Geopolitische Verwerfungen könnten für die Halbleiterindustrie katastrophal werden - einige europäische Netzbetreiber setzen sich proaktiv für Huawei ein

Nachrichtenquelle: PR Newswire (dt.)
30.06.2020, 11:14  |  123   |   |   

PEKING, 30. Juni 2020 /PRNewswire/ -- Die wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA stellen eine Bedrohung für die Sicherheit der globalen Lieferkette dar. In einer Zeit, in der COVID-19 auf der ganzen Welt wütet, spielen Telekommunikationsnetze eine immer größere Rolle. Am 18. Juni war 36Kr zu einem von Total Telecom veranstaltetem Webinar eingeladen. Bei diesem Webinar kamen Top-Experten aus der weltweiten Telekommunikationsbranche zusammen, darunter Adrian Scrase, Leiter des 3GPP Mobile Competence Centre und CTO des ETSI, Luis Alveirinho, CTO von Altice Portugal, Sally Eaves, CTO des Forbes Technology Council, und Dimitris Mavrakis, Forschungsdirektor bei ABI. Bei dem Webinar ging es in erster Linie darum, wie die Widerstandsfähigkeit und Stabilität der globalen Lieferkette für die Telekommunikation sichergestellt werden kann.

Am 15. Mai hatte die Trump-Administration neue Regulierungen angekündigt, nach denen es jedem ausländischen Chip-Hersteller ohne eine vom US-Handelsministerium genehmigte Lizenz untersagt ist, Chips mit US-amerikanischer Software bzw. Technologie an Huawei auszuliefern. Dieser Schritt könnte dazu führen, dass die Verbindungen zwischen Huawei und seinen Chip-Zulieferern, die die für Mobilfunk-Basisstationen und -Server sowie Smartphones verwendeten Chips bereitstellen, abreißen.

36Kr ist davon überzeugt, dass die neuen Bestimmungen ernsthafte Störungen in der gesamten Halbleiterindustrie verursachen und die globale Lieferkette zum Erliegen bringen könnten. Das würde zu wirtschaftlichen Verlusten führen und sogar den technologischen Fortschritt ausbremsen.

„Für eine bessere Unterstützung unseres Geschäftsbetriebs brauchen wir Zulieferer", sagte der CTO von Altice Portugal, Luis Alveirinho, stellvertretend für die Telekom-Netzbetreiber, die sowohl Unternehmen als auch Endverbraucher versorgen. Alveirinho fügte hinzu: „Wir leben heute in einem globalen Dorf, in dem die Lieferkette globalisierter und fragmentierter ist. Wir müssen uns auf technologische Standardisierungen verlassen können, damit mehr Partner entlang der gesamten globalen Lieferkette unter einen Hut gebracht werden können."

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