Evonik-Chef gegen Recht auf Homeoffice und für Soli-Beibehaltung

Nachrichtenagentur: news aktuell
11.07.2020, 02:10  |  338   |   |   
Düsseldorf (ots) - Evonik-Chef Christian Kullmann hält nichts vom Recht auf
Homeoffice, das der Bundesarbeitsminister plant. "In der Verwaltung ist manches
denkbar, eine Chemieanlage aber kann man nicht vom Wohnzimmer aus fahren. Ein
Recht auf Homeoffice, wie es Hubertus Heil fordert, lehne ich ab", sagte
Kullmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). "Das ist ein Angriff auf
die Tarifautonomie, erstaunlich für einen Sozialdemokraten."

Ebenso lehnt er die von SPD-Chefin Saskia Esken geforderte Vermögensabgabe zur
Finanzierung der Rettungspolitik ab: "Eine solche Neidgebühr würde viele
Mittelständler treffen, deren Vermögen vor allem in Maschinen und Anlagen
steckt." Eine Beibehaltung des Soli würde er hingegen begrüßen: "Schon eher habe
ich Verständnis für die Beibehaltung des Soli für die oberen zehn Prozent der
Steuerzahler. Wir werden bald die Debatte bekommen, wer Rettungsschirme und
Konjunkturprogramme bezahlt. Da wäre eine Verschiebung der Soli-Senkung für
Topverdiener eine faire Maßnahme", so Kullmann.

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