Warren Buffett kauft jetzt Aktien: Heißt das, dass die Börsen eher steigen oder fallen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.08.2020, 08:48  |  186   |   |   

Warren Buffett hat es in den letzten Tagen getan: Er hat Aktien gekauft. Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ist er zunächst auf Einkaufstour im Bereich der Infrastruktur und im Energy-Bereich gewesen. Ehe er in den letzten Tagen immer mal wieder bei der Bank of America zugeschlagen hat. Seiner auch im Vorfeld zweitgrößten Position.

Immer mal wieder sind es außerdem Käufe und das Einziehen eigener Anteilsscheine gewesen, über die berichtet wurden. Allerdings besitzt diese Kapitalmaßnahme eine gewisse Regelmäßigkeit. Entsprechend sollten Investoren das nicht überbewerten. Wobei schon auffällig ist, dass die Kaufsumme im Vergleich zum Vorquartal in etwa beim Dreifachen gelegen hat.

Für viele Investoren gibt es jetzt, wo Warren Buffett Aktien kauft, jedoch eine spannende Frage: Heißt das, dass die Börsen eher steigen oder fallen? Eine interessante Frage, auf die wir jedoch eher ausweichend antworten können. Der Blick auf Warren Buffetts Ansatz dürfte dabei jedoch behilflich sein.

Wann kauft Warren Buffett Aktien?

Warren Buffett kauft langfristig natürlich mit der Intention Aktien, dass diese im Wert steigen. Oder aber in sonstiger Weise Renditen generieren. Es wäre natürlich fahrlässig, aus anderen Gründen heraus zu investieren. Allerdings ist das Kaufen, weil Aktien steigen, nicht sein Ansatz.

Nein, Warren Buffett investiert unternehmensorientiert. Das heißt, er investiert immer dann, wenn er ein Unternehmen sieht, das im gefällt. Das impliziert auch, dass er sich die Bewertung ansieht und seine individuellen Rückschlüsse an das Renditepotenzial zieht. Leider heißt das jedoch auch: Für den breiten Markt können wir kaum sagen, ob Warren Buffett jetzt optimistisch ist. Oder pessimistisch.

Dass Warren Buffett jetzt investiert, zeigt im Endeffekt bloß das Folgende: Er scheint die Aktie der Bank of America auf dem aktuellen Niveau für einigermaßen attraktiv bewertet zu halten, weshalb er rund 1,2 Mrd. US-Dollar in die Aktien gesteckt hat. Zudem scheint das Orakel von Omaha zu glauben, dass er mit den Infrastrukturvermögenswerten, die vorher Dominion Energy gehört haben, eine Rendite erzielen kann. Und dass Rückkäufe eigener Aktien langfristig für Investoren Mehrwerte generieren können. Das sind mögliche individuelle Rückschlüsse, die man jetzt ziehen kann.

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