In USA inhaftierter ehemaliger VW-Manager soll nach Deutschland ausgeliefert werden

Nachrichtenagentur: news aktuell
12.07.2020, 20:35  |  164   |   |   
Hagen (ots) - Der im Zusammenhang mit dem Abgasskandal in den USA inhaftierte
ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt soll nach Deutschland ausgeliefert werden.
Das berichtet die WESTFALENPOST (online und Montag-Ausgabe) unter Berufung auf
Schmidts Anwalt Alexander Sättele. Schmidt soll am kommenden Donnerstag vor
einem Bezirksgericht in Detroit im US-Bundesstaat Michigan aussagen. "Es handelt
sich bei dem Termin um eine formale Anhörung, ob Herr Schmidt einer Auslieferung
nach Deutschland zustimmt", bestätigte Sättele der WESTFALENPOST. Seine
Überführung in die Heimat hat der heute 51-jährige Ingenieur bereits vor zwei
Jahren beantragt.

Ein Bundesgericht in Detroit hatte Schmidt am 6. Dezember 2017 wegen
Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu einer
siebenjährigen Gefängnisstrafe und zu einer Geldstrafe in Höhe von 400.000
Dollar verurteilt. Volkswagen entließ ihn noch im selben Monat.

Ob Schmidt den Rest seiner Haftstrafe in Deutschland absitzen müsse, werde nach
der Auslieferung ein deutsches Gericht entscheiden, sagte Sättele. Seinem
Mandanten, der in der Haftanstalt Milan in Michigan einsitzt, gehe es den
"Umständen entsprechend gut".

Volkswagen wollte sich gegenüber der WESTFALENPOST nicht zum
Auslieferungsverfahren äußern. Unabhängig davon sei die arbeitsrechtliche
Auseinandersetzung mit Schmidt wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten,
sagte ein Sprecher der Zeitung.

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Westfalenpost
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