Cronos Group Charttechnische Lage bleibt angespannt

29.08.2020, 23:07  |  724   |   |   

Noch wenige Tage vor Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen war die Aktie des Cannabis-Produzenten drauf und dran, wichtige Akzente auf der Oberseite zu setzen. Man konnte sogar eine gewisse Aufhellung des Chartbilds feststellen. Anfang August legte das Unternehmen dann seine Ergebnisse für das Juni-Quartal vor und die bis dahin noch sichtbaren Erholungstendenzen verpufften. Bleiben wir zunächst bei den charttechnischen Aspekten…

Auf der Oberseite war zum damaligen Zeitpunkt (Juli) ein Vorstoß in Richtung der Marke von 9,5 CAD zu beobachten, die in Verbindung mit den 10,0 CAD und den 10,7 CAD ein veritables Widerstandscluster bildet. 

Das bullische Kreuzen der 38-Tage-Linie sowie der 200-Tage-Linie weckte aus charttechnischer Sicht zunächst Hoffnungen… Ein Sprung über die 10,7 CAD wäre eine Art Befreiungsschlag gewesen, doch dazu kam es nicht. Stattdessen geriet die Aktie auf der Unterseite in Bedrängnis. Die Veröffentlichung der Finanzergebnisse Anfang August führte schließlich zu einem Stimmungsumschwung und damit einhergehend zu einem Kursrücksetzer. War der Markt mit Blick auf die Kursentwicklung im Vorfeld der Zahlen offenkundig noch positiv gestimmt, so änderte sich diese Einstellung mit Veröffentlichung der Zahlen deutlich.

Die Zahlen fielen enttäuschend aus. Das Unternehmen wies für das zweite Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von 9,883 Mio. US-Dollar aus. Zum Vergleich: Im ersten 2020 betrug der Umsatz 8,432 Mio. US-Dollar. Problematisch ist weiterhin die Ergebnisseite. Cronos wies für Q2 / 2020 einen Nettoverlust in Höhe von knapp -107,7 Mio. US-Dollar aus. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem von Sondereffekten. So nahm Cronos beispielsweise eine Abschreibung in Höhe von 40,0 Mio. US-Dollar vor. Trotz positiver Ansätze stellen aber die Verwaltungskosten („general and administrative“) noch immer einen beachtlichen Block auf der Ausgabenseite dar. Im zweiten Quartal wies das Unternehmen für die Verwaltungskosten - zumal im Vergleich zum Umsatz - noch immer stattliche 18,437 Mio. US-Dollar aus, nach 23,759 Mio. US-Dollar in Q1 / 2020. 

Man kann es nicht anders sagen: Die Marktakteure waren ob der mangelnden Fortschritte einigermaßen bedient. Da beruhigte es die Gemüter auch nicht, dass Cronos per 30.06. noch immer etwas mehr als 1,1 Mrd. US-Dollar auf der hohen Kante hatte… 
Kurzum: Dem Unternehmen gelang es unter fundamentalen Aspekten nicht, positive Akzente zu setzen. Die Q2-Daten waren zu schwach. Aus charttechnischer Sicht sieht es nicht viel besser aus. Sollte die Unterstützung bei 7,0 CAD nicht halten, so könnte eine Ausdehnung der Bewegung auf 6,0 CAD drohen... 
 

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