Rechnen, bunkern, zocken: Das sind Duell, Markt und Fonds des Monats Juli 2020

Nachrichtenquelle: DAS INVESTMENT
04.08.2020, 10:30  |  217   |   |   
Ein Jahrzehnte-alter Wettlauf hat derzeit einen klaren Zwischensieger, ein Edelmetall erlebt ein nachdrückliches Comeback, und ein Fonds kauft hochwertige Anleihen rund um den Globus. Hier sind Aktie, Markt und Fonds des Monats Juli 2020.Duell des Monats: AMD vs. Intel
Es ist eine ähnliche Frage wie: Beatles oder Stones? McDonald‘s oder Burger King? Apple oder Windows? Ebenso müssen sich Computerkäufer seit Jahrzehnten entscheiden, ob sie Prozessoren von Advanced Micro Devices (AMD) oder Intel unter der Haube haben wollen. Setzte AMD in der 90ern in dieser Hinsicht mit den Athlon-Chips beachtliche Duftmarken und erarbeitete sich unter PC-Spezis einen guten Ruf, ging der in den Nullerjahren zu einem guten Teil wieder verloren. Doch dann kam 2017, und AMD präsentierte eine neue Generation von Chipsätzen (AM4) mit einer neuen Architektur – wen's genau interessiert: die Zen-Architektur mit dem Markennamen Ryzen für die Chips. Diese konnten sich leistungstechnisch mit der Intel-Konkurrenz messen, waren aber günstiger und verbrauchten bis zu einem Drittel weniger Strom. Prompt gewann AMD wieder längst verlorengeglaubte Marktanteile hinzu.



Außerdem gelang es AMD, seine Produktion auf die sogenannte 7-Nanometer-Fertigung umzustellen. Die Zahl bezieht sich auf die kleinste Struktur auf einem Chip. Während das bei AMD seit 2019 läuft, hat Intel den Start noch einmal um ein Jahr auf nun Ende 2022 verschoben. Als das im Juli bekannt wurde, brach die Aktie noch einmal richtig ein, während die AMD-Aktie im selben Moment kräftig zulegte (siehe Chart). Für das Debakel feuerte Intel seinen Technologie-Vorstand Murthy Renduchintala und überlegt nun, die 7-nm-Fertigung auszulagern.
Markt des Monats: Gold
Der Goldpreis übertraf im Juli in US-Dollar und in Euro gleichermaßen seine alten Höchststände. Jetzt ist der Weg Richtung 2.000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) zumindest technisch betrachtet frei. Den Preis trieben vor allem die – ohnehin den Goldpreis bestimmenden – Zuflüsse in goldgedeckte Börsenvehikel (Gold-ETFs). Laut der Organisation World Gold Council wanderten im ersten Halbjahr rund 47 Milliarden Dollar in solche Produkte.



Fast neun Jahre dümpelte der Goldpreis seit seinem Hoch bei mehr als 1.900 Dollar erst einmal vor sich hin. Das war insofern logisch, dass dem eine mehr als zehnjährige Hausse vorangegangen war. Außerdem waren die Zinsen nach Inflation, also die realen Zinsen, gestiegen, was den Goldpreis drückt.
Doch jetzt machen aber die Zentralbanken so richtig Feuer unterm Goldkessel. Die US-Fed drückte den Leitzins in der Corona-Krise im Eiltempo auf null, und so gut wie alle Notenbanken der Industrieländer kaufen Anleihen in Billionenhöhe. Zudem will sich die EU mit fast 2 Billionen Euro verschulden, um das Geld in die Konjunktur zu drücken. Der Wettlauf im Gelderzeugen – gedruckt wird es ja nicht mehr wirklich – hat eine neue Dimension erreicht. Die einzige Währung, die man eben nicht unbegrenzt erschaffen kann – den Bitcoin akzeptieren wir an dieser Stelle nicht – ist: Gold.
Fonds des Monats: Pimco Global Investment Grade Credit
Dass Pimco nicht nur den Income Fund kann, zeigt der Global Investment Grade Credit (ISIN: IE00B66BK865) aus dem Hause der kalifornischen Anleihespezialisten. Nach einem dicken Abfluss im März, vertrauten Anleger dem Fonds in April, Mai und Juni jeweils Milliardenbeträge neu an. Inzwischen ist er 20,9 Milliarden Euro schwer.



Dabei kommt er wie ein angenehm klassischer Rentenfonds daher. Das Portfolio besteht zum größten Teil aus Papieren mit der Note "Investment Grade". Hochzinsanleihen sind auf 15 Prozent des Portfolios begrenzt. Währungen außer dem US-Dollar dürfen bis zu 20 Prozent Gewicht erhalten. Die oben genannte Anteilsklasse ist allerdings in Euro gesichert. Wer die Dollar-Variante haben möchte, nimmt die Tranche mit der Nummer IE00B2R34T20.
Mit Zocken hat das in keiner Weise zu tun, ganz klar. Wohl aber die größte Position im Portfolio. Denn die ist derzeit eine Anleihe von Las Vegas Sands mit einer Gewichtung von 0,8 Prozent. Das Unternehmen betreibt rund um den Globus Spaß- und Erholungsressorts, meist in Kombination mit Spielcasinos – auch in der berüchtigten chinesischen Zockerzone Macau.

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