Tausende von Robinhood-Anlegern wollen von einem Börsencrash profitieren

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.08.2020, 06:06  |  568   |   |   

Es war nie ein besserer Zeitpunkt für junge Leute, um mit dem Investieren zu beginnen, und viele haben sich an die Robinhood-Mobil-App gewandt, um ihre ersten Aktien zu kaufen. Die Aktien, die Robinhood-Investoren kaufen, haben viele Debatten über ihre Eignung für Leute ausgelöst, die neu an der Börse sind. Dies macht deutlich, dass auch viele junge Leute, ihr Geld für sich arbeiten lassen wollen.

Doch Tausende von Robinhood-Investoren vertreten bei Aktien sogar die gegenteilige Meinung. Anstatt gute Zeiten zu erwarten, haben diese pessimistischen App-Nutzer ihre Aufmerksamkeit auf ETFs gerichtet, die an die Volatilität der Aktienmärkte gebunden sind. Diese volatilen ETFs steigen in der Regel im Wert, wenn die Aktien fallen, aber ihre langfristigen Ergebnisse lassen viel zu wünschen übrig.

Der Gedanke hinter Volatilitäts-ETFs

Fondsunternehmen entwarfen Volatilitäts-ETFs, um den so genannten S&P Volatility Index, oder kurz VIX, abzubilden. Viele Marktteilnehmer bezeichnen den VIX als “Angst-Index”, weil er dazu tendiert, bei einem starken Marktrückgang nach oben zu steigen, aber dann wieder zu sinken, wenn sich der Markt erholt.

Volatilitäts-ETFs weisen unterschiedliche Merkmale auf, und insbesondere drei davon haben ihren Weg in die Portfolios zahlreicher Robinhood-Investoren gefunden. Der beliebteste ist der ProShares Ultra VIX Short-Term (WKN:A2N46R), den mehr als 16.000 Anleger in ihrem Depot haben. Der iPath Series B S&P 500 VIX (WKN:06746L) bringt es auf fast 5.400 Anleger, und weitere 3.400 Robinhood-Nutzer besitzen Aktien des ProShares VIX Short-Term Futures (WKN:A2DY2P).

Zwei dieser ETFs haben die gleichen Anlageziele, aber einer ist anders. Der reguläre ProShares ETF und der iPath versuchen, eine tägliche Rendite zu erzielen, die genau der täglichen Veränderung der kurzfristigen Futures-Kontrakte entspricht, die den VIX nachbilden. Der ProShares Ultra ETF ist so konzipiert, dass er eine gehebelte Rendite bietet, die dem 1,5-fachen der täglichen Veränderung der VIX-Futures entspricht.

Volatilitäts-ETFs können extrem gut funktionieren, wenn die Märkte über kurze Zeiträume einbrechen. Betrachte dieses Best-Case-Szenario, das sich während der Coronavirus-Baisse ereignete:

  • Der reguläre ProShares Volatilitäts-ETF stieg vom 19. Februar bis zum 18. März um 405 %.
  • Der iPath-Fonds schnitt mit einem Plus von 409 % etwas besser ab.
  • Der gehebelte ProShares Ultra ETF explodierte sogar noch höher, mit Gewinnen von 932 %.

Es ist genau diese Art von schnellem Geld, die sich viele Anfänger, die sich zu volatilen ETFs hingezogen fühlen, wünschen.

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