Marktkommentar: Vincent Vinatier (AXA IM): Auch in einer bargeldlosen Welt wird bezahlt
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Marktkommentar Vincent Vinatier (AXA IM): Auch in einer bargeldlosen Welt wird bezahlt

Nachrichtenquelle: Asset Standard
24.07.2020, 11:35  |  227   |   |   

Neben vielen Auswirkungen der Pandemie, die noch nicht valide prognostizierbar sind, ist die Entwicklung hin zu einer bargeldloseren Gesellschaft sehr deutlich.

Neben vielen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die noch nicht valide prognostizierbar sind, ist die Entwicklung hin zu einer bargeldloseren Gesellschaft sehr deutlich. Vincent Vinatier, Portfoliomanager des Fintech Fonds von Framlington Equities bei AXA Investment Managers ist davon überzeugt, dass sich diese Entwicklung nicht mehr umkehren wird und dass die größten Profiteure jene Unternehmen sein werden, die bargeldlose Überweisungen ermöglichen oder die Sicherheit solcher Transaktionen garantieren. 

Bargeldlose Gesellschaften sind nicht neu

Die Bedeutung von E-Commerce und damit auch bargeldloser Finanztransaktionen nimmt bereits seit Jahren kontinuierlich zu. Auch das Konzept einer bargeldlosen Gesellschaft ist keine neue Erfindung. So zirkulierte im Jahr 2019 in Schweden nur noch rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Form von Bargeld[1]. Durch die Corona-Pandemie hat sich diese Entwicklung nun aber auf einem globalen Level noch mal deutlich beschleunigt. „Seit sich die Corona-Pandemie weltweit ausgebreitet hat und große Teile der Weltbevölkerung unter Ausgangsbeschränkungen stehen, hat die Nutzung von E-Commerce-Lösungen deutlich zugenommen“, sagt Vinatier. „Immer mehr Menschen kaufen alles online – von Lebensmitteln und Medikamenten bis hin zu Unterhaltungsprogrammen.“ Im April 2020 verzeichnete der Online-Einzelhandel etwa ein Wachstum von 209 Prozent gegenüber dem Vorjahr[2], Amazon bezifferte seinen Umsatz des ersten Quartals 2020 mit rund 75 Billionen US-Dollar[3] und in China wird mit einem Wachstum des Online-Marktes für Lebensmittel von 62,9 Prozent im Jahr 2020 gerechnet[4]. Selbst kleinere Einzelhändler wurden durch die Pandemie dazu gezwungen, ihre Produkte online zu vertreiben und nutzen dafür zum Beispiel Sales-Channel von Social Media-Plattformen wie Facebook[5].

Zahlungsabwickler profitieren von der Krise

Deutliche Profiteure dieser Tendenzen sind Unternehmen, die getätigte Zahlungen abwickeln. Exemplarisch dafür steht etwa der 1. Mai 2020, an dem das Transaktionsvolumen von Paypal größer war als an den beiden Shoppingtagen Black Friday und Cyber Monday im Jahr 2019. Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich die Zahl der aktiv genutzten Accounts bei Paypal um zehn Millionen erhöht und für das zweite Quartal wird mit einem erneuten Zuwachs von 15 bis 20 Millionen Accounts gerechnet[6]. Für das Jahr 2022 wird weltweit erstmals mit einer Billion bargeldloser Transaktionen[7] gerechnet, die insgesamt ein Volumen von bis zu 5,7 Billionen US-Dollar haben werden[8]. Das entspräche einer Verdreifachung der Transaktionen und einer Verfünffachung des Volumens gegenüber dem Jahr 2013.  

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