Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe bringen (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
16.09.2020, 12:25  |  147   |   |   
Frankfurt (ots) -

- Optimismus bei den eigenen Finanzen
- Anleger sitzen Corona-Krise aus
- Chancenreiche Geldanlagen sind zunehmend attraktiv
- Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist den Deutschen wichtig

Die Corona-Pandemie bringt die deutschen Sparerinnen und Sparer nicht aus dem
Tritt. Sie schauen weiterhin optimistisch auf ihre eigenen finanziellen
Verhältnisse, jedoch eher skeptisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in
Deutschland. Auch bleiben sie überwiegend bei ihren bereits vor der Pandemie
favorisierten Geldanlagen. Umschichtungen von Vermögen stehen kaum auf dem Plan.
Immer mehr Menschen zeigen sich jedoch offen für aktienbasierte Geldanlagen, vor
allem Männer. Die Befragten sehen aber durchweg noch Nachholbedarf bei ihrem
Wissen über Aktien. Auch wünschen sie sich, dass Unternehmen mehr soziale und
ökologische Verantwortung übernehmen. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen
Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher
Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Optimismus bezüglich der eigenen Finanzen bleibt konstant

Trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen
Unsicherheiten gehen knapp sieben von zehn Anlegerinnen und Anlegern (69
Prozent) davon aus, dass sich bei den eigenen finanziellen Verhältnissen in den
kommenden sechs Monaten nichts ändern wird (Vorquartal: 72 Prozent). Die Zahl
derer, die optimistisch in die Zukunft schauen, steigt im Vergleich zum zweiten
Quartal dieses Jahres um sieben Prozentpunkte auf 19 Prozent und liegt nun
wieder in etwa so hoch wie vor der Pandemie. Die Pessimisten befinden sich auf
dem Rückzug, ihr Anteil liegt bei 12 Prozent. Im Quartal zuvor waren es noch 16
Prozent. Anders schätzen die Befragten die gesamtwirtschaftliche Situation für
Deutschland ein. Hier hat sich die Zahl derer, die an gleich bleibende
Verhältnisse glauben, in den letzten sechs Monaten fast halbiert und beträgt nun
nur noch 25 Prozent (Vorquartal 48 Prozent). Beinahe zwei Drittel (62 Prozent)
rechnen mit einer Verschlechterung (im ersten Quartal 2020: 40 Prozent),
optimistisch schauen 13 Prozent in das nächste halbe Jahr (Vorquartal: acht
Prozent). "Dieser Blick auf die deutsche Konjunktur deckt sich auch mit unserer
volkswirtschaftlichen Einschätzung. Es gibt aber ermutigende Anzeichen, dass der
Tiefpunkt hinter uns liegt. Die Konjunkturerholung hat begonnen, wird aber
dauern", kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Mit
Blick auf das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturprogramm
befürworten mehr als drei Viertel der Befragten, dass die Gelder zur Förderung
von Zukunftstechnologien genutzt werden.
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