Die Dividende von AT&T ist trotz sinkender Gewinne sicher – hier ist der Grund dafür

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
31.07.2020, 09:18  |  1064   |   |   

AT&T (WKN: A0HL9Z) hat soeben die Ergebnisse des zweiten Quartals veröffentlicht. Es überrascht nicht, dass COVID-19 zu einem Rückgang der bereinigten Gewinne um fast 7 % gegenüber dem Vorjahresniveau beigetragen hat. Doch das Unternehmen hat seinen 5G-Dienst landesweit gestartet, was die von der Pandemie oder Quartalsberichten kommenden schlechten Nachrichten ausgleichen könnte.

Wenn man sich jedoch den Gewinnbericht genau ansieht, stellt man fest, dass der Nettogewinn in den letzten sechs Monaten nicht mit den Dividendenzahlungen Schritt gehalten hat. Zum Glück für AT&T-Investoren hat sich das Unternehmen mit diesem Problem befasst, und einkommensorientierte Investoren sollten sich um die Dividende keine Sorgen machen.

Warum die Dividende einige Investoren beunruhigen könnte

In den vergangenen sechs Monaten hat AT&T ein Nettoeinkommen von 6,526 Milliarden Dollar erzielt. Das ist deutlich niedriger als die 8,322 Milliarden Dollar, die in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 erwirtschaftet wurden. Bedauerlicherweise beliefen sich die Dividendenausgaben für die ersten sechs Monate des Jahres 2020 auf 7,474 Milliarden Dollar, fast 1 Milliarde Dollar mehr als der Reingewinn im bisherigen Jahresverlauf. Damit liegt die Ausschüttungsquote, das heißt der Prozentsatz des Nettogewinns, der auf die Dividende entfällt, bei deutlich über 100 %.

Auf den ersten Blick ist dies aus vielen Gründen besorgniserregend. Die 5G-Umstellung und die Akquisitionen der letzten Jahre haben das Unternehmen mit hohen Kosten konfrontiert. Aus diesem Grund weist AT&T heute langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von fast 153,4 Milliarden Dollar auf. Zieht man die Verbindlichkeiten von den Vermögenswerten ab, so verbleibt dem Unternehmen ein Eigenkapital von knapp 193,5 Milliarden Dollar. Dies kommt zu der bereits hohen Schuldenlast noch hinzu.

Darüber hinaus ist AT&T aufgrund der seit 1985 jedes Jahr vorgenommenen Auszahlungserhöhungen ein Dividendenaristokrat. Dies hat zu einem langfristigen Trend steigender Dividenden und einem stagnierenden Aktienkurswachstum beigetragen. Somit beträgt die jährliche Dividende von 2,08 Dollar pro Aktie nun etwa 7 %.

Während dies für einkommensorientierte Investoren attraktiv ist, sieht sich AT&T auch einem enormen Druck ausgesetzt, die Dividendenerhöhungen fortzusetzen. Zahlreiche Fonds und Investoren halten AT&T-Aktien aufgrund des Status als Dividendenaristokrat. Wenn sich diese Aktionäre zum Verkauf entscheiden, könnte es Jahre dauern, bis sich die AT&T-Aktie wieder erholt.

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