Egbert Prior Tübinger CureVac begeistert die Nasdaq

Gastautor: Egbert Prior
31.08.2020, 12:07  |  2216   |   |   

Die Nasdaq ist um einen Highflyer reicher. Mitte des Monats ging der Tübinger Impfstoffentwickler CureVac an die US-Technologiebörse Nasdaq. WKN A2P71U. Ausgabepreis 16 Dollar. Schon am ersten Handelstag hat sich der Kurs mehr als verdreifacht auf 52 Dollar. In den nächsten Tagen kletterte die Notiz bis auf 85 Dollar! Aktuell wieder niedriger mit 59 Dollar. Die Schwaben sind mit ihrem genbasierten Impfstoffkandidaten bereits in der klinischen Erprobung. Das heißt, der Impfstoff wird schon an Menschen getestet. Das IPO spielte 245 Millionen Dollar ein. Schon im Vorfeld des Börsengangs sicherte sich der Bund (KfW) für 300 Millionen Euro einen Anteil von aktuell 17%. Knapp die Hälfte der Anteilsscheine besitzt nach dem going public Dietmar Hopp, einer der SAP-Gründer und großer Fan der Biotechnologie. Die Investoren standen Schlange. Auch der Staatsfonds aus Katar ist an Bord. GlaxoSmithKline, der größte Impfstoffhersteller der Welt, ließ 150 Millionen Euro springen für 8%. Die neuen Partner wollen an bis zu fünf Impfstoffen und monoklonalen Antikörpern zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten forschen. Im Erfolgsfall winken CureVac bis zu 700 Millionen Euro für Meilensteinzahlungen. In dieser Kooperation geht es nicht um Covid-19, sondern CureVac möchte sich mit Impfstoffen breit aufstellen. Zuletzt klopfte die EU an, die sich bis zu 400 Millionen Impfdosen für einen Milliardenbetrag sichern möchte. Der Deal kommt zustande bei einem positiven Ergebnis der medizinischen Studien und einer Zulassung. Noch im vierten Quartal möchte CureVac in die fortgeschrittene Phase 2b/3 einsteigen. Für Aufsehen sorgte die Meldung, daß die deutsche Maschinenbautochter von Tesla – Grohmann – mit CureVac zusammenarbeitet. Tesla baut sogenannte mRNA-Minifabriken, auf denen entsprechende Botenmoleküle „gedruckt“ werden können. Das zeigt, wie innovativ die Schwaben unterwegs sind. Nach eigenen Angaben sind die Tübinger das „weltweit erste Unternehmen, das mRNA erfolgreich für medizinische Zwecke einsetzt“. Das Botenmolekül, das den Patienten verabreicht wird, funktioniert als Datenträger für Informationen, mit deren Hilfe der Körper selbst eigene Wirkstoffe für die Bekämpfung verschiedener Krankheiten herstellen kann. Börsenwert aktuell rund 11 Milliarden Dollar. Fazit:  Die Aktie ist ein spekulativer Kauf.



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