Chinas Außenhandel weiter stark - Kupferimporte auf Rekordhoch

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Nachrichtenquelle: Shareribs
07.08.2020, 19:35  |  225   |   
Peking 07.08.2020 - Der chinesische Zoll hat am Freitag die jüngsten Außenhandelsdaten vorgelegt, die erneut überraschend stark ausfielen. Die Importe gingen zurück, bei den Rohstoffimporten zeigte sich allerdings wieder eine starke Entwicklung.

Chinas Außenhandel hat sich im Juli teils besser entwickelt, als von den Marktteilnehmern erwartet. Die Importe gingen gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 1,4 Prozent zurück, während ein Plus von einem Prozent erwartet wurde. Die Exporte stiegen derweil um 7,2 Prozent. Hier hatten die Marktteilnehmer einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet.

Der Handelsbilanzüberschuss stieg auf 62,33 Mrd. USD.

Analysten verwiesen angesichts der starken Exporte, die weiterhin entgegen den globalen Konjunkturtrend laufen, auf den anhaltend hohen Bedarf an medizinischer Schutzausrüstung wie Masken, aber auch den hohen Bedarf and Ausrüstung zur Ausstattung von Home Offices. Bei der ING wies man aber darauf hin, dass auch die Nachfrage nach Bekleidung und Automobilen wieder angestiegen sei. Anders zeigt sich die Nachfrage nach Reiseausrüstung wie Koffern, die vor dem Hintergrund der Pandemie schlicht kaum benötigt würden.

Rohstoffimporte durchwachsen

Der Import von Rohstoffen ging teilweise zurück, was unter anderem bei Rohöl auf die ohnehin sehr hohen Lagerbestände zurückgeführt wird. Die Rohölimporte beliefen sich im Juli auf 12,13 Mio. Barrel/Tag, 6,7 Prozent weniger als im Juni. Insgesamt wurden 51,29 Mio. Tonnen Rohöl importiert, 3,6 Prozent weniger als im Juni.

Der Import von Eisenerz hat derweil mit 112,65 Mio. Tonnen ein neues Rekordhoch erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Importe um 24 Prozent und um 10,8 Prozent gegenüber Juni. In den ersten sieben Monaten des Jahres sind die Importe um 11,8 Prozent auf 659,6 Mio. Tonnen gestiegen.

Die Kupferimporte haben ein neues Rekordhoch von 762.211 Tonnen erreicht. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ein Plus von mehr als achtzig Prozent. Grund für die starken Importe sind günstigen Preise auf dem Weltmarkt aber auch die hohe Nachfrage. Die Importe von Kupferkonzentrat beliefen sich auf 1,795 Mio. Tonnen und stiegen damit um 12,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Verglichen mit Juli 2019 sanken die Importe um 13,5 Prozent.

Die Importe von Sojabohnen beliefen sich auf 10,09 Mio. Tonnen, 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Juni lagen die Importe noch bei 11,16 Mio. Tonnen.



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