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Musik-Branche im Fokus Karaoke, Musikinstrumente und Tonträger: Japanische Unterhaltungsriesen mit neuer Energie zurück an die Spitze

09.09.2020, 13:29  |  3688   |   |   

Daiichikosho, Yamaha, TDK und Sony haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Unterhaltungsindustrie weltweit einen Namen gemacht. Genau wie die Konkurrenz haben die Japaner mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Mit stabilen Marktanteilen und einer breiten Produktpalette wollen sie den Weg aus der Krise finden, schreibt Markus Frohmader im Smart Investor.

Unterhaltungsspezialist Daiichikosho ist Pionier und führender Anbieter von Karaoke-Equipment in Japan. Das Unternehmen wurde im Jahr 1973 gegründet und beschäftigt konzernweit mehr als 3.300 Mitarbeiter. Die Geschäftsfelder umfassen neben dem Verkauf und der Vermietung von Karaokesystemen auch das Angebot von Musik und Videos für Onlinekaraoke, den Betrieb von Karaokeräumen und Restaurants sowie die Produktion und den Vertrieb von Musiksoftware.

Nach dem diesjährigen Kursrückgang von mehr als 50 Prozent erscheint Daiichikosho dank seiner soliden Bilanz und einem Preis-Buch-Verhältnis von weniger als 1,4 relativ günstig bewertet. Die Pandemie mag zwar die Art und Weise des gemeinschaftlichen Singens verändert haben – Singbegeisterte dürften ihren Enthusiasmus aber auch anders ausleben, beispielsweise über das Internet.

Selbermachen und Wiedergeben Made in Japan

Was mit der Reparatur eines Harmoniums begonnen hatte, mündete in die Etablierung des heute führenden Herstellers von Musikinstrumenten. Yamaha, gegründet 1887, beschäftigt mittlerweile mehr als 20.200 Mitarbeiter. Das Unternehmen verdient nahezu zwei Drittel seines Umsatzes mit Klavieren, E-Pianos und Gitarren, 28 Prozent mit Audiozubehör, und sieben Prozent entfallen auf sonstige elektronische Elemente. Die hohe Kundenzufriedenheit spricht für die Qualität der Produkte. Mit einer soliden Eigenkapitalquote von mehr als 68 Prozent und der guten Liquiditätsausstattung sollte das Unternehmen trotz des zyklischen Geschäfts gestärkt durch die Konjunkturkrise kommen und an schwachen Tagen ein Kauf sein.

Innovator mit vielen Gesichtern

Wer hatte sie nicht auch im Gebrauch – die Kassetten sowie später auch CDs und DVDs von TDK? Der internationale Siegeszug des japanischen Pioniers für magnetische Materialien, dessen Knowhow die Basis für Tonträger im Audiobereich wurde, legte die Grundlage für dessen Bekanntheitsgrad. Mehr als 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet TDK im Export.

Heute besetzt das im Jahr 1935 gegründete Unternehmen viele Bereiche, die unseren Musikkonsum ermöglichen – ob mittels der genannten Ton- und Datenträger, über magnetische Köpfe bei Hard-Disk-Drives oder auch passive elektronische Komponenten, die auch Eingang in Smartphones und Tablets finden. Neue Vielschichtfilter werden in Smart Speaker, externe Lautsprecher für Tablets und für Kopfhörer und Mikrofone verbaut.

Content plus Kanal gleich Profitabilität

Spielen auf mehreren Klavieren ist für den japanischen Elektronik- und Entertainmentspezialisten Sony nichts Neues. In einem wahren Gipfelsturm erklomm der Kurs neue Hochs und stieg mit mehr als 71 Euro auf den höchsten Stand seit 18 Jahren. Die Zahlen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahrs waren beeindruckend: Der Betriebsgewinn übertraf, getrieben von der Nachfrage im Spielesegment, mit umgerechnet circa 1,83 Milliarden Euro deutlich die Erwartungen.

Die pandemiebedingt rückläufigen Umsätze mit Tonträgern und Liveevents drückten den Umsatz im Musiksegment. Fantasie liegt neben dem Streaming der eigenen Musikinhalte, welche die relativ hohe Profitabilität weiter anschieben sollte, auch im Cross-Selling über verschiedene Contentbereiche.

Mit einem Investment in Höhe von umgerechnet 400 Millionen US-Dollar in die chinesische Unterhaltungs- und Liveentertainmentplattform Bilibili erhält Sony Zugang zum rasch wachsenden Streamingmarkt unter anderem für benutzergenerierte Musikvideos in China und ist damit in guter Gesellschaft mit Alibaba und Tencent. Zusammen mit Tencent Musik wurde das Joint Venture Liquid State ins Leben gerufen, ein Label für elektronische Musik.

Autor: Markus Frohmader


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