Rendite und Qualität Mit Dividendenperlen zu mehr Rendite – Allianz, BASF, Bayer und mehr

28.07.2020, 15:57  |  27263   |   |   

Die laufende Berichtssaison gibt einen Einblick, wie tief die Spuren sind, die die Corona-Krise hinterlassen hat. „Die Kurse sind den Fundamentaldaten weit vorausgeeilt und die Bewertung ist deutlich angestiegen. Dies zeigt sich auch bei den Dividenden“, schreibt die DZ-Bank in ihrer aktuellen Dividendenanalyse. „Seit Jahresbeginn wurden die Ausschüttungserwartungen in Europa um rund 25 Prozent reduziert“, so weiter.

Die EZB hat den europäischen Banken empfohlen, bis Anfang 2021 gar keine Dividende auszuschütten. Insgesamt hat die Welle von Dividendenkürzungen und -streichungen aus dem März und April etwas nachgelassen.

Deutlich stabiler entwickelten sich die Dividenden an den US-amerikanischen Märkten. „Die Ursachen dafür sind nicht nur in regionalen Unterschieden auszumachen, sondern auch in der Sektor-Zusammensetzung“, schreiben die Experten der DZ-Bank. „Die innovativere Aufstellung hat in den vergangenen Jahren die Entwicklung der amerikanischen Indizes beflügelt und der stärkere Fokus auf die „alten“ Sektoren hat die europäischen Indizes belastet.“

Aktuell liefert der DAX nur noch eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent, der Euro Stoxx von 3,4 Prozent, sechs bis zehn Prozent unter dem historischen Durchschnitt. Anleger, die genau hinschauen, können trotzdem weitere attraktive Renditen finden. Das erklärt Motley Fool-Autor Vincent Uhr im Gespräch mit wallstreet:online. „Defensive Aktien liefern in Krisenzeiten oft die besseren Renditen. Zu den klassischen defensiven Werten gehören beispielsweise Versorger oder Energiekonzerne. Interessant aus Dividenden-Sicht sind auch REITs (Real Estate Investment Trust). Die führen aber in Deutschland noch ein Schattendasein.“

Zu den defensiven Werten gehören auch die Versicherer. „Münchener Rück und Allianz zahlen weiter stabile Dividenden“, so Vincent Uhr. „Wichtiger als das ist: Die operativen Zahlen stimmen. Trotz des schwierigen Umfelds durch Corona haben diese Unternehmen genug Puffer, um Dividenden zu zahlen.“

Die Landesbank Baden-Württemberg LBBW hat deutsche und europäische Dividendentitel unter die Lupe genommen. Das Ranking berücksichtigt neben der reinen Rendite auch die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen. Im DAX-Ranking der LBBW landen BASF, Allianz, Bayer, Vonovia und die Münchner Rück in den Top 5.

 

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Besonders langfristig orientierte Anleger profitieren von der Beständigkeit der so genannten Dividendenaristokraten. „Es ist grundsätzlich ratsam, die Dividenden so lange wie möglich zu reinvestieren. So kann man besser vom Zinseszins profitieren“, sagt Fool-Experte Vincent Uhr.

Wer mit Dividenden fürs Alter vorsorgen und seine monatliche Rente aufbessern will, hält besonders nach solchen Qualitätsaktien Ausschau. „Wer sich eine Rente aus Dividendenzahlungen aufbauen will, braucht ein entsprechend großes Portfolio mit hoher Qualität“, erklärt Vincent Uhr. „Und auch dann sollte man immer einen finanziellen Sicherheitspuffer haben, um mögliche Krisen zu überbrücken.“

 

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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