Wirecard – was bleibt jetzt noch?

Gastautor: Daniel Saurenz
27.06.2020, 06:30  |  753   |   |   

123 Millionen Aktien bei einem Kurs von 1,40 Euro – nur noch rund 170 Millionen Börsenwert bleiben von Wirecard, das einst einmal 20 Milliarden schwer war. Der Pennystock-Status könnte schon kommende Woche erreicht sein. In unserem Börsendienst werden wir Wirecard nur noch am Rande besprechen, da wir sowohl im aktiven Handel, sprich Trading im Turbo-Dienst, als auch im Investmentbereich auf andere, vielversprechende Aktien setzen. Wir laden dazu alle Wirecard-Fans / Geschädigte oder auch jene, die neu durchstarten wollen, in unseren Börsendienst ein. Dies ist für ein Jahr möglich, aber auch einfach für vier Wochen. An diesem Wochenende bieten wir unseren Basic-Trainingstag zur Vermögenssteuerung an (ab Samstag Mittag bei uns auch als Modul, sprich Aufzeichnung, zu erwerben), nachdem man weiß, wie man Fehler wie bei Wirecard nicht wiederholt, wie ein Depot, ein Trade, ein Investment aufgestellt sein muss. Dabei geht es nicht darum, Wirecard-Geschädigten mit Häme oder Besserwisserei zu begegnen. Aus Wirecard kann man, muss man sogar, lernen und ab jetzt besser, anders traden und investieren. Aber – diejenigen, die jetzt rausgehen und behaupten, zu 100% gewusst zu haben, was passiert, die erzählen leider Unsinn. Denn die Wahrheit ist – auch wir hatten gemahnt, gewarnt und ein mulmiges Gefühl. Schon 2019. Schon 2018. Siehe unser Video nach der großen Investmentkonferenz und der persönlichen Begegnung mit Markus Braun Januar 2019. Nur – wann die Bombe platzt und ob es nachweisbar wäre und wie lange EY wegschauen würde – das konnte niemand wissen. Und es hätte auch 2020 nochmal gutgehen können, so wie es immer gutgegangen war. Zur Erinnerung – seit 2005 gab es Vorwürfe, immer wieder. Daher sind Besserwisserei oder Häme jetzt fehl am Platz.

Wir finden - Fassungslosigkeit, Entsetzen und Ratlosigkeit – die Causa Wirecard zeigt sich für private Anleger in vielen Facetten. Börsianer sitzen alle in einem Boot, niemand kann ernsthaft gut finden, was mit Wirecard passiert ist. Für private Anleger kann aus dem Scherbenhaufen aber etwas Gutes entstehen.

Denn ein einstmals hoffnungsvolles Unternehmen aus Aschheim hat der deutschen Aktienkultur einen schweren Schlag versetzt. Als dankbare und unsichtbare Helfer fungierten der Wirtschaftsprüfer EY, mitunter die Finanzaufsicht, aber auch viele sogenannte Sell-Side-Analysten. Jene Analysten, von denen man gerne tolle Kursziele liest, die sich aber oft im Marketing-Stil zu einer Aktie äußern. Bei Wirecard schwammen sehr viele auf der Euphoriewelle ganz oben.

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