Inflation ist der Hauptgrund, warum die Schere zwischen arm und reich auseinander geht

Gastautor: Markus Ross
13.07.2020, 10:19  |  756   |   |   

Unbestreitbar geht seit einigen Jahren die Schere zwischen arm und reich in den westlichen Industrieländern stark auseinander. Die meisten sind sich auch darüber einig, dass das keine gute Tendenz ist. Über die Ursachen streiten sich allerdings die Geister.

Von Linken wird der Kapitalismus, die freie Marktwirtschaft, für diese Entwicklung verantwortlich gemacht, getreu dem Motto, der Kapitalismus begünstige die Reichen und würde zu ungerechten Entwicklungen führen. Ein bekannter und viel zitierter Vertreter dieser Theorie ist zum Beispiel Thomas Piketty.

Wenn man allerdings die Zusammenhänge richtig betrachtet, erkennt man, dass zur selben Zeit – etwa im Jahr 1971 –, dem Jahr, in dem die Schere wieder begann sich auseinanderzubewegen, US-Präsident Richard Nixon die Golddeckung des US-Dollars und damit letztlich aller westlichen Währungen aufgehoben hatte. Diese Aufhebung der Golddeckung ist vor dem Hintergrund erfolgt, dass Amerika viele teure kriegerische Abenteuer zu finanzieren hatte und die dafür notwendigen zusätzlichen US-Dollar nicht mit Gold hinterlegt werden konnten.
Seitdem haben fast alle westlichen Regierungen ihre Währungen massiv inflationiert und die Staatsverschuldung in die Höhe getrieben – wie man sieht zu Lasten der ‚kleinen Leute‘.

Inflation ist eine verdeckte Steuer, die primär zulasten der ‚Kleinen‘ geht, die nicht über geeignete Investments von der Inflationierung profitieren können oder sich über Investments gegen eine Geldentwertung absichern können.

In den Zeiten bis 1971, in denen die freie Marktwirtschaft halbwegs maßvoll reguliert worden war, war die Wohlstandsentwicklung weitestgehend allen zugute gekommen und die Schere zwischen arm und reich war – unter Schwankungen - zusammengegangen.

Wenn wir die Welt gerechter machen wollen, dann müssen wir zu allererst die Macht der Staaten und der Bürokratie begrenzen und in diesem Zuge auch für Geldwertstabilität sorgen. Letztere kann langfristig nur gewährleistet werden, wenn eine ungehinderte staatliche Geldschöpfung und Inflationierung dauerhaft verhindert werden kann. Das lässt sich am besten erreichen über die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols oder alternativ über eine nicht reversible Golddeckung der Währungen oder auch die Zulassung von Privatwährungen, mit der staatliche Währungen konkurrieren müssen. Sobald staatliche Währungen eine Konkurrenz in Form alternativer Währungen – zum Beispiel auch Kryptowährungen – haben, werden den staatlichen Manipulationsmöglichkeiten Grenzen gesetzt, denn haben die Bürger eine ‚Fluchtmöglichkeit‘. Die Begrenzung der staatlichen Inflationsmöglichkeiten ist der wichtigste Schritt in Sachen Wohlstand für alle.

„Der Wettbewerb ist das großartigste und genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte.“
Franz Böhm

Chart (Piketty, MR)

Autor: Markus Ross

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