Handelsangebot vorfinden. Die Handelskurse sind direkt an das Xetra System gekoppelt.

Die Handelsplattform von Degiro

Wer sich für einen günstigen Aktienbroker wie Degiro entscheidet, der sollte sich von Anfang an klarmachen, dass hier, ähnlich wie im Online Banking, sehr viel selber erledigt werden muss. Voraussetzung für einen Handel über einen Online Broker ist also die Bereitschaft, sich selber zu informieren und zu bilden, um dann auf dieser Grundlage eigenständige Investitionsentscheidungen zu treffen und über einen Aktienbroker wie Degiro umzusetzen.

Für diesen Zweck steht Kunden bei einem Aktienbroker wie Degiro ein durchaus umfangreiches und semiprofessionelles Instrumentarium in Form einer Handelsplattform zur Verfügung. Die Kunden haben folgende Möglichkeiten, die Handelsplattform zu nutzen:

  • Über eine Browserversion am Desktop
  • Per App über ein Tablet
  • Per App über ein Smartpohone

Mit welchen dieser Möglichkeiten der Anleger bzw. Trader das Angebot von Degiro nutzt, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass man sich mit den technischen Gegebenheiten auseinandersetzt, alle Möglichkeiten kennenlernt und sich mit den einzelnen Funktionen auch praktisch vertraut macht. Die Steuerung der Plattform eines Aktienbrokers wie Degiro lässt sich durchaus intuitiv erkunden. Um aber in der konkreten Situation keinen Fehler aus Unachtsamkeit oder Stress zu begehen, sollte man wissen, was man tut. Zu den Funktionen, die ein Anleger unbedingt kennenlernen sollte, bevor er sie einsetzt, gehören die verschiedenen Orderarten. Folgende Orderarten können bei Degiro eingesetzt werden:

  • Marktorder
  • Limitorder
  • Stop Loss Order
  • Stop Buy Order
  • Trailing Stop Loss (nur bei Aktien)

Zu den Möglichkeiten, den Handel abzuwickeln, gehört etwa die Funktion einer Quickorder, um schnell auf Marktbewegungen reagieren zu können. Daneben können Favoritenlisten angelegt werden und auch Realtimekurse stehen zur Verfügung. Für einen umfassenderen Marktüberblick können die Nutzer der Plattform von Degiro auch das Orderbuch einsehen.

Worauf sollte man beim Online Broker Vergleich achten?

Eine Rendite, die ihren Namen verdient, kann langfristig nur mit Investitionen in Kapitalmarktprodukte erzielt werden. Wer die kurzfristigen Risiken von Aktien und darauf basierenden Produkten in Kauf nimmt, wurde historisch betrachtet, mit jährlichen Renditen von um die 7 Prozent belohnt. Ein wichtiger Faktor sind dabei die Kosten für den Handel. Über die Jahre können sich auch kleine Gebühren zu beachtlichen Beträgen summieren, die einen spürbaren Renditeunterschied verursachen. Die Gebühren stellen bei der Entscheidung für einen günstigen Aktienbroker wie Degiro also ein wichtiges Kriterium dar. Doch es sollten auch andere Kriterien in den Blick genommen werden.

Gebühren für Konto und Depot

Bei einem Aktienbroker wie Degiro können mit Blick auf die Gebühren zwei wichtige Kostenarten unterschieden werden: die Gebühren für das Führen von Konto und Depot sowie die Ordergebühren. Zunächst bieten die meisten Online Broker eine kostenlose Kontoführung an. Darüber hinaus sollte aber unbedingt auf mögliche versteckte Kosten und Gebühren geachtet werden, wie z.B.

  • negative Einlagezinsen auf Guthaben
  • Ausführung von Kapitalmaßnahmen
  • Eintragung ins Aktienregister bei Namensaktien
  • Übermittlung von Dokumenten wie Depotauszügen oder Steuerbescheinigungen

Es lohnt sich in jedem Fall, auch einen Blick auf diese Kostenarten zu werfen, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet.

Orderentgelte

Daneben sind die Orderentgelte von Bedeutung. Grundsätzlich setzen sich die Gebühren aus Provisionen für den Broker sowie Entgelte für den Handelsplatz zusammen. Die Unterschiede zwischen Aktienbrokern wie Degiro und anderen sind aber durchaus beträchtlich. Es gibt verschiedene Preismodelle, die teilweise auch bei einem Broker variieren können.

Welches Modell das günstigste ist, hängt davon ab, wie der Anleger in den nächsten Jahren konkret handelt. Sollen eher viele kleine Positionen gekauft werden, dann lohnt sich eher ein Flatrate Tarif. Läuft es dagegen darauf hinaus, einige wenige große Position aufzubauen und diese dann lange liegen zu lassen, könnte sich ein Festpreis Modell eher lohnen. Hier wird unabhängig von der Ordergröße immer mit einem fixen Preis abgerechnet. Daneben gibt es Modelle, bei denen sich die Kosten für eine Order prozentual an deren Höhe orientieren.

Bedenken sollte man aber auch, dass alle Positionen irgendwann einmal verkauft werden. Wenn also etwa ein Aktienbroker wie Degiro mit kostengünstigen oder kostenlosen Trades für die ersten Monate wirbt, dann müssen diese Positionen irgendwann auch wieder verkauft werden. Sind diese Gebühren dafür dann unverhältnismäßig hoch, fällt die Gesamtbilanz negativ aus.

Handelsangebot

Bevor man sich für einen günstigen Aktienbroker wie Degiro entscheidet, sollte man in jedem Fall einen Blick auf das Handelsangebot werfen. Noch wichtiger ist es allerdings, sich selber klar zu machen, was und wie man als Anleger überhaupt handeln möchte. Sieht man sich eher als spekulativer Anleger, der auch dem sogenannten Daytrading nicht abgeneigt ist und auch in exotische Titel möchte? Oder neigt man doch eher zum konservativen Anleger, der regelmäßig in bekannte Indizes und größere Unternehmen investiert, um damit langfristig ein Vermögen für die Alterssicherung aufzubauen?

Für alle Anlegertypen gibt es geeignete Anbieter. Klassische Aktienbroker wie Degiro zielen dabei eher auf die goldene Mitte ab. Das Handelsangebot umfasst zwar so gut wie alle wichtigen internationalen Wert aus den Assetklassen Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Futures. Auch spekulative Anleger kommen bei einer breiten Auswahl von Optionsscheinen und Zertifikaten auf ihre Kosten.

Börsenplätze und Handelsmöglichkeiten sind weniger entscheidend

Weniger entscheidend ist für Anleger die Möglichkeit, über eine Vielzahl von Börsenplätzen handeln zu können. Zwar gibt es in Deutschland sowie international viele verschiedene Handelsplätze, doch die praktischen Vorteile sind für den durchschnittlichen Anleger marginal. Auch bei den Kursen selber gibt es kaum Unterschiede, da sich alle Börsen an elektronischen Handelssystem wie XETRA orientieren. Einzelne Börsenplätze bieten Zugang zu einer Vielzahl von weiteren internationalen Börsenplätzen. Neben europäischen und nordamerikanischen Produkten können so in der Regel viele asiatische oder australische Produkte gehandelt werden. Der direkte Zugang zu vielen verschiedenen Handelsplätzen kann wohl eher unter unnötiger Professionalisierung verbucht werden, die zumindest dem Kleinanleger kaum nennenswerte Vorteile bringt. Im Gegenteil: für Aktienbroker wie Degiro würde das Angebot dadurch unnötig aufwendig und kostenintensiv.

Ebenfalls kein must have: außerbörslicher Handel

Ähnlich wie mit dem direkten Zugang zu vielen Handelsplätzen verhält es sich mit der Möglichkeit des außerbörslichen Handels. Für durchschnittliche Anleger und Trader handelt es sich dabei definitiv nicht um ein must have. Zwar bringt der außerbörsliche Handel einige Vorteile, wie etwa die Einsparung von Gebühren, die noch höhere Liquidität der Märkte oder der Zugang zu besonders innovativen oder exotischen Finanzprodukten. Diese sind für private Anleger aber in der Regel weniger transparent als die typische Transaktion als börslicher Handel.

Zudem handelt es sich beim außerbörslichen Handel um ein recht unübersichtliches Spektrum. Es beginnt bei außerbörslichen Plattformen, bei denen der Handel auch nach den offiziellen Börsenzeiten möglich ist und endet bei Plattformen für stark gehebelte Derivate noch lange nicht. Während eine Verlängerung der Handelszeiten bis 22.00 Uhr für Feierabend Trader sicher einige Vorteile bringt, ist der Nutzen von darüberhinausgehenden, hochspekulativen Angeboten sehr fraglich.

Ordertypen und -zusätze sind einen genaueren Blick wert

Eine weitere Gruppe von Instrumenten, mit denen Privatanleger den Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Produkten präziser steuern können, sind sogenannte Ordertypen und entsprechende Zusätze. Je nachdem, welcher individuelle Ansatz durch den Anleger verfolgt wird, können diese Werkzeuge für den Handel durchaus wertvoll sein.

Zu den wichtigsten Ordertypen gehören neben der klassischen Marktorder die Typen Stop Loss und Take Profit. Mit einer Stop Loss Order können sich Anleger gegen Verluste bei stark fallenden Kursen absichern, indem bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus eine Verkaufsorder ausgelöst wird. Genau andersherum verhält es sich bei einer Take Profit Order, bei der nach einem vorher definierten Anstieg die Gewinne realisiert werden. Ähnliche Ordertypen können auch für den Kauf von Wertpapieren platziert werden. Mit bestimmten Zusätzen lassen sich weitere Feinheiten, wie die Dauer der Gültigkeit einer Order oder aber ein bestimmtes Limit festlegen.

Garant für Seriosität: die Einlagensicherung

Achten sollten Anleger bei der Wahl des Aktienbrokers auch auf zentrale Sicherheitsaspekte. Dazu gehört in erster Linie eine Registrierung in Europa und die Wirksamkeit einer zuverlässigen nationalen Einlagensicherung. Eine solche Einlagensicherung schützt das Geld auf dem Handelskonto, sollte ein Aktienbroker wie Degiro in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zu einem Betrag von 100.00 Euro sind dabei alle Guthaben pro Trader abgesichert.

Anders verhält es sich dagegen mit den Wertpapieren, die der Anleger kauft und in sein Depot legt. Diese werden durch Aktienbroker wie Degiro lediglich verwahrt, bleiben rein rechtlich aber im Besitz des Anlegers. Sollte ein Aktienbroker tatsächlich in finanzielle Schwierigkeiten geraten, besteht ein Anspruch auf Herausgabe der Wertpapiere.

Weniger ist mehr: der Kundendienst

Ein durchaus wichtiges Kriterium zur Bewertung eines günstigen Aktienbrokers wie Degiro ist der Kundendienst. Auch hier sollte der Interessent zunächst sich selbst befragen, was er von seinem Broker erwartet. Reicht ihm ein minimaler Support aus, der über einen FAQ-Bereich informiert und allenfalls im Notfall per Mail oder Online Chat zur Verfügung steht, etwa um technische Probleme zu klären.

Oder fühlt man sich sicherer, wenn es einen persönlichen Ansprechpartner gibt, der rund um die Uhr telefonisch zu erreichen ist? Auch hier sollte man sich klarmachen, dass persönliche Verfügbarkeit auf Seiten des Brokers letztendlich ein Kostenfaktor ist und in irgendeiner Form auch wieder eingespielt werden muss, sich also meistens in höheren Gebühren widerspielt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Filialbanken und Online Brokern?

Wenn bisher allgemein von Aktienbrokern wie Degiro geschrieben wurde, wurde nicht zwischen reinen Online Broker und Depots bei klassischen Filialbanken differenziert. Dies sollte man aber tun. Ursprünglich lief der private Aktienhandel ausschließlich über klassische Banken, die mit ihren Filialen in den Innenstädten präsent sind. Die Eröffnung eines Depots wurden dabei im Beisein eines Mitarbeiters vorgenommen und persönlich mit einer Unterschrift besiegelt. Aufträge für eine Wertpapierorder konnten dann telefonisch übermittelt werden und wurden durch die Bank mit dem entsprechenden Zeitverzug ausgeführt.

Ein solcher Service bringt für den Kunden kaum Vorteile, ist aber mit erheblichen Kosten in Form von Gebühren und Orderentgelten verbunden. Zudem haben die klassischen Filialbanken den Kundenkontakt gerne dazu genutzt, eigene, zumeist überteuerte Produkte an den Kunden zu bringen.

Seit einigen Jahren wird dieses Modell durch kleinere schlanke und kosteneffiziente Aktienbroker wie Degiro angegriffen. Da der Anleger dabei fast alles vom eigenen Rechner oder Smartphone aus erledigen kann, werden erhebliche Kosten für Filialen und Personal gespart. Zum Vorteil deutlich günstiger Kosten kommt auch eine höhere Flexibilität und mehr Schnelligkeit im Handel. Dafür muss sich der Anleger aber mit der Technik befassen und eigenverantwortlich Investitionsentscheidungen treffen.

Wie wird ein Depot bei einem Online Broker eröffnet?

Die eigentliche Eröffnung eines Depots bei einem Aktienbroker wie Degiro ist alles in allem unkompliziert. Von der Startseite des Brokers aus kann dabei ein Online Formular gestartet werden, mit dem alle wichtigen Angaben des Anlegers erfasst werden. Neben Name und Adresse gehört dazu auch eine gesetzlich vorgeschriebene Abfrage der Steuernummer. Auch die persönlichen Kenntnisse im Bereich Geldanlage werden abgefragt. Dies ist notwendig, um den Handel von komplexeren, risikoreicheren Assetklassen zu ermöglichen.

Ebenfalls vorgeschrieben ist eine Identifikation, also die Überprüfung der Identität. Bei vielen Anbietern kann dies ebenfalls direkt am Rechner über das sogenannte VideoIdent Verfahren erledigt werden. Etwas aufwändiger ist das traditionelle Verfahren PostIdent. Zudem muss ein Referenzkonto festgelegt werden, von dem aus das Handelskapital überwiesen wird bzw. auf das die Auszahlungen erfolgen. Nach einer Prüfung der Angaben, die maximal wenige Tage in Anspruch nimmt, steht das Depot mit all seinen Funktionen zur Verfügung.

Wichtige Tipps zum Depotwechsel zu einem Aktienbroker wie Degiro

Wer bereits über ein Depot verfügt und zu einem günstigen Aktienbroker wie Degiro wechseln möchte, der sollte zunächst prüfen, ob es einen entsprechenden Service gibt. Während einige Broker sogar einen Wechselbonus zahlen, dessen Höhe vom übertragenen Depotwert abhängt, ist es bei anderen Brokern gar nicht möglich, mit dem Depot umzuziehen.

Bei Degiro wird dieser Service für eine Gebühr in Höhe von 10 Euro angeboten. In diesem Fall wird der komplette Umzug durch den neuen Broker erledigt und die Wertpapiere in das neue Depot eingebucht. Wechselwillige Anleger sollten sich aber klarmachen, dass in der Zeit des Umzugs, der durchaus mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann, nicht mit den Wertpapieren gehandelt, also auch nicht auf Marktentwicklungen reagiert werden kann.

Unabhängig davon, ob ein Wechselservice angeboten wird oder nicht, sollten umzugswillige Anleger darüber nachdenken, den Umzug Schritt für Schritt selber zu organisieren. Dabei können etwa die Positionen aus dem alten Depot nach und nach verkauft werden, um sie dann im neuen Depot wieder zu eröffnen.

Fazit: Aktienbroker wie Degiro sind eine gute und günstige Alternative

Aktienbroker wie Degiro sind eine günstige Alternative für Anleger, die bereit sind, ihre Geldanlage selber in die Hand zu nehmen. Dabei sollte der Aufwand weder über- noch unterschätzt werden. Bei langfristigen Strategien reichen wenige Stunden im Jahr, um das eigene Depot zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten. Lohn für diesen Aufwand sind mehr finanzielle Freiheit und niedrigere Gebühren. Während reine Aktienbroker wie Degiro generell günstiger sind als klassische Filialbanken, gibt es auch zwischen den Anbietern einige Unterschiede. Neben den unterschiedlichen Gebührenmodellen sollten Anleger vor allem Sicherheit und Seriosität, die Auswahl an Produkten sowie auf die Instrumente achten, die für den Handel zur Verfügung stehen. Verzichtbar sind dagegen eine hohe die Anzahl von Handelsplätzen, Zugang zum außerbörslichen Handel oder ein umfassender und teurer Kundendienst.



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