Investoren weiten Gold-Longs kräftig aus - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
29.06.2020, 12:29  |  365   |   
New York 29.06.2020 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longs auf Gold zuletzt stark ausgewertet. Auch bei Kupfer war ein kräftiges Plus zu sehen. Trotz der starken Kursgewinne erwarten die Marktteilnehmer auch höhere Ölpreise.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 23. Juni, um 27 Prozent auf 246.260 Kontrakte ausgeweitet. Dabei stiegen die Gold- und Kupfer-Longs überraschend stark. Auch für die Rohöl-Longs ging es aufwärts, bedingt durch die steigende Nachfrage.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Gold wurde um 23 Prozent auf 175.664 Kontrakte ausgeweitet. Das gelbe Metall hat in den vergangenen Wochen stark zulegen können, gestützt von der massiven Ausweitung der Liquidität im Zuge der Corona-Pandemie. Der Goldpreis stieg auf das höchste Niveau seit fast acht Jahren und konnte dieses auch verteidigen, obgleich die Aktienmärkte starke Kursgewinne verzeichneten. Zuletzt hat die Verunsicherung zu einem festeren US-Dollar beigetragen, was den Schwung etwas aus dem Goldpreis nahm. Darüber hinaus haben die starken Kursgewinne und die Corona-Pandemie zu einer Abschwächung der physischen Nachfrage beigetragen, was vor allem den asiatischen Markt betrifft.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Silber wuchs um 5,8 Prozent auf 29.173 Punkte. Bei Platin war ein Plus der Netto-Longs um 4,8 Prozent auf 9.168 Kontrakte zu verzeichnen und bei Palladium ging es um 16,4 Prozent auf 716 Kontrakte nach unten.

Bei Rohöl scheinen die Ölpreise ihr vorläufiges Hoch erreicht zu haben. Die Marke von 40 USD bildet gegenwärtig die Basis, wobei WTI-Rohöl leicht darunter und Brent-Rohöl darüber notiert. Die Marktteilnehmer rechnen in den kommenden Monaten mit einer Verengung des Angebots bei Rohöl, weshalb sich der Markt in Backwardation befindet.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf US-Rohöl wurde um 3,0 Prozent auf 365.022 Kontrakte ausgeweitet. In den USA könnte die Produktion in den kommenden Monaten weiter zurückgehen. Die Analysten von Baker Hughes teilten am Freitag mit, dass die Zahl der laufenden Förderanlagen in Kanada und den USA auf ein neues Rekordtief gesunken sind. In den USA allein ging die Zahl der Anlagen auf 188 zurück. Dieser Rückgang kommt in einer Phase, da die Corona-Pandemie in einigen Industrienationen wieder an Fahrt aufnimmt. Die Stimmung der Investoren wird davon belastet.

Ein kräftiger Zuwachs war auch bei den Netto-Longpositionen auf Kupfer zu verzeichnen. Diese stiegen um 92 Prozent auf 17.426 Kontrakte, gestützt von der Erholung der Nachfrage in China, aber auch von den wachsenden Sorgen der Marktteilnehmer über Angebotslage. In Lateinamerika greift das neuartige Coronavirus weiter um sich, besonders Peru und Chile sind betroffen und damit die größten Kupferproduzenten weltweit. Bislang wurde die Produktion davon kaum beeinträchtigt, dies könnte sich jedoch rächen, da sich der Sektor der Pandemie nicht ewig entziehen kann. Vor allem in Chiles Kupfersektor sind die Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie sehr moderat, was weiteren Ansteckungen Vorschub leisten könnte. In den ersten vier Monaten stieg die chilenische Kupferproduktion um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so dass eine Verengung des Marktes derzeit als unwahrscheinlich gilt.

Die Netto-Shortpositionen auf Weizen sind in der letzten Woche um 59 Prozent auf 48.213 Kontrakte ausgeweitet worden. Bei Mais stieg die Zahl der Netto-Shorts erneut um 2,5 Prozent auf 277.479 Kontrakte und bei den Sojabohnen wurden die Netto-Longs mehr als verdoppelt – auf nun 44.285 Kontrakte.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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