animusX Sentiment Umfrage 37 Anleger suchen Antwort auf falsche Frage

Gastautor: Stephan Heibel
15.09.2020, 12:52  |  211   |   |   

Um knapp 3% ist der DAX in der abgelaufenen Woche angesprungen: Gewinner sind in so ziemlich allen Branchen zu finden: Gesundheit (Stratec Biomedical +10%), Industrie (Pfeiffer Vacuum & Deutz je +9%), Chemie (Fuchs Petrolub +8%), Bauwirtschaft (Wacker Neuson +8%) bis hin zur Technologiebranche (Elmos +10%). Es zeigt sich bei der Branchenbetrachtung ein buntes Bild aus Gewinnern und Verlierern: Anleger beginnen zu differenzieren. Es werden nicht mehr einfach Branchen nach oben gekauft oder abgestraft, sondern einzelne Unternehmen.

Das ist gesund, doch ist es für den flüchtigen Betrachter schwer, diese Zusammenhänge zu verstehen. Man muss schon in die einzelnen Unternehmensbilanzen hinein schauen.

So bleibt die Stimmung unter den Anlegern neutral (-0,2%), allerdings nimmt die Verunsicherung zu (-2,1): Das Börsentreiben ist schwer erklärbar und vermittelt bei vielen Anlegern daher ein Gefühl der Unsicherheit darüber, was denn die Gründe für die so unterschiedlichen Kursbewegungen einzelner Aktien sein mögen.

Auf Sicht von drei Monaten etabliert sich hingegen Zuversicht (1,5): Auch wenn die Zulassung eines Impfstoffes durch Rückschläge verzögert werden könnte, so setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass die Corona-Pandemie mit einem Ende-Datum versehen werden kann. Da ist es zweitrangig, ob da Frühjahr 2021 oder Herbst 2021 drauf steht, Hauptsache, die Beschränkungen bleiben nicht dauerhaft.

Und so steigt die Investitionsbereitschaft (2,9): Doppelt so viele Anleger möchten lieber Zukaufen als Verkaufen. So viel Kaufbereitschaft hatten wir zuletzt im April, kurz nach dem Tief im Corona-Crash. Die Aktienpositionen wurden in den vergangenen Wochen sowohl bei Privatanlegern als auch bei den Profis stark heruntergefahren, die Shortquote ist insbesondere bei den institutionellen Anlegern in die Höhe geschossen. Das ist ein bullisches Setup.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist erstmals seit dem Corona-Crash im März wieder im neutralen Bereich, die starken Absicherungspositionen wurden aufgelöst. Bei den Profis, die sich über die Eurex absichern, sieht es jedoch genau umgekehrt aus: Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 geschossen: Nachdem vor einer Woche noch Call-Käufe überwogen, ist das Pendel nun umgeschwungen. Institutionelle Anleger haben sich mit Put-Positionen eingedeckt.

In den USA zeigt das Put/Call-Verhältnis der CBOE einen extrem starken Überhang von Call-Käufen. Dort wurde die ohnehin stark bullische Positionierung in die Korrektur dieser Woche hinein noch ausgebaut.

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