British American Tobacco (BAT) Aktie – Mit 8 Prozent Dividende ein klarer Kauf

Gastautor: Aktienfinder.Net
02.08.2020, 14:54  |  1301   |   |   
Die British American Tobacco (BAT) Aktie wirkt auf Fans hoher Dividenden anziehend wie ein Magnet. Die hohen Kursverluste im Jahr 2018 bei gleichzeitig weiter steigenden Ausschüttungen haben die Dividendenrendite von BAT auf über 8 Prozent getrieben. Die derzeit außergewöhnlich hohe Dividende ist typisch für Tabak-Aktien, deren Kurse massiv unter Druck gekommen sind.
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Gemessen am Umsatz ist BAT das größte Tabakunternehmen der Welt und damit das Flaggschiff der Tabak-Branche. Marken wie Lucky Strike sind dir vermutlich auch als Nichtraucher ein Begriff. Ob der vermeintlich günstige Kurs der BAT Aktie inklusive der hohen Dividende eine außergewöhnliche Chance darstellt oder du dir eher die Finger am Glimmstängel verbrennst, erfährst du in dieser Aktienanalyse.

BAT Aktie
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Land USA
Branche Tabak
Isin GB0002875804
Marktkapitalisierung 64,1 Milliarden €
Dividendenrendite 8,2%
Stabilität Dividende 0,99 von max. 1.0
Stabilität Gewinn 0,98 von max. 1.0

Das Geschäftsmodell: So verdient BAT Geld

BAT ist ein Hersteller von Zigaretten, Tabak und anderen nikotinhaltigen Produkten mit Sitz in London. In der klassischen Zigarettenproduktion deckt BAT die gesamte Prozesskette vom Einkauf der Tabakblätter bis zum Vertrieb an die Händler ab. BAT arbeitet mit über einhunderttausend Tabakbauern zusammen und unterstützt diese mit dem nötigen „Know-How“, um die Qualität des wichtigen Rohstoffes zu gewährleisten. Anschließend erfolgt die Herstellung der Zigaretten, bevor diese schlussendlich an Groß- und Einzelhändler geliefert werden.

Das Produktportfolio aus klassischen Zigaretten und Next-Generation-Products (NGP) beinhaltet mehr als 200 verschiedene Marken. Jedoch werden 40 Prozent des Umsatzes mit nur fünf dieser Marken generiert. Unter den 200 Marken befinden sich auch E-Zigaretten,  mit denen sich potentiell neue Kunden aus dem Kreis der Nichtraucher gewonnen werden können. Bisher vermochte BAT den Rückgang im Zigarettenvolumen durch Preiserhöhungen kompensieren. Zudem steuern die NGP mit 5 Prozent inzwischen einen nennenswerten Beitrag zum Konzernumsatz bei. Zwar besitzt BAT Segment der NGPs noch nicht die Marktmacht, die es im klassischen Zigarettenmarkt besitzt. Die NGP überzeugen aber mit sehr hohen Wachstumsraten:

Wachstumsratender NGP im Jahr 2019 (Quelle: BAT)

Wachstumsratender NGP im Jahr 2019 (Quelle: BAT)

Eine weitere Produktkategorie sind die sogenannten „Tobacco Heating Products“ (THP). Sie ähneln den E-Zigaretten, beinhalten aber Tabak. Dieser wird aber im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten jedoch nicht verbrannt, sondern nur erhitzt. Dadurch sollen weniger gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden. Die NGPs sind der Hoffnungsträger der Tabak-Branche, denn das Absatzvolumen klassischer Zigaretten sinkt seit Jahrzehnten.

Die klassische Zigarette als Auslaufmodell

Die klassische Zigarette hat Tabakkonzernen, wie BAT, lange Zeit stabile wachsende Einnahme beschert. Doch das Zeitalter der Zigarette läuft ab. Schon seit Jahrzehnten sinkt das verkaufte Volumen global mit Ausnahme einiger Regionen in Süd-Ostasien von Jahr zu Jahr. Einerseits wenden sich viele Raucher aus gesundheitlichen Gründen von der Zigarette ab. Auf der anderen Seite wechselt ein Teil der Kunden zu alternativen Produkten wie der E-Zigarette oder der Softdroge Marihuana, die in einigen Ländern inzwischen legalisiert ist.

Rückgang des Zigarettenvolumens in den USA (Quelle: Statista)

Rückgang des Zigarettenvolumens in den USA (Quelle: Statista)

Dieser Strukturwandel stellt die Tabakbranche vor die Herausforderung ihre Produktpalette an das geänderte Konsumentenverhalten anzupassen. Das bestehende Zigarettengeschäft muss möglichst lange profitabel weitergeführt werden, um die operativen Kosten, die Entwicklung neuer Produkte sowie die laufenden Dividenden zu finanzieren.

Der Wandel birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Bezüglich der Risiken ist unklar, wie viele Raucher auf die Next-Generation-Products (NGP) umsteigen. Wenn die Akzeptanz der NGPs ausbleibt, gehen den Tabak-Konzernen langfristig Umsätze verloren. Zwar wird das Gros der bestehenden Raucher in diesem Fall weiter rauchen, aber es kommen immer weniger neue Kunden nach. Auch die Geschwindigkeit der Akzeptanz der NGPs ist entscheidend. Fällt der Umsatz klassischer Zigaretten schneller als das die Umsätze der neuen Produkte wachsen, wird dies ebenfalls zu einem Gewinnrückgang führen.

Die Umstellung bietet allerdings auch die Chance der Gewinnung neuer Kunden. Gerade weil Produkte wie E-Zigaretten oder THP (Tobacco Heating Products) von sich behaupten, gesundheitsverträglicher zu sein, locken sie Kunden an, denen der Konsum klassischer Zigaretten zu schädlich ist. Die Umstellung auf die NGPs ist schon in vollem Gang und lässt sich anhand der Zahlen im Geschäftsbericht 2019 ablesen. Von 2018 auf 2019 legte Umsatz der „New Categories“ um knapp 37 Prozent zu.  Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 5 Prozent der Umsätze durch „Produkte mit Zukunft“ erzielt. Interessanterweise stieg im Jahr 2019 jedoch auch der Umsatz mit klassischen Zigaretten um über 4 Prozent:

Starkes Umsatzwachstum der Next Generation Products (Quelle: BAT)

Starkes Umsatzwachstum der Next Generation Products

Der positive Trend wird durch die am 31.Juli veröffentlichten Halbjahreszahlen bestätigt. Im Halbjahresvergleich zogen die Umsätze sowohl bei klassischen Zigaretten als auch den NGPs erneut an. Allerdings fallen die Umsatzsteigerungen mit 0,3 und + 14,7 Prozent nun deutlich geringer aus, was bei den Zigaretten aber auch an ungünstigen Wechselkursen liegt. Auf Basis unveränderter Wechselkurse wären aus 0,3 deutlich höhere 2,2 Prozent geworden.

Umsatwzwachsum bei Imperial Brands für das erste Halbjahr 2020

Umsatwzwachsum bei Imperial Brands für das erste Halbjahr 2020

Zusammenfassend sehen die wachsenden Umsätze überhaupt nicht nach Krise aus. Woher kommt dann aber die schwache Kursperformance der Aktie? Ich vermute, dass viele Investoren skeptisch sind, ob die Umstellung auf Nachfolgeprodukte der Zigarette allgemein gelingt. Denn wie du gleich sehen wirst, betreibt BAT ein hochprofitables Geschäft.

So profitabel ist BAT

BAT  erwirtschaftet den höchsten Umsatz in der Tabak-Branche und arbeitet hochprofitabel mit operativen Margen von aktuell 41 Prozent, wobei die Margen in den letzten Jahren sogar gestiegen sind. Parallel zu den Margen sind auch die Umsätze im Zeitverlauf gestiegen.

Entwicklung des Umsatzes und der operativen Marge von British American Tobacco

Entwicklung des Umsatzes und der operativen Marge von British American Tobacco

Dafür waren im Wesentlichen 3 Faktoren verantwortlich.

Der Kauf von Reynolds American

In der oberen Grafik ist der starke Umsatzanstieg in den Jahren 2017 und 2018 zu erkennen. Der Grund ist die Übernahme des amerikanischen Tabakunternehmens Reynolds American Inc, die Mitte des Jahres 2017 abgeschlossen wurde. Dabei wurden BAT für das Jahr des Kaufes nur die Umsätze für die zweite Jahreshälfte zugerechnet. Seit 2018 werden die vollständigen Umsätze konsolidiert, was den erneuten Umsatzanstieg in diesem Jahr erklärt. Für BAT war die Übernahme wichtig, um durch Synergieeffekte höhere Margen zu erzielen. Die jährlichen Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen (Seite 10) machen sich im Aktienfinder an den gestiegenen operativen Margen bemerkbar, die im Zuge der Übernahme von 35 auf 41 Prozent gestiegen sind. Für die nächsten Jahre erwarten die Analysten noch höhere operative Margen bis knapp 45 Prozent.

Preiserhöhungen gegen den Absatzschwund

BAT wirkt dem sinkenden Zigarettenabsatz mit Preissteigerungen entgegen. Zwar werden immer weniger Zigaretten verkauft. Wenn die verkauften Zigaretten aber teurer werden, können Umsatzrückgänge vermieden werden. Anbei zu diesem Thema ein Statement von BAT für das Geschäftsjahr 2018:

Statement von British American Tobacco Quelle: Unternehmensbericht (Seite 6)

Statement von British American Tobacco (Quelle: Unternehmensbericht, Seite 6)

Tatsächlich erhöht BAT seit Jahren die Preise seiner Zigaretten. Im Jahr 2019 ist die Anzahl der verkauften Zigaretten um 4,7 Prozent gesunken. Der Umsatz aus dem Zigarettenverkauf ist aber um 4,2 Prozent gestiegen. Die Preiserhöhungen haben also den Rückgang nicht nur aufgefangen, sondern sogar für ein Umsatzplus gesorgt. Besonders zukunftsträchtig ist die Strategie aber nicht. Ich persönlich bin skeptisch, das Konsumenten auch im Fall einer Abhängigkeit die Preiserhöhungen in alle Ewigkeit über sich ergehen lassen (können).

Was kommt nach der Zigarette?

„Next Generation Products“ (NGP), insbesondere E-Zigaretten und „tobacco heating products“ (THP) haben zwar noch lange nicht die Umsatzzahlen von Zigaretten erreicht, beeindrucken aber mit hohen Wachstumsraten. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz der NGPs um fast 37 Prozent gestiegen, und ihr Gesamtumsatz betrug im Jahr 2019 bereits über 1.2 Milliarden britische Pfund (GBP), also knapp 5 Prozent des Gesamtumsatzes und etwa 5.5 Prozent des Zigarettenumsatzes. Laut der neuesten Zahlen für das erste Halbjahr 2020 der Umsatzanteil der NGPs deutlich auf 10 Prozent gestiegen. Mit solchen Wachstumsraten gelten die NGPs zu Recht als Hoffnungsträger der gesamten Tabakindustrie. Wenn die NGPs zünden, kann das rückläufige Zigarettenvolumen aufgefangen werden und BAT ist zudem nicht länger auf die Strategie der Preissteigerungen angewiesen.

Umsatzwachstum von E-Zigaretten und THP (Datenquelle: BAT)

Umsatzwachstum von E-Zigaretten und THP (Datenquelle: BAT)

Ist die Dividende der BAT Aktie sicher?

Bis 2018 hat BAT die Dividende halbjährlich gezahlt. Seit 2018 erfolgt die Ausschüttung quartalsweise. In den vergangenen 12 Monaten haben die Aktionäre 2,27 Euro erhalten, was einer Dividendenrendite von 7,6 Prozent entspricht. Damit liegt die Rendite deutlich über dem Durchschnitt früherer Jahre. Im Dividendenturbo des Aktienfinders siehst du, dass sich die Dividendenrendite von BAT von 2009 bis 2018 zwischen 3 und 5 Prozent bewegt hat. Seit 2018 ist die Rendite in erster Linie wegen des sinkenden Aktienkurses stark gestiegen. Da sich die Dividendenrendite invers zum Kurs bewegt, steigt sie, wenn der Kurs der Aktie fällt.

Historische Dividendenrendite von British American Tobacco

Historische Dividendenrendite von British American Tobacco

Erfreulicherweise hat sich die Auszahlungsquote in diesem Zeitraum kaum verändert und liegt auf den Free-Cash-Flow bezogen bei knapp 70 Prozent. Das mag zunächst hoch klingen, ist für die Tabakbranche aber normal. Die Dividende scheint also nicht unmittelbar gefährdet zu sein. Außerdem wird die Dividende bereits seit 21 Jahren ohne Unterbrechung erhöht. Trotz steigender Gewinne und Dividenden kostet die Aktie heute nicht mehr als im Frühjahr 2011, als sich Aktionäre noch mit einer Dividende in Höhe von 1,19 Britischen Pfund (GBP) zufrieden gaben. Heute bekommst du 2,07 GBP.

Kursverlauf British American Tobacco

Kursverlauf British American Tobacco

Ist die hohe Verschuldung ein Problem?

Die Reynolds Akquisition war für BAT strategisch sinnvoll. Sie kostete aber auch eine Stange Geld. Dadurch sind die Schulden von 31 Milliarden GBP auf 80 Milliarden GBP angestiegen.

Entwicklung der Verschuldung von British American Tobacco

Entwicklung der Verschuldung von British American Tobacco

Mehr Schulden bedeuten eine höhere Zinslast. Vor der Übernahme im Jahr 2016 betrug der Zinsaufwand 681 Millionen GBP. Letztes Jahr waren es mit 1,8 Milliarden GBP fast drei Mal mehr. Das mag dramatisch klingen, ist es aber nicht. Denn parallel zum Zinsaufwand stieg auch der operative Gewinn. Dieser lag 2016 noch bei 4,6 Milliarden GBP und ist bis 2019 auf 9 Milliarden GBP gestiegen. Der Anteil am operativen Gewinn, der für Zinsen aufgewendet wird, ist also nur moderat von 15 auf 20 Prozent gestiegen. Dennoch sind 20 Prozent ein nicht zu vernachlässigender Anteil. Entsprechend hat das Management angekündigt, die Schulden stückweise zu reduzieren und kann dabei sogar auf erste Erfolge verweisen. So wurde die Gesamtverschuldung von Spitze 80,6 Milliarden GBP auf derzeit 76,8 Milliarden gesenkt.

Wie schlägt sich die BAT Aktie gegen die Konkurrenz?

BAT gehört zur Gruppe der fünf großen Tabakunternehmen der Welt, die als „Big Tobacco“ bezeichnet wird.

Big Tobacco im Aktienfinder

Big Tobacco im Aktienfinder

Die BAT Aktie schlägt sich wacker im Vergleich mit der Konkurrenz aus der „Big Tobacco Gang“ und liegt mit einer Dividendenrendite von etwas über 8 Prozent gleichauf mit Altria und Japan Tobacco im Mittelfeld.

Jedes Bandenmitglieder der Big Tobacco Gang ist bei der Consorsbank sparplanfähig. Dank eines reichhaltigen Angebots an sparplanfähigen Aktien und fairer Preise ist die die Consorsbank bei Aktien-Sparplänen zu Recht die Nummer Eins. Mit unserem Starterpaket kombinierst du den Sparplanbroker Nummer Eins mit dem beliebtesten Aktienfinder Deutschlands zum Nulltarif.

Die außergewöhnlich hohe Dividendenrendite von Imperial Brands hat nicht lange Bestand, weil deren Dividende um 33 Prozent gekürzt wird. Der Aktienfinder berechnet die Dividendenrendite basierend auf den kumulierten Zahlungen der letzten 12 Monate, so dass diese für Imperial Brands höher als in der nahen Zukunft ausfällt. Anhand weiterer Kennzahlen wie dem geschätzten Dividendenwachstum sowie grafisch lässt sich die Dividendenkürzung jedoch leicht erkennen:

Imperial Brands inklusive Dividendenkürzung im Dividenden-Turbo

Imperial Brands inklusive Dividendenkürzung im Dividenden-Turbo

Ist die BAT Aktie günstig bewertet?

Die BAT Aktie wird zurzeit zu einem KGV von 11 gehandelt und ist damit sehr günstig bewertet, denn in der Vergangenheit wurde  die Aktie mit deutlich höhere KGVs von zeitweise bis 20 gehandelt. Auch andere Multiples, beispielsweise KCV (Kurs/Cash-Flow Verhältnis) und die historische Dividendenrendite weisen auf eine deutliche Unterbewertung hin. Für die Bestimmung der Multiples zur Berechnung der fairen Werte beziehe ich mich auf einen relativ kurzen Zeitraum ab dem Jahr 2017, da dieser Zeitraum das neue BAT nach der Reynolds Übernahme widerspiegelt. Die Dynamische Aktienbewertung des Aktienfinders berechnet aus diesen Angaben die faire Werte und zeigt diese grafisch an:

British American Tobacco in der Dynamischen Aktienbewertung

British American Tobacco in der Dynamischen Aktienbewertung

In Folge der massiven Kursverluste von über 55 GBP auf zeitweise unter 25 GBP erscheint die BAT Aktie heute deutlich unterbewertet. Bis Mitte 2017 war die Aktie übrigens deutlich überbewertet. Auf eine markante Überbewertung folgte eine ebenso markante Unterbewertung.

Als solider Dividendenzahler scheint mir der faire Wert Dividende zusätzlich zu den fairen Werten basierend auf bilanziertem Gewinn, bereinigtem Gewinn und operativem Cash-Flow eine geeignete Bewertungskennzahl zu sein. Die Sprünge des fairen Werts Dividende (blaue Linie) in der Vergangenheit sind übrigens der Umstellung des Dividendenrythmus geschuldet. Der faire Wert Dividende liegt bei 38 GBP pro Aktie und ist damit 40 Prozent höher als der aktuelle Preis von 27 GBP. In der folgenden Tabelle siehst du, wie sich die BAT Aktie bezüglich des fairen Werts Dividende gegen die anderen Tabakunternehmen schlägt.

Bewertungen der Big Tobacco Unternehmen

Bewertungen der Big Tobacco Unternehmen

Der Prozentwert gibt das Verhältnis aus Preis und dem fairen Wert Dividende aus dem Aktienfinder an. Unter der 100 Prozent Marke ist eine Aktie unterbewertet. Die Differenz zu den 100 Prozent gibt dabei das Ausmaß der Unterbewertung an. Die BAT Aktie ist also 29 Prozent unterbewertet. Zu ihrem fairen Wert hat die Aktie ein Kurspotenzial von 40 Prozent. In der Tabelle erkennst du, dass die anderen Tabakunternehmen ebenfalls unterbewertet erscheinen. Wenn man bedenkt, dass BAT nicht nur durch eine hohe Dividende sondern auch eine gelungene Übernahme inklusive hoher Margen überzeugt, ist die BAT Aktie innerhalb der Tabak-Branche meiner Meinung nach eine gute Wahl. Zumal die Analysten für BAT trotz der Pandemie ein Gewinnwachstum prognostizieren, was sich an steigenden fairen Werten der nächsten Jahre fest macht.

Fazit: BAT Aktie – Mit 8 Prozent Dividende ein klarer Kauf

Die BAT Aktie musste wie die gesamte Tabakbranche in den letzten Jahren Federn lassen. Die Angst vor den negativen Folgen der Zigarette als Auslaufmodell sorgte für einen regelrechten Ausverkauf. Meiner Meinung nach hat Mister Markt mal wieder über die Stränge geschlagen, denn Preiserhöhungen konnten den sinkenden Zigarettenverkauf bisher problemlos ausgleichen. Zudem hat BAT die NGPs im Portfolio, deren Absatzvolumen stark anzieht. Auch mögliche Bedenken, dass die Corona Pandemie Raucher zur Aufgabe bewegen wird, haben sich bisher nicht bestätigt.

Die fundamentale Stärke von BAT inklusive hoher Profitabilität und weiterem Wachstumspotenzial macht BAT Aktie zu einem attraktiven Kauf. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt und die BAT Aktie in mein privates Depot gekauft. Bis sich Mister Market beruhigt und den fairen Wert der Aktie erkennt, werde ich als Aktionär mit einer stattlichen Dividende für das Warten bezahlt.

 

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