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Aurelius kann Krise! Aktie jetzt kaufen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.09.2020, 10:13  |  1717   |   |   

Blickt man auf den Chartverlauf der Aurelius-Aktie (WKN: A0JK2A), wird einem ganz anders. In den vergangenen drei Jahren hat die Aktie von Aurelius eine sondersgleiche Talfahrt mitgemacht. Der Höhepunkt (oder besser gesagt der Tiefpunkt) dieser Talfahrt wurde durch die Entwicklungen im Zuge der Coronakrise erreicht. Zuvor war Aurelius oft Opfer von Shortseller-Attacken, die den Kurs regelmäßig nach unten geprügelt haben.

Der Coronacrash hat insbesondere Unternehmen erwischt, deren Geschäftsmodelle mehr oder weniger unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind. Aurelius besitzt ein Portfolio mit einigen Unternehmen, die in entsprechenden Feldern tätig sind. Im ersten Augenblick also legitim, dass der Markt diese erhöhten Risiken in die Unternehmensbewertung einpreist.

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In der Vergangenheit hat Aurelius allerdings gezeigt, dass sie ihr eigenes Geschäftsmodell beherrschen. Man könnte sogar sagen, Krisen sind ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts der Grünwalder. Das unterstreichen auch die neuesten Ergebnisse zum Halbjahr.

Das Geschäftsmodell von Aurelius kurz vorgestellt

Bevor wir uns den harten Zahlen widmen, möchte ich kurz auf das Geschäftsmodell von Aurelius eingehen. Es ist eminent wichtig, dieses zu verstehen, bevor man überlegt, in dieses Unternehmen zu investieren. Aurelius ist eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf Übernahmen von kriselnden Geschäftszweigen oder Unternehmen spezialisiert hat.

Üblicherweise kann Aurelius die Akquisitionen zu guten Konditionen durchführen, da entweder Konzerne die defizitären Teile des Unternehmens möglichst schnell losbringen möchten oder ein einzelnes Unternehmen sich in einer tief greifenden (finanziellen) Krise befindet. Nach der Übernahme bemüht sich Aurelius, das Unternehmen zu restrukturieren und langfristig auf Erfolgskurs zu bringen.

Die meisten Tochterunternehmen erwirbt Aurelius mit dem Ziel, diese bei einem Exit wieder lukrativ zu veräußern. Bisher gelang das den Münchnern in der Vergangenheit gut. Das belegen vor allem die letzten Verkaufscoups.

Solides erstes Halbjahr

Nachdem das Geschäftsmodell von Aurelius erklärt ist, dürften die neuesten Ergebnisse besser zu verstehen sein. Beachtenswert ist vor allem, dass die Mehrzahl der Konzernunternehmen die Krise bisher ganz gut meistert. Der Konzernumsatz, der aufgrund von Übernahmen und Verkäufen üblicherweise stark schwanken kann, lag für das erste Halbjahr 2020 bei 1,63 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,89 Mrd. Euro).

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