Zwischenbilanz zum Baukindergeld Beliebt in Ostdeutschland, gefragt bei kleinem Einkommen / Eine Auswertung der aktuellen Baukindergeld-Statistik bis Ende Mai durch LBS Research zeigt: ... (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
26.06.2020, 10:10  |  1206   |   |   
Berlin (ots) - Die Förderung wird gut genutzt - und sie kommt bei jenen an, für
die sie gedacht ist: Familien mit geringen Einkommen.

Das Baukindergeld kann zwar noch bis Ende 2023 beantragt werden - allerdings nur
für Häuser und Wohnungen, für die bis Ende dieses Jahres entweder eine
Baugenehmigung vorlag oder ein Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Ob es zu einer
Neuauflage in der nächsten Legislaturperiode kommt oder die Fristen verlängert
werden, falls die im Bundeshaushalt eingeplanten Mittel von 9,9 Milliarden Euro
nicht ausgeschöpft werden, dürfte ganz entscheidend von der Erfolgsbilanz der
Förderung abhängen. Dazu wird es eine umfangreichere Evaluation geben, deren
Ergebnisse bis zum Sommer 2021 vorliegen sollen. Doch bereits die jüngsten
Förderstatistiken der bundeseigenen Förderbank KfW erlauben fundierte Analysen.
LBS Research kommt auf dieser Basis zu folgenden Ergebnissen:

Verteilung der Anträge auf die Bundesländer

Dass die meisten Baukindergeldanträge in bevölkerungsreichen Bundesländern
gestellt werden würden, war zu erwarten: Gemäß den aktuellsten Daten aus einer
Ende Juni veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage
der FDP hatte die KfW bis zum 31. Mai dieses Jahres insgesamt knapp 233.000
Anträge zugesagt. Davon kam ein gutes Fünftel aus NRW, weitere jeweils 14
Prozent aus Bayern und Baden-Württemberg und 12 Prozent aus Niedersachsen.

Interessanter ist jedoch die Frage, wo die neue Wohneigentumsförderung, die eben
zugleich als Familienförderung konzipiert ist, von ihrer Zielgruppe besonders
gut angenommen wird. An der Spitze liegen hier - und das ist auf den ersten
Blick durchaus etwas erstaunlich - zwei ostdeutsche Bundesländer (Grafik):

In Brandenburg kamen auf 1.000 Familien mit minderjährigen Kindern 39 Anträge
auf Baukindergeld, in Mecklenburg-Vorpommern 37 - und damit ein gutes
beziehungsweise knappes Drittel mehr als im Bundesdurchschnitt, der bis Ende Mai
bei 29 Anträgen lag.

Auf den Plätzen folgen die westdeutschen Flächenländer Niedersachsen,
Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und das Saarland. Weit unterdurchschnittlich
in Anspruch genommen wird das Baukindergeld dagegen wie erwartet in den
Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Etwas weniger rege war die Nachfrage außerdem
in Bayern und Hessen. Zu diesen großen Unterschieden tragen mehrere Faktoren
bei:

Stadt und Land. Das Baukindergeld wird in den ländlicheren Bundesländern wie
Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz
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