Egbert Prior CTS Eventim: Leidendes Rendite-Wunder

Gastautor: Egbert Prior
12.08.2020, 11:22  |  785   |   |   

Der Tickethändler und Konzertveranstalter zählt zu den besten Aktien der vergangenen Dekaden. Wer zwischen 2002 und Januar 2020 die Aktie hielt, konnte mehr als 41.000% einstreichen. Obendrauf kommen noch die Dividenden. Corona trübt allerdings neuerdings die Bilanz. Der Kurs hat sich von 61 Euro im Januar auf 34,62 Euro fast halbiert. Mutige nutzen die Krise. Seit März kollabieren Umsatz und Ergebnis wegen der Pandemie. Behördliche Verbote und Auflagen für Veranstaltungen führten zu einem Stillstand im Live Entertainment in Deutschland wie auch im Ausland. Der Umsatz verringerte sich bereits im ersten Quartal um 35% auf 185 Millionen Euro. Das Ebitda crashte um 76% auf 13,5 Millionen Euro. Dabei hatte Klaus-Peter Schulenberg einen starken Start ins neue Jahr gefeiert. Er erwarb die Mehrheitsanteile an der Gadget Entertainment und der wepromote Entertainment Group, beide aus der Schweiz. Er schluckte die Barracuda-Gruppe in Österreich mit 29 Veranstaltern in 12 Ländern. Außerdem brachte er ein Joint Venture mit US-Promoter Michael Cohl in trockene Tücher. Doch im März wurde Schulenberg auf dem falschen Fuß erwischt. Aus dem Erfolgsmanager wurde ein Krisenmanager. Er gibt sich zuversichtlich: „Wir haben uns jedoch aktiv auf die neue Situation eingestellt und sofort mit internen Kosten- und Effizienzmaßnahmen konsequent darauf reagiert. Gleichzeitig profitieren wir von der guten Liquiditätsausstattung des Konzerns, um diese herausfordernde Situation auch über einen längeren Zeitraum zu bewältigen und danach sogar gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen.“ In wichtigen europäischen Kernmärkten reagierte die Politik auf die dramatische Situation der Veranstaltungswirtschaft und erlaubte „Gutscheinlösungen“ zur Verbesserung der Liquidität der Unternehmen. In Deutschland, Österreich und Italien ist das gesetzlich verankert. In anderen Ländern sind ähnliche Lösungen teilweise umgesetzt worden. Die Gutscheine sehen vor, daß Ticketinhaber einer Eintrittskarte für eine Musik-, Kultur-, Konzert- oder Sport-Veranstaltung, die sie wegen der Pandemie nicht besuchen konnten bzw. den Nachholtermin nicht wahrnehmen können, anstelle einer Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein erhalten. Schulenberg kassierte alle Prognosen ein. Er setzte die Dividende für das Jahr 2019 aus. Er stärkt die Liquidität, wo er kann. Es besteht kein Zweifel daran, daß CTS eine schwierige Phase durchläuft. Da sich Europa in einer Rezession befindet, ist das kein gutes Zeichen neben der Zwangsschließung. Langfristig rechnen wir jedoch mit einer Normalisierung. Es dürften Aktionäre belohnt werden, die zu niedrigen Kursen in Krisenzeiten zuschlagen. Fazit: Ein Fall für Mutige.

 



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Egbert Prior CTS Eventim: Leidendes Rendite-Wunder Der Tickethändler und Konzertveranstalter zählt zu den besten Aktien der vergangenen Dekaden. Wer zwischen 2002 und Januar 2020 die Aktie hielt, konnte mehr als 41.000% einstreichen. Obendrauf kommen noch die Dividenden. Corona trübt allerdings …