90 Prozent Umsatzplus Auch nach Corona auf der Erfolgsspur - Peloton bringt das Fitnessstudio nach Hause

11.08.2020, 14:23  |  6904   |   |   

Fitnessstudio meets Social Media: Peloton hat während der Pandemie viele Sportbegeisterte überzeugt. Dennoch wäre es falsch, die Aktie des Anbieters von digitalen Fitnesskursen auf ein klassisches Corona-Investment zu reduzieren – denn auch in einer Nach-Corona-Welt dürfte das innovative US-Unternehmen seinen Siegeszug auf dem milliardenschweren Fitnessmarkt fortsetzen, schreibt Marcus Wessel im Smart Investor.

Peloton hat den Communitygedanken früh in der Fitnessbranche etabliert. Dass man an den einzelnen Workouts auf dem eigenen Peloton-Bike praktisch von jedem Ort aus teilnehmen kann, erweist sich gerade in der Corona-Zeit als absoluter Glücksfall. Die Nachfrage boomt trotz der hohen Preise für die Geräte (2.290 Euro für das Bike, fast 4.300 Euro für das Laufband) und der monatlichen Gebühren von 39 Euro für die Onlinekurse. Wie der Vorstand kürzlich bestätigte, werde man demnächst ein deutlich günstigeres Laufband vorstellen. Das Einsteigermodell soll dem Unternehmen den Zugang zu neuen Kundengruppen ermöglichen.


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Dessen ungeachtet bevorzugen viele Menschen auch nach der Wiedereröffnung der Fitnessstudios den Sport in den eigenen vier Wänden. Pelotons knapp einer Millionen Abonnenten sind bislang vor allem jüngere, zahlungskräftige Fitnessliebhaber, die bereit sind, große Mengen an Geld für ihre Gesundheit auszugeben. Ganz nebenbei nehmen sie dank ihrer großen Affinität zu sozialen Medien dem Unternehmen einen Teil des Marketingjobs ab. Peloton selbst hat seine Werbeausgaben im vergangenen Quartal deutlich zurückgefahren. Man kommt derzeit kaum mit der Produktion der Geräte hinterher.

Diese Dynamik dürfte sich in den Zahlen zum Geschäftsjahr 2019/20 erneut zeigen, die das Unternehmen im August vorlegt. Es wird ein Umsatzanstieg um fast 90 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden US-Dollar erwartet. Im kommenden Jahr sollen die Erlöse dann auf über 2,5 Milliarden US-Dollar ansteigen. Selbst diese hohen Erwartungen sollten am Ende noch übertroffen werden. Schneller als gedacht könnte auch der Sprung in die Gewinnzone gelingen. Trotz einer Kursverdopplung seit Jahresbeginn spricht daher vieles für eine Fortsetzung der Peloton-Hausse. Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, wäre der Wert vermutlich einer der wenigen Gewinner.

Autor: Marcus Wessel

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Dieser Artikel aus der Smart Investor-Ausgabe 08/20 bezieht sich auf Daten, die bis zum 17.07.2020 erfasst wurden.

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