Leidet die Möbelindustrie unter Corona?

Gastautor: Martin Brosy
23.06.2020, 21:29  |  188   |   |   

Es hat die ganze Welt nach wie vor fest im Griff, das 150 Nanometer große Coronavirus brachte beinahe von einen auf den anderen Tag das private und geschäftliche Leben vollständig zum Erliegen. So gut wie jede Branche ächzt unter den staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie. Doch wie sieht es mit der Möbelindustrie aus, hat Corona auch hier mit voller Wucht zugeschlagen, sodass die Einrichtungsbranche ebenfalls volles Leid ertragen muss?

Die Möbelindustrie und die Corona-Krise - wie schwer ist die Einrichtungsbranche wirklich betroffen?

Sicherlich, es wäre ziemlich blauäugig anzunehmen, dass der Möbelhandel und die Möbelindustrie einer der Wirtschaftszweige ist, der nicht unter der schweren Corona-Krise  schwer getroffen wurde. Der VDM (Verband der Deutschen Möbelindustrie), der BVDM (Handelsverband Möbel und Küchen) und der ZVG (Mittelstandsverbund) verkündeten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Erklärung, dass die Branche rund um die Herstellung und den Handel von Möbeln, massiv unter den vorherrschenden Corona-Beschränkungen leide.

Die internationale Wirtschaft stockt - wie ein Gift das alle lähmt

Die gesamte Weltwirtschaft stockt, denn das Coronavirus wirkt wie ein Gift, das alle lähmt. Die Ungewissheit über das weitere Fortschreiten der Pandemie und die daraus resultierenden Beschränkungen und kurzfristig erlassenen Gesetze verfehlt wahrlich nicht ihre Wirkung. Aktien sind auf dem Sinkflug, die Börsen der Welt spielen verrückt und die Menschen hüten ihr Geld ähnlich wie zu Kriegszeiten. Dass diese Umstände sich auch deutlich auf die Möbelindustrie auswirken, ist kaum verwunderlich. Gleiches gilt auch für so wichtige Sanitärprodukte wie Toiletten, die nicht mehr in ihren gewohnten Liefermengen bereitstehen.

Lieferverzögerung, Lieferengpässe und Lieferausfälle

Jedes Land reagiert mit entsprechenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Grenzen werden geschlossen, die Zollabfertigungen laufen auf Sparflamme und sämtliche Warenlieferungen verzögern sich entweder oder fallen gänzlich aus. Auch die hohe Anzahl an Annullierungen im Flugverkehr lassen den sonst zur Verfügung stehenden Frachtraum auf die Hälfte schrumpfen. An dieser Stelle ist guter Rat nicht nur teuer, sondern vor allem rar, denn bei Corona handelt es sich nun mal um höhere Gewalt.

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