"Entscheidender Schritt zu europäischer Wasserstoffwirtschaft"

Nachrichtenagentur: news aktuell
08.07.2020, 15:10  |  386   |   |   
Bochum/Essen/Münster (ots) - Die fünf Partner des Wasserstoffprojektes GET H2
Nukleus (bp, Evonik, Nowega, OGE, RWE) begrüßen sehr die heute veröffentlichte
Europäische Wasserstoffstrategie. "Im Zusammenspiel mit der Nationalen
Wasserstoffstrategie, ist das Konzept der EU ein entscheidender Schritt auf dem
Weg zu einer europäischen Wasserstoffwirtschaft und damit für die Erreichung der
Klimaziele", sagt Bernhard Niemeyer-Pilgrim, Vorstandsmitglied der BP Europa SE.

Mit der Erzeugung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien, dem
Transport über 130 Kilometer Rohrleitungen und der Abnahme im Industriesektor
ist der GET H2 Nukleus eines der Vorreiterprojekte für eine ganzheitliche
Wasserstoffinfrastruktur. "Wir starten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen,
im Umfeld zentraler Energieknotenpunkte Europas. Das macht den GET H2 Nukleus zu
einem idealen ersten Baustein des europäischen Wasserstoffnetzes", sagt Roger
Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation SE.

Die deutsche wie die europäische Wasserstoffstrategie sind wichtige Grundlagen.
Aber: "Jetzt braucht es eine zeitnahe Umsetzung der geplanten Maßnahmen der
deutschen und der europäischen Wasserstoffstrategien. Nur so kann die notwendige
Investitionssicherheit für die an Wasserstoffprojekten beteiligten Unternehmen
geschaffen werden", sagt Thomas Basten, Leiter Pipelines der Evonik-Division
Technology & Infrastructure. Die bisherigen Signale aus der Politik seien sehr
positiv.

Die Partner des GET H2 Nukleus haben zahlreiche Arbeitsschritte bereits
angestoßen, um die CO2-Einsparungspotenziale von grünem Wasserstoff so
frühzeitig wie möglich zu realisieren:

- Die Baufeldvorbereitung und technische Planung der 100 MW Elektrolyseanlage in
Lingen laufen.
- Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung der Wasserstoffeinspeisestation ist
abgeschlossen.
- Das Netzanschlussbegehren für die Einspeisung von grünem Wasserstoff in Lingen
liegt vor.
- TÜV-Studien für die erste der umzustellenden Leitungen liegen vor.
- Vorbereitung von ersten Maßnahmen zur Umstellung bestehender Erdgasleitungen
auf Wasserstoff werden getroffen.
- Der Bau der Verbindungsleitung vom Chemiepark von Evonik in Marl zur
Raffinerie von BP in Gelsenkirchen-Scholven beginnt im August 2020.
- Die technische Planung der Herrichtung des Netzanschlusspunktes BP Lingen für
die Abnahme des Wasserstoffs ist gestartet.
- Der Austausch mit den Genehmigungsbehörden zur Leitungsumstellung, zum
Leitungsneubau und zum Bau der Elektrolyse ist gestartet.

Die Produktion des grünen Wasserstoffs und die Belieferung der Kunden sollen
bereits 2023 starten, soweit die erforderlichen rechtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen durch die notwendigen gesetzlichen Änderungen in den nächsten
Monaten verabschiedet und umgesetzt werden. Das schafft die Basis für positive
Investitionsentscheidungen der Partner.

Hintergrund: H2-Transport und die Rolle in der Energiewende

Der Transport von Wasserstoff in eigenen Netzen wird bereits seit mehreren
Jahrzehnten in Deutschland und anderen europäischen Ländern durchgeführt.
Bislang handelt es sich jedoch um private Netze der Industrie ohne Zugang für
Dritte.

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus regenerativem Strom ermöglicht es,
erneuerbare Energien über lange Strecken zu transportieren, über eine lange Zeit
in großen Mengen zu speichern und in Sektoren einzusetzen, die sich einer
direkten Elektrifizierung entziehen. Daher können die Erzeugung von grünem
Wasserstoff und der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur bedeutende Schritte
auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele sein.

Pressekontakt:

bp
Marc Schulte
Marc.Schulte1@bp.com
0234 4366-3860

Evonik
Sarah Dittrich
sarah.dittrich@evonik.com
0201 177 2778

Nowega
Kai Tenzer
presse@nowega.de
0251 60998-345

OGE
Carolin Kielhorn
Carolin.Kielhorn@oge.net
0201 3642-12562

RWE
Olaf Winter
olaf.winter@rwe.com
0201 5179-8455

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/134252/4646556
OTS: Nowega GmbH
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