Aktien Frankfurt: Dax mit leichten Gewinnmitnahmen nach Vortagesrally
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax mit leichten Gewinnmitnahmen nach Vortagesrally

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.07.2020, 11:59  |  566   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach seiner Vortagesrally am Freitag eine Atempause eingelegt. Der Dax notierte gegen Mittag 0,35 Prozent tiefer bei 12 563,80 Punkten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex knapp drei Prozent zugelegt und damit das bisherige Wochenplus auf mehr als vier Prozent ausgebaut. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rückte am Freitag um 0,07 Prozent auf 26 646,84 Punkte vor. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 stagnierte auf Vortagesnoveau.

Der Markt schwankt weiterhin zwischen der Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und Corona-Sorgen, die derzeit fast jeden Tag mit neuen hohen Infektionszahlen vor allem in den USA befeuert werden. Die unerwartet starken US-Arbeitsmarktzahlen hatten tags zuvor noch für kräftigen Schwung gesorgt. Aus den Vereinigten Staaten sind an diesem Freitag jedoch kaum Impulse zu erwarten, weil die amerikanischen Finanzmärkte vor dem Nationalfeiertag am Samstag geschlossen bleiben und keine US-Konjunkturdaten auf dem Programm stehen. Und auch in der Eurozone stehen keine spannenden Wirtschaftsstatistiken auf der Agenda.

"Der Optimismus an den Börsen nimmt mit den steigenden Kursen immer weiter zu - unsere Skepsis aber auch. Wir warten nach wie vor auf eine zweite Verkaufswelle an den Märkten und halten es für sehr unwahrscheinlich, dass diese ausbleibt", hieß es in der aktuellen Ausgabe des Börsenbriefs Fuchs-Kapital. Die Märkte würden vom billigen Geld getrieben, die Leitzinsen seien weltweit historisch tief und die Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken sei atemraubend. Zudem erreichten die Ausgabenprogramme der Regierungen völlig neue Dimensionen. Als zusätzliche Kurstreiber kämen nun noch die institutionellen Investoren hinzu, stellten die Autoren des Börsenbriefs fest.

Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von Delivery Hero mit plus 7,1 Prozent als MDax-Spitzenreiter positiv hervor. Die Papiere des Essenslieferdienstes knackten erstmals die runde Marke von 100 Euro und erklommen ein Rekordhoch. Damit summiert sich der bisherige Jahresgewinn der Anteilsscheine auf mehr als 48 Prozent. Delivery Hero verdoppelte im Juni die Anzahl der Bestellungen, woraus sich für das zweite Quartal ein Auftragsplus von 94 Prozent ergab. Nach Meinung der Privatbank Berenberg hat das Unternehmen mit seinen Eckdaten deutlich positiv überrascht.

Die Anteilsscheine von HeidelbergCement gewannen zuletzt 1,1 Prozent auf 48,11 Euro. Zuvor hatten die Analysten von Morgan Stanley die Papiere des Baustoffkonzerns gleich um zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight" erhöht und das Kursziel von 39 auf 58 Euro angehoben. Analystin Cedar Ekblom glaubt, dass HeidelbergCement mit seiner Gewinnentwicklung im laufenden Jahr positiv überraschen könnte.

Die Papiere von Jenoptik bauten ihre Vortagesgewinne aus und stiegen um 1,4 Prozent. Experten reagierten positiv auf die Übernahme von Trioptics am Vortag, einem Anbieter von Mess- und Fertigungssystemen für optische Komponenten. Damit setze Jenoptik seine externen Wachstumspläne auch in der Corona-Krise um, bemerkte Analyst Gordon Schönell vom Bankhaus Lampe.

Aktien von Norma verteuerten sich um 2,1 Prozent. Die Papiere des Spezialisten für Verbindungstechnik kamen in einer Nachhaltigkeitsstudie der Societe Generale recht gut weg und erhielten einen Aufschlag auf das bisherige Kursziel. Analyst Sebastian Ubert traut den Papieren des Autozulieferers nun 33 Euro zu. Hoffnungsträger sei das Geschäft mit dem Wassermanagement, das im Vorjahr bereits 20 Prozent der Konzernumsätze beigetragen habe.

Nach der US-Zulassung von Remimazolam zur Kurznarkose sprangen die Aktien des Aachener Pharmaunternehmens Paion um rund 13 Prozent nach oben. Nach dem Erfolg erhält Paion vom Entwicklungspartner Cosmo eine Meilensteinzahlung von 15 Millionen Euro zuzüglich gestaffelter Lizenzgebühren von mindestens 15 Prozent auf den US-Nettoumsatz./edh/mis

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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