Gold – bringt die FED neue Rekorde?

Gastautor: Daniel Saurenz
31.08.2020, 10:21  |  498   |   |   

goldbarren12Gold hat in den vergangenen Wochen seine Rekordjagd „verdaut“. Der Rücksetzer war gesund und bei rund 1900 Dollar hatten wir ja wieder begonnen, Gold-Produkte vorstellen und auch einen Discount-Call ins Favoritendepot genommen. An unserer mittelfristig positiven Ausrichtung hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Das jüngste FED-Inflationsziel spricht für Gold, wie die Commerzbank im Research erklärt. Wir stellen euch an dieser Stelle unseren Newsletter vom vergangenen Freitag vor. Wir thematisieren Gold häufig im Newsletter und stellen die passenden Produkte vor. 

Daher gibt es nochmal die Produktpalette von Discount-Calls und Turbos:
Gold-Bull – Hebel 3 – WKN MF8QYK
Gold-Bull – Hebel 5 – WKN UD54JN
Discount-Call – Cap 1900 Dollar – Laufzeit März 21 – WKN MC8S4S
Discount-Call – Cap 2000 Dollar – Laufzeit März 21 – WKN MC8S4V
Barrick Gold Bull – Hebel 4 – WKN VP2M21
Research der Commerzbank:

Edelmetalle: Geändertes Fed-Inflationsziel spricht für höheren Goldpreis

Der Fed-Vorsitzende Powell sorgte gestern Nachmittag für heftige Ausschläge beim Goldpreis. Zunächst sprang der Preis um rund 30 USD auf 1.975 USD nach oben, gab die Gewinne aber schnell wieder ab und rutschte im Anschluss sogar bis auf 1.910 USD, ehe er sich erholte. Heute handelt Gold wieder bei 1.950 USD. Was war passiert? Powell hatte in seiner Rede zur Eröffnung der diesjährigen virtuellen Jackson Hole-Konferenz der Kansas City Fed eine Änderung des Inflationsziels der Fed kommuniziert. Anstatt wie bislang eine Inflationsrate von 2% anzustreben, soll dieses Ziel nun im Durchschnitt erreicht werden. Die Fed will dabei laut Powell ein moderates Überschreiten von 2% tolerieren, wenn die Inflation zuvor für längere Zeit unter 2% lag. Genau das ist derzeit der Fall. Der von der Fed präferierte Preisindex für Konsumausgaben ohne Energie und Nahrungsmittel weist seit Dezember 2018 einen Anstieg von weniger als 2% aus. Der Wert für Juli wird heute veröffentlicht. Erwartet wird ein Anstieg auf 1,2%, nach lediglich 0,9% im Juni. Seit Anfang 2019 summiert sich die Abweichung vom Ziel auf 7,5%. Um diese auszugleichen, müsste die Inflation also 15 Monate hintereinander bei 2,5% liegen, bevor die Fed die Zinsen erhöht. Sollte es noch immer Erwartungen gegeben haben, dass die Fed in absehbarer Zeit die Geldpolitik normalisiert und auch deutlich früher als andere Zentralbanken wie die EZB damit beginnt, müssen diese nun beerdigt werden. Zwar gab Gold gestern die Gewinne schnell wieder ab, weil die Änderung des Inflationsziels erwartet wurde und somit keine Überraschung darstellte. Die Fed Fund Futures zeigten schon vor der Rede von Powell keinerlei Zinserhöhungserwartungen auf Sicht von zwei Jahren. Mittel- bis langfristig ist die gestern von Powell verkündete Änderung des Inflationsziels der Fed deutlich positiv für Gold zu werten, weil bei steigender Inflation die Anleiherenditen mangels Zinserhöhungserwartungen kaum steigen dürften und damit das Umfeld negativer Realzinsen zementiert wird.

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