Egbert Prior BASF: Kurs auf einem Dekaden-Tief

Gastautor: Egbert Prior
05.08.2020, 12:08  |  2388   |   |   

Der Chemieriese verlor in einem Jahr 22%, in drei Jahren 42% an Börsenwert. Für Aktionäre ist das eine Katastrophe. Die Marktkapitalisierung ist mit nur 44 Milliarden Euro ein Schatten seiner selbst. Der Umsatz erreichte zuletzt immerhin 59 Milliarden Euro. Das Umsatz-Multiple von 0,75 ist ein Witz für einen Weltmarktführer. Sie bekommen den Giganten für den 1,2-fachen Buchwert. Kurs 48,40 Euro. Wir rechnen mit einer Dividendenkürzung von vormals 3,20 auf 3 Euro. Es winken trotzdem flotte 6,2% Rendite, was natürlich super ist in einer zinslosen Zeit. Finanzvorstand und Vize-Chef Hans-Ulrich Engel hatte noch 2018 versprochen, die Dividende pro Aktie jährlich steigern zu wollen. Das wird ihm vermutlich kaum gelingen. Die Ludwigshafener sehen keine signifikante Belebung in den Ergebnissen im dritten Quartal. Corona hat die Weltkonjunktur in eine schwere Rezession gestürzt. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz bereits um 12%. Das Ergebnis drehte ins Negative. Konzernlenker Martin Brudermüller läßt sich aber nicht beirren. Er plant langfristig, spart, setzt auf grüne Produkte und Innovationen. Wir schlagen Ihnen vor, eine schwache Aktie wie die BASF zu kaufen. Der Kurs befindet sich nahe eines Dekaden-Tiefs. Das letzte Mal notierte die Aktie bei 40 Euro vor elf Jahren. Jetzt zu kaufen ist eine Value-Strategie. Bis 2030 strebt Brudermüller knapp 50% Umsatzanteil in China an. Die Deutschen investieren massiv in China. Brudermüller: „Unser neuer Verbundstandort in Zhanjiang, in der Provinz Guangdong, sowie die Erweiterung des Standorts Nanjing werden unser Wachstum in diesem dynamischen Markt maßgeblich voranbringen.“ Schon heute ist China der größte Chemiemarkt mit einem Anteil von über 40% weltweit. Gleichzeitig brachte die Führungsspitze mehrere „Exzellenzprogramme“ auf den Weg, die jährlich Milliarden einsparen. Produktion, Logistik, Forschung nimmt CFO Engel unter die Lupe. Wertschöpfungsketten sind durch den Verbund effizienter. Dank der schieren Größe und das Verbund-Konzept sparen die Ludwigshafener Geld. Beim Bezug von Rohstoffen, Energie und in der Logistik hilft die Bündelung. Rivalen können da kaum mithalten. Interne Abläufe und die Art der Zusammenarbeit werden überwacht. Fazit: Wer länger Geduld hat, sollte das DAX-Papier auf diesem geringen Niveau einsammeln.



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