Nach dem Insolvenzantrag Schadensersatz für Wirecard Anleger: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Gastautor: Roland Klaus
30.06.2020, 13:11  |  37539   |   |   

Etliche zehntausend Anleger haben durch den Betrug bei Wirecard viel Geld verloren. Viele erwägen nun, Schadensersatz zu fordern. Wie stehen die Chancen nach dem Insolvenzantrag? Was gilt es dabei zu beachten? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Interessengemeinschaft Widerruf bietet Wirecard-Anlegern die Möglichkeit, hier ihre Ansprüche im Betrugsfall Wirecard kostenlos und unverbindlich prüfen zu lassen. Wir arbeiten dazu mit der führenden deutschen Kanzlei für Anlegerrecht zusammen. Mehrere tausend Anleger haben diese Möglichkeit in den vergangenen Tagen bereits genutzt. Hier sind die wichtigsten Fragen, die uns in diesem Zusammenhang gestellt worden sind.

Für welche Wertpapiere kann ich Schadensersatz fordern?

Betroffen sind sowohl die Wirecard-Aktie (WKN 747206), die Wirecard-Anleihe (A2YNQ5) sowie die vielen hundert Derivate auf Wirecard. Die Prozessfinanzierung, bei der Anleger ein Kostenrisiko für die Schadensersatzklage vermeiden können, wird allerdings nur für die Wirecard-Aktie gelten. Mehr zur Prozessfinanzierung unten.

Gegen wen wird sich die Schadensersatzklage richten?

Nach dem Insolvenzantrag von Wirecard ist es nicht mehr sinnvoll, ausschließlich gegen das Unternehmen zu klagen. Ansprüche werden sich daher sowohl gegen die Mitglieder des Wirecard-Vorstands als auch gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst&Young) richten. Wir sehen aber auch die Finanzaufsicht Bafin, die Bilanzpolizei DPR sowie die Bundesregierung in der Pflicht. Hier wäre ein Entschädigungsfonds für Wirecard-Anleger eine sinnvolle Maßnahme. Sollte dieser verwehrt werden, so könnte es auch hier eine Klage geben, beispielsweise auf europäischer Ebene.

Wie gehe ich am besten vor?

Als erstes schildern Sie uns bitte Ihren Fall mit Hilfe dieses Formulars. Dort können Sie sämtliche Käufe und Verkäufe mit Wirecard-Papieren aufführen. Auf dieser Basis berechnet die Kanzlei ihren Anspruch, sagt ihnen welche weiteren Schritte möglich sind und nennt die Kosten eines Vorgehens. Bis dahin ist diese Prüfung auf jeden Fall kostenlos und unverbindlich.

Muss ich meine Wertpapiere halten oder kann ich diese verkaufen?

Anleger können jederzeit über ihre Wertpapiere frei verfügen und diese auch verkaufen. Auf keinen Fall sollten Sie die Entscheidung über einen Verkauf abhängig machen von Schadensersatzansprüchen.

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