SYMRISE IM FOKUS Nächste Haltestelle Dax?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.07.2020, 15:24  |  678   |   |   

HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Das Unternehmen Symrise dürfte vielen Menschen vielleicht gar kein Begriff sein, wenngleich sie sich täglich mit seinen Produkten parfümieren oder sie essen. Am Kapitalmarkt ist der Düfte- und Aromenhersteller jedoch längst ein Star. Knapp 14 Jahre nach dem Börsengang könnte Symrise, das seit elf Jahren von Heinz-Jürgen Bertram geführt wird, in den Dax aufsteigen. Was bei dem Unternehmen los ist, was die Aktie macht und wie Experten die Lage einschätzen.

DAS IST LOS BEI SYMRISE:

Güter, bei denen es auf Geruch oder Geschmack ankommt, gibt es viele. Der Konzern aus Niedersachsen mischt mit seinen mehr als 30 000 Produkten fast überall mit: Ob Babynahrung, Fertiggerichte, Getränke, Kosmetik, Reinigungsmittel, Süßwaren oder Tierfutter - all das und mehr peppt Symrise mit seinen Duft-, Geschmacks- und sonstigen Inhaltsstoffen auf.

Und weil das so ist, bekommt Symrise die Corona-Pandemie natürlich auch zu spüren, aber dank des breiten Portfolios kommt das Unternehmen vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise. So erwarten Experten wie die JPMorgan-Analystin Celine Pannuti auch im zweiten Quartal Wachstum - die anziehenden Mengen dürften dabei den Preisdruck abfedern.

Derzeit gehen die von Bloomberg erfassten Experten davon aus, dass der Umsatz von Symrise im ersten Halbjahr auf etwas mehr als 1,8 Milliarden Euro gestiegen ist. Das wäre ein Plus von mehr als acht Prozent, wobei der Großteil des Zuwachses aus den jüngsten Zukäufen stammen sollte. Aber auch ohne diesen Effekt dürfte Symrise zugelegt haben. Damit würde Symrise trotz der Corona-Krise an das Ergebnis der ersten Monate anknüpfen. Das Unternehmen legt die Zahlen für das erste Halbjahr am 6. August vor.

Dann wird sich Symrise auch zu den Jahreszielen äußern. Bisher lautet das Ziel für 2020, schneller zu wachsen als der globale Duftstoffe- und Aromenmarkt, für den ein Plus von rund 4 Prozent erwartet wird. Mit den Halbjahreszahlen dürfte es dann auch - wie immer erst zum Halbjahr - Aussagen zur Gewinnentwicklung geben.

Alles in allem sollten die Resultate für die ersten sechs Monate des Jahres trotz der Corona-Spuren die Erfolgsgeschichte des Konzerns, die 1874 ihren Anfang genommen hat, untermauern. Damals hatten zwei Chemiker aus Holzminden ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Vanillearoma, dem Vanillin, entwickelt. Sie gründeten das Unternehmen Haarmann & Reimer, das 1953 von Bayer gekauft wurde.

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