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Warum Gründer die Hauptstadt auch nach Corona lieben werden

Von Peyvand Jafari, Geschäftsführender Gesellschafter, CREO Group

Wenn Startup, dann in Berlin! So oder so ähnlich lautete in der Vergangenheit die Devise etlicher Gründer. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Hauptstadt etwa 40 Neugründungen jede Woche. Damit liegt Berlin nicht nur im deutschlandweiten, sondern auch im internationalen Vergleich sehr weit vorn. Mehr als 60 Prozent des in Deutschland investierten Equity-Kapitals floss 2019 in Berliner Betriebe, darunter viele Start-ups. Und allein 80.000 Jobs haben die "jungen Wilden" in der Spreemetropole geschaffen. Doch was genau macht Berlin für Gründer so attraktiv - und was ändert sich angesichts von Covid-19?

Ein wichtiger Faktor sind die verfügbaren Flächen. Dabei hat Corona auf den konventionellen Büroimmobilienmärkten seine Spuren hinterlassen: DerBüroflächenumsatz war im ersten Halbjahr 2020 in Berlin im direkten Vorjahresvergleich mit 271.100 Quadratmetern um etwa 30 Prozent niedriger. Dies spielt für Gründer und solche, die es noch werden wollen, jedoch eine untergeordnete Rolle. Vor allem in den ersten Jahren werden nur sehr selten klassische Mietverträge abgeschlossen. Stattdessen suchen Start-ups in den meisten Fällen nach Coworking Spaces oder Think Tanks. Dabei ist es in der Regel kein Barista oder keine Designer-Atmosphäre, die die Gründer von diesen oder ähnlichen Konzepten überzeugt, sondern zahlreiche relevante Benefits.

Coworking - gekommen, um zu bleiben
Coworking Spaces und Think Tanks bieten zwei wichtige Pluspunkte, die für Start-ups tendenziell sogar noch wichtiger sind als Investmentkapital: Gelegenheit zum Wissenstransfer und Zugang zu neuen Netzwerkpartnern und damit perspektivisch auch zu neuen Kundenkreisen. Schließlich sind in Berlin zahlreiche namhafte Tech-Konzerne aktiv, genauso wie frühere Start-ups, die inzwischen etablierte Global Player sind. Aber auch der persönliche Austausch zwischen Gründern untereinander sorgt häufig für die entscheidende Idee, die das eigene Produkt auf das nächste Level hebt. Obwohl sich in Zeiten von Corona also scheinbar alle Arbeitsprozesse dezentralisieren und das Remote-Arbeiten vom Café oder vom eigenen Wohnzimmer aus durchgesetzt hat, wird dieser physische Austausch, der sehr oft auf zufälligen Begegnungen basiert, niemals an Bedeutung verlieren. Und genau das geht am besten in Berlin.

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Warum Gründer die Hauptstadt auch nach Corona lieben werden Wenn Startup, dann in Berlin! So oder so ähnlich lautete in der Vergangenheit die Devise etlicher Gründer. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Hauptstadt etwa 40 Neugründungen jede Woche. Damit liegt Berlin nicht nur im deutschlandweiten, sondern auch im internationalen Vergleich sehr weit vorn. Mehr als 60 Prozent des in Deutschland investierten Equity-Kapitals floss 2019 in Berliner Betriebe, darunter viele Start-ups. Und allein 80.000 Jobs haben die "jungen Wilden" in der Spreemetropole geschaffen. Doch was genau macht Berlin für Gründer so attraktiv - und was ändert sich angesichts von Covid-19?