Wirecard Staatshaftung? DPR fliegt - Schuldeingeständnis?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
28.06.2020, 17:16  |  3854   |   |   

tecdax news nebenwerte magazin28.06.2020 -Das sieht fast nach einem Schuldeingeständnis aus - nach den klaren Worten des Bundesfinanzministers scholz bereits vor einigen Tagen, das sich etwas ändern muss, um zukünftig solche Bilanzbetrügereien wie bei Wirecard eher zu entdecken oder zu verhindern, kommt jetzt die erste Aktion: Das Finanz- und das Justizministerium kündigen den Vertrag mit der DPR ( Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung ) wohl fristgemäß bis zum 30.06.2020 zum 31.12.2021 - hat der Deutsche Fiannzplatz soviel Zeit um Vertrauen aufzubauen? Die DPR sollte eigentlich im Fall Wirecard als Reaktion auf einen Auftrag der BaFin( Bundesanstalt für Finanzaufsicht) BEREITS SEIT FEBRUAR 2019 den Abschluss des Ersten Halbjahres 2018 überprüfen - die BaFin hatte Zweifel.

Aber nach 15 Monaten - bis heute - kein Ergebnis!

Laut FAZ habe der Leiter der DPR sich als Bauernopfer gesehen und geäußert, das nur ein Mitarbeiter mit der Prüfung betraut gewesen sei und "niedrig aufgehängt gewesen" sei. Wieviel Schaden hätte vom Finanzplatz Deutschland, der Aktienkultur und Vermögensschaden der Investoren/Anleger abgewendet werden können, wenn man diese Prüfung "durchgezogen" hätte und nicht nachdem man schon bei der BaFin "erst" im Februar 2019 aktiv wurde (wegen der Bilanz des 1. HJ 2018!) bisher runfd 15 Monate "vor sich hingearbeitet" und imme rnoch kein Ergebnis!

Logisch das hier Anwälte Ansätze für eine mögliche Staatshaftung vermuten. Sieht nach sehr viel "Zeit" aus bei den im Raum stehenden schweren Vorwürfen - und spätestens im Sommer 2019 waren diese unüberhörbar. Wir zitieren aus einer Veröffentlichung der Schirp und Partner, die heute mitteilten, dass sie Sammelklagen wegen Staatshaftung vorbereiteten:

"Die Medienberichte sind unbestritten: Bereits seit Februar 2019 sah die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Veranlassung, gegen die Wirecard AG wegen Bilanzmanipulation zu ermitteln. Gemäß dem in dem in diesem Bereich zweistufig organisierten deutschen Aufsichtsrecht gab sie den Untersuchungsauftrag an die Deutsche Prüfstelle für Rechnungswesen (DPR) weiter. Die DPR ist ein privatrechtlich organisierter Verein, der in diesem Bereich mit hoheitlichen Aufgaben beliehen ist. Die DPR stellte einen einzigen Mitarbeiter für die Wirecard-Prüfung ab. Diesem Mitarbeiter ist es bis zum Zusammenbruch des Wirecard-Konzerns im Juni 2020, also in einem Zeitraum von anderthalb Jahren, nicht gelungen, einen Prüfbericht vorzulegen.

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