CEO Hannes Niederhauser bleibt mit S&T auf Kurs S&T: Wird die Prognose wieder angehoben?

28.07.2020, 00:02  |  3340   |   |   

S&T-Chef Hannes Niederhauser hat Ende März wegen der Corona-Pandemie und den Auswirkungen auf das operative Geschäft die einstige Prognose für 2020 kassiert. Beim Umsatz sollte ein Niveau von mindestens 1.25 Mrd. Euro erreicht werden. Das EBITDA wurde auf 130 Mio. Euro taxiert. Im Mai formulierte der CEO eine neue Prognose: Erwartet wird nunmehr ein Umsatz von 1.15 Mrd. Euro bei einem EBITDA von 115 Mio. Euro. Beide Werte liegen leicht über dem Niveau des Vorjahres.

S&T wird somit auch in 2020 weiterwachsen und auch erstmals eine EBITDA-Marge von 10 % zeigen. Unabhängig der reduzierten Erwartungen hat der Österreicher ein starkes Q1 präsentiert. Der Umsatz schnellte um 20 % auf 270 Mio. Euro nach oben. Das Bruttoergebnis stieg um fast 40 % auf 107.8 Mio. Euro und damit auf einen neuen Rekordwert. Beim EBITDA lag das Plus bei 18.2 % und stieg auf 25 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie erreichte einen Wert von 15 Cent.

„Das 1. Quartal verlief für die S&T AG somit insgesamt sehr positiv, war aber ab März durch die ersten signifikanten Einflüsse der Covid-19-Pandemie belastet. Während Branchen wie Luftfahrt, Entertainment oder Tourismus derzeit komplett wegbrechen, sieht die S&T-Gruppe in der Kommunikations- und Medizintechnik sowie dem Onlinehandel Zuwächse“, so Niederhauser. Insgesamt belastete die zu Jahresanfang in Asien begonnene Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Lieferketten das Ergebnis der S&T-Gruppe mit rund 1.8 Mio. Euro. Per Ende März verbesserte sich der Orderbestand von 841 auf 873 Mio. Euro.

S&T kann sich der Entwicklung, die durch Corona teilweise doch stark belastet ist, nicht ganz entziehen. Gut möglich, dass sich das Unternehmen aber doch besser entwickelt als von Niederhauser erwartet. Wir rechnen mit einem relativ robusten Zahlenwerk für das 2. Quartal. Den Umsatz schätzen wir auf über 250 Mio. Euro und damit leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals. Das EBITDA erwarten wir auf dem Niveau des Q1 2020 und somit bei ebenfalls 25 Mio. Euro. Grund für die trotz Krise ganz gute Entwicklung ist die Nachfrage in der Medizintechnik. Sie bewegt sich auf einem extrem hohen Niveau dank der Orders von GE Healthcare und Drägerwerk. S&T liefert der Branche Steuerungen für die Beatmungsgeräte. Mit der Medizintechnik erzielten die Österreicher in 2019 einen Umsatz von 140 Mio. Euro. 2020 könnte sich der Beitrag aus dieser Sparte auf 180 bis 200 Mio. Euro belaufen. Ebenfalls positiv machen sich Investitionen in den Bereichen Smart Factory bzw. Industrie 4.0 bemerkbar. Erfreulich entwickelt sich auch das zugekaufte Geschäft der Kapsch CarrierCom AG. Wie Sie vielleicht wissen, ist das ein Anbieter von Kommunikationslösungen für Mission-Critical Networks. Der Schwerpunkt liegt hier auf Planung, Entwicklung, Aufbau und Wartung von GSM-R (Global Systems for Mobile Communications-Railways) Netzen und deren Weiterentwicklung in Richtung FRMCS (Future Railway Mobile Communication System). Weniger gut laufen allerdings die Avionik-Produkte von S&T, da zahlreiche Fluggesellschaften von Corona massiv betroffen sind. Mit Airlines erzielt das Unternehmen einen Umsatz von 40 bis 50 Mio. Euro, der sich in 2020 merklich reduzieren wird. Auch der Bereich Smart Energy ist zum Erliegen gekommen. In der Summe könnte sich S&T dennoch besser entwickeln als geplant. Erholt sich die Wirtschaft in den nächsten Wochen weiter, stehen die Chancen gut, dass Niederhauser die Prognose für 2020 wieder nach oben anpassen muss.

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