Pressemeldung: DJE: Märkte - Monatskommentar Juli 2020 - Bremsspuren
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Pressemeldung DJE: Märkte - Monatskommentar Juli 2020 - Bremsspuren

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.08.2020, 11:15  |  257   |   |   

Die negativen Zahlen für das Wirtschaftswachstum zeigten, welch tiefe Bremsspuren die Pandemie im zweiten Quartal hinterlassen hat.

05.08.2020 

Bremsspuren

Corona bestimmte im Juli weiter das Bild, einerseits mit zuversichtlichen Meldungen zur Impfstoff-Entwicklung, andererseits mit wieder steigenden Neuinfektionsraten. Außerdem zeigten die negativen Zahlen für das Wirtschaftswachstum, welch tiefe Bremsspuren die Pandemie im zweiten Quartal hinterlassen hat. Gold erreichte bei weiter fallenden Zinsen und einem schwächeren US-Dollar ein neues Allzeithoch.

Im Juli entwickelten sich die Aktienmärkte zunächst erfreulich, gaben ihre Gewinne in Europa und Asien aber wieder ab. So steigerte der deutsche Aktienindex DAX im Juli seinen Wert zwischenzeitlich um knapp unter acht Prozent, doch zum Monatsende blieben davon nur noch magere 0,02% übrig. Der breite europäische Index Stoxx Europe 600 gab um -1,11%% nach. In Asien fiel der der Hang-Seng-Index (Hongkong) um -3,99%. In den USA legte der S&P-500-Index um 0,61% zu. Weltweit gingen Aktien, gemessen am MSCI World, um -0,18% leicht zurück – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Meldungen zu Fortschritten bei der Entwicklung möglicher Corona-Impfstoffe stimmten die Investoren an den Aktienmärkten zuversichtlich. Auch verbesserten sich manche Frühindikatoren deutlich. In Deutschland stieg der ifo-Geschäftsklimaindex von 86,3 auf 90,5 Punkte, und der Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte von 45,2 auf 50,0 zu – ab 50 Punkten kann man mit einer expansiven Wirtschaft rechnen. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen kletterte von 47,3 auf 56,7 Punkte. Noch etwas besser entwickelten sich die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum und die USA.

Positive Signale kamen vom US-Arbeitsmarkt: Im Juni wurden 4,8 Mio. neue Stellen geschaffen, und die Arbeitslosenquote sank von 13,3% auf 11,1%. Die US-Konsumenten gaben 5,6% mehr aus als im Vormonat. In China stiegen die Industrieproduktion sowie die Im- und Exporte, und chinesische Industrieunternehmen konnten ihre Gewinne im Juni um 11,5% gegenüber dem Vorjahr steigern. Unterstützung erhielten die Aktienmärkte auch von der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik, so bestätigte die EZB ihr auf 1.350 Mrd. Euro ausgelegtes Anleihenkaufprogramm PEPP, und die US-Notenbank bekräftigte, auch weiterhin alles Nötige zu tun, um die US-Konjunktur vor Corona-Schäden zu schützen. Die EU-Länder stimmten auf ihrem jüngsten Gipfel für den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Wiederaufbaufonds im Volumen von 750 Mrd. Euro, wovon 390 Mrd. in Form von Zuschüssen ausgegeben werden.

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