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Flüssige Geldanlage Anleger setzen wegen Inflationsangst vermehrt auf Whisky – eine Schnapsidee?

03.09.2020, 15:03  |  24601   |   |   

Immer mehr Anleger setzen als Inflationsschutz neben Gold und Bitcoin auf Whisky, berichtete der US-Nachrichtensender Bloomberg kürzlich. Tatsächlich sind mit dem Luxus-Investment erhebliche Wertsteigerungen möglich, entsprechendes Fachwissen vorausgesetzt. Ein Experte erklärt gegenüber wallstreet:online, worauf Anleger, die erstmals ein Whisky-Investments erwägen, achten sollten.

„Die Rendite von Whisky in Fässern ist definitiv höher als die Inflationsrate. Das steht außer Frage“, erklärte Gewerbeimmobilieninvestor James Scott vor einer Woche gegenüber Bloomberg. Er habe erst kürzlich ein 28-Jahre altes Fass der schottischen Whiskybrennerei Bunnahabhain verkauft, nachdem dessen Preis innerhalb von elf Monaten um zehn Prozent gestiegen war.

Wie bei allen Investments sind auch bei einer Kapitalanlage in seltene Whiskyflaschen oder -fässer umfangreiches Fachwissen und eine gründliche Analyse die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Vermögensberater Gunther Hemmann von der Isfinance AG in Dessau-Roßlau empfiehlt Anlegern, die erstmals ein Whisky-Investments erwägen, sich umfangreichen Rat bei einem Experten zu holen. Gegenüber wallstreet:online erklärte er: „Mittlerweile gibt es dafür schon spezielle Berater und Dienstleister, die einem helfen ein ordentliches Portfolio aufzubauen. Hier gibt es dann alte und sehr gefragte Einzelflaschen mit bereits hohen Preisen, aber weiterem Aufwertungspotenzial.“

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Anleger, die es ohne Expertenrat versuchen wollen, empfiehlt Hemmann „Abfüllungen von namhaften Destillen und hier wiederum Sonderabfüllungen oder Special Releases. Diese erfahren eine hohe Nachfrage, werden trotzdem konsumiert und so sinkt der weltweite Bestand kontinuierlich, was den Preis der verbliebenen Flaschen steigern kann.“

Grundsätzlich gelte die Faustregel: Je älter die Flasche, umso wertvoller werde sie, meint Horst Lüning, Marketing- und IT-Manager bei Whisky.de, in einem Artikel der Direktbank ING-DiBa. Bei Sammlern und Liebhabern besonders begehrt seien Whiskys von sogenannten 'lost destilleries', Brennereinen, die es nicht mehr gibt. Die Restbestände dieser Brennereien hätten dann das Potenzial für erhebliche Wertsteigerungen.

Eine Studie der Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank aus dem Jahr 2019 hatte die Wertentwicklung von Briefmarken, antiken Möbeln, Juwelen, Kunst, Luxusarmbanduhren, Oldtimern, Wein, Münzen und Whisky untersucht. Am besten abgeschnitten haben dabei Whisky-Raritäten mit einem Preiswachstum von 40 Prozent in zwölf Monaten. Innerhalb von zehn Jahren verzeichnete diese außergewöhnliche Anlage-Klasse sogar einen Wertzuwachs von 582 Prozent. Zum Vergleich: Die zweitbeste Luxusanlage, Oldtimer, kam nur auf ein Plus von 258 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Business Insider sprach Anfang August 2020 mit den beiden Luxus-Investment-Experten Kirsteen Campbell und Jonny Fowle zu den aus Ihrer Sicht sechs wichtigsten Whisky-Marken für Investoren und Sammler und ihre Launches im Sommer und Herbst 2020. Laut den beiden Experten seien dies die sechs spannendsten Whisky Launchens:

  1. Diageo Prima & Ultima Collection
  2. Glenfarclas Pagoda Sapphire Reserve
  3. The Macallan Double Cask Range
  4. Port Ellen 40-Year-Old – 9 Rogue Casks
  5. The Balvenie Fifty: Marriage 0614
  6. Karuizawa 35-Year-Old Budō Collection

 

Die Preise reichen dabei von 575 US-Dollar für ein Set von drei Flaschen und bis zu 73.715 US-Dollar für eine Magnum-Flasche.

Autor: Ferdinand Hammer


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2 Kommentare

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Kommentare

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04.09.20 18:59:55
In den letzten 15 Jahren hat sich die Qualität der whiskies halbiert, die Preise haben sich teilweise verdoppelt, rare Exemplare haben sich verfünffacht, verzehnfacht. Wenn man keine Gelegenheit hat einen alten Blend mit einem aktuellen 'hype' whisky zu vergleichen, wird man nicht in der Lage sein Qualität und Preis in ein gesundes Verhältnis zu stellen. Man muss glauben was einem erzählt wird. Ich rate jedem dringend ab in whisky zu investieren, wenn er selber kein Liebhaber desselben ist. Ohne insider Wissen und ohne 'good taste' wird das nichts. Whisky ist zyklisch, in Zeiten geringer Nachfrage werden Jahrhundert Flaschen an Liebhaber verkauft, die diese auch geniessen, in einem Boom wird shit an den Mann gebracht, wie dies zur Zeit der Fall ist. Aus whisky habe ich viel über die Börse gelernt und umgekehrt. Der durchschnittliche Whisky Zyklus dauert 20 Jahre und ist ein Abbild der wirtschaftlichen Situation, der aktuelle Whisky Zyklus dauert schon 25 Jahre. Gute Standards gehören in jeden Haushalt, wie einige Silber- und Goldmünzen, den aktuellen hype gilt es zu vermeiden.
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04.09.20 18:38:41
Freedom and whisky gang together

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