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Kritik an Innovationsprämie Dudenhöffer zur E-Auto-Prämie: „Die SPD wollte mal 'grün' sein und hat mit viel Steuergeld Unsinn angerichtet“

17.08.2020, 13:35  |  16287   |   |   

Die Corona-Konjunkturpakte der Bundesregierung bestünden zu einem großen Teil aus Subventionen, kritisiert das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel). Einzelne Subventionen wie beispielsweise die Verdoppelung des Bundesanteils am Umweltbonus für E-Autos (Innovationsprämie) seien gesamtwirtschaftlich sogar schädlich. Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer findet die Innovationsprämie ebenfalls „falsch und kontraproduktiv“.

Von dem insgesamt 170 Milliarden Euro schweren "Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket" sowie dem "Zukunftspaket" seien 72,6 Milliarden Euro oder rund 43 Prozent als „Subventionen im Sinne des Kieler Subventionsbegriffes einzustufen“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung des IfW Kiel.

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Mehr als die Hälfte der geplanten Subventionen, nämlich über 40 Milliarden Euro, seien als kritisch zu bewerten. 4,4 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent der Subventionen seien sogar gesamtwirtschaftlich schädlich und sollten deshalb ersatzlos gestrichen werden, fordert das IfW Kiel. Darunter falle auch die am dritten Juni beschlossene Innovationsprämie für Elektroautos.

Claus-Friedrich Laaser, einer der Autoren der IfW Kiel-Analyse, erklärte: „Mit der einseitigen und massiven Förderung der Elektromobilität benachteiligt der Staat alternative Antriebskonzepte, die sich möglicherweise später als vorteilhafter erweisen. Das Bonusprogramm subventioniert ausschließlich die Autoindustrie und ihre Zulieferer, andere wichtige Wirtschaftssektoren profitieren nicht“.

Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete die Innovationsprämie gegenüber wallstreet:online auch als „falsch und kontraproduktiv“. Durch die Prämie werde lediglich ein Nischenmarkt subventioniert, die restlichen 90 Prozent des Automarktes ging leer aus. Außerdem führe die Innovationsprämie zu Marktverzerrungen: „Ein e-Golf mit 55 Prozent Rabatt durch Staatsprämien verfestigt falsche Preiserwartungen bei Käufern. Wie soll man nach den Prämien die Kunden wieder zu normalen Preisen zurückbringen?“ Außerdem produziere die Prämie lange Lieferzeiten. Dudenhöffers Fazit: „Da wollte die SPD mal „grün“ sein und hat mit viel Steuergeld Unsinn angerichtet.“

Durch die Innovationsprämie erhalten Käufer von Batteriefahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro eine Kaufprämie von bis zu 9.000 Euro (6.000 Euro Bundes-, plus 3.000 Euro Herstelleranteil). Darüber hinaus werden unter bestimmten Voraussetzungen auch junge gebrauchte und teurere Elektroautos sowie PlugIn-Hybride gefördert. Die Innovationsprämie ist bis Ende 2021 befristet.

Autor: Ferdinand Hammer





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Kritik an Innovationsprämie Dudenhöffer zur E-Auto-Prämie: „Die SPD wollte mal 'grün' sein und hat mit viel Steuergeld Unsinn angerichtet“ Die Corona-Konjunkturpakte der Bundesregierung bestünden zu einem großen Teil aus Subventionen, kritisiert das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel). Einzelne Maßnahmen wie beispielsweise die Verdoppelung des Bundesanteils am Umweltbonus für …

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