Marktkommentar: Aidan Yao, Jim Veneau (AXA IM): Die Maßnahmen der Zentralbanken - Eine Büchse der Pandora?
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Marktkommentar Aidan Yao, Jim Veneau (AXA IM): Die Maßnahmen der Zentralbanken - Eine Büchse der Pandora?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.08.2020, 09:45  |  182   |   |   

Die Maßnahmen der Zentralbanken sind leichter zu starten als zu beenden

13.08.2020 - Die COVID-19-Pandemie hat bereits zuvor bestehende Spannungen weiter verschärft. Einkommensungleichheiten, geopolitischen Diskrepanzen der Großmächte und eine Trennung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft, bedingt durch die Interventionen der Zentralbanken, kamen dadurch noch deutlicher zum Vorschein. Die Folge ist ein Paradigmen-Wechsel in der Geldpolitik, der langfristig Bestand haben könnte. Dieser Meinung sind Aidan Yao, Senior Emerging Asia Economist und Jim Veneau, Head of Asian Fixed Income bei AXA Investment Managers. 

Die Maßnahmen der Zentralbanken sind leichter zu starten als zu beenden

Inmitten der Pandemie haben die Zentralbanken beispiellose Schritte unternommen, um die Weltwirtschaft vor einem Zusammenbruch und einer noch ausgedehnteren Rezession zu schützen. „Ihr Handeln hat zu einem Paradigmenwechsel in der Geldpolitik geführt“, sagt Yao. Dies zeige sich in der rasanten Ausweitung der Zentralbankenbilanzen, die heute eine breitere Palette an Assets beinhalten und dadurch die Haushaltsdefizite monetarisieren. Mithilfe dieses Vorgehens können Regierungen Liquiditätsspritzen gezielt einsetzen. „Darüber hinaus haben wir einen mutigen Markteingriff gesehen, der es Zentralbanken ermöglicht, nicht nur den Preis des Geldes festzulegen, sondern auch den Wert von Krediten, Aktien und anderen risikoreichen Vermögenswerten zu beeinflussen“, meint Veneau. Zwar sahen die Zentralbanken die Maßnahmen als notwendige Reaktion auf den wirtschaftlichen Schock an. Die Schließung des Liquiditätshahns könnte sich jedoch aus mehreren Gründen als schwieriger erweisen als dessen Öffnung:  

Erstens bewege sich die Weltwirtschaft trotz der jüngsten Verbesserung des sequenziellen Wachstums weiterhin auf dünnem Eis. Die meisten Volkswirtschaften dürften erst im späten Verlauf des Jahres 2021 zu ihrem Vorkrisenniveau zurückkehren. Außerdem basiert selbst diese Prognose auf der Einschätzung, dass es sich bei dem Corona-Virus nur um einen einmaligen Schock handelt, der sich angesichts des Wiederanstiegs der Infektionszahlen in den USA und den Herausforderungen der Eindämmung in Schwellenländern wie Brasilien, Mexiko, Russland, Südafrika und Indien als zu optimistisch erweisen könnte. 

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