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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.07.2020, 16:10  |  129   |   |   

GLOBAL GOLD Interview mit Marko Querfurth: 11 Fragen zum Thema Rücklagen- und Vermögensschutz
Berlin (ots) - Zur Person:

Marko Querfurth ist Vorstand beim Bund der Steuerzahler Sachsen e. V., Experte für Rücklagen- & Vermögensschutz und nachgefragter Referent zum Thema Staatsverschuldung und ihre Auswirkungen auf unsere Ersparnisse. Er berät Privatinvestoren, Organisationen und Unternehmen und ist Berater und Direktor der GLOBAL GOLD AG (https://www.globalgold.ag/) .

1. Herzlich willkommen, Herr Querfurth! Sie sind Vorstand beim Bund der Steuerzahler in Sachsen. Welchen Zusammenhang gibt es hier zum Thema Gefährdung von Rücklagen und Vermögen?

Marko Querfurth:

Die Vorstandstätigkeit bezieht sich vor allem auf den Mitgliederservice. Der Verband ist die Stimme der Steuerzahler und befasst sich neben Steuerverschwendungen und der Optimierung von Steuergesetzen auch mit der Frage der nachhaltigen Finanzierung eines leistungsfähigen Staates. Diese könnte bei einem weiteren ungünstigen Verlauf der aktuellen Krise in Gefahr geraten. Seit Beginn der Corona-Krise erhalten wir viele Fragen von Mitgliedern bzgl. der nachhaltigen Krisenfinanzierung. Vermehrt kommen auch Fragen zur Sicherheit von Vermögenswerten, da Vermögensabgaben mittlerweile als denkbares Szenario diskutiert werden. Den deutschen Steuerzahler würde das besonders hart treffen, da er einerseits die weltweit höchste Abgabenlast schultert, andererseits seine Ersparnisse im europäischen Vergleich zu den geringsten Pro-Kopf-Vermögen zählen. Um das Thema Rücklagen- und Vermögensschutz inhaltlich zu vertiefen, wurde zu Forschungszwecken und zur Aufklärung die Arbeitsgemeinschaft "Rücklagen- und Vermögensschutz" gegründet.

2. Welche besonderen Risiken sehen Sie derzeit?

Marko Querfurth:

Einerseits existieren derzeit erhebliche Marktrisiken. Immobilien, Anleihen und Aktien sind überhitzt, die Nullzins-Dekade seit 2010 gefährdet Zinsprodukte bei Banken und Versicherungen. Andererseits führt die im Grundgesetz verankerte Sozialpflichtigkeit von Vermögen und Eigentum zu einem ernstzunehmenden Risiko, dass der Staat zur Aufrechterhaltung seiner Leistungsfähigkeit derzeitige und künftige Lasten mit privaten Vermögenswerten ausgleichen muss, wie es z.B. 1952 mit dem Lastenausgleichsgesetz umgesetzt wurde.

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