Derzeit steigt der Preis: Doch hier kommen drei Gründe, warum ich nicht auf Gold setze!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
18.09.2020, 10:16  |  1943   |   |   

Was fällt einem Anleger meistens als Erstes ein, wenn er an Gold denkt? Genau, dass das Edelmetall in Krisenzeiten als sicherer Hafen für das Ersparte gilt. Man merkt es immer deutlich, wenn sich die Nachrichtenlage verschlechtert und die Menschen Angst vor einer Krise verspüren. Dann beginnt der Goldpreis nämlich in der Regel deutlich anzusteigen.

So auch aktuell, denn viele Investoren sehen, verursacht durch die Coronapandemie, eine wirtschaftliche Krise ungeahnten Ausmaßes auf die Welt zukommen. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Goldpreis seit Anfang des Jahres bereits um rund 29 % angestiegen ist. Aber würde es in Krisenzeiten wirklich etwas nützen, Gold zu besitzen, und erscheint es deshalb sinnvoll, sein Geld dort zu investieren? Ich bin, was das Edelmetall angeht, etwas skeptisch und habe in diesem Artikel deshalb einmal drei meiner Gründe zusammengetragen, warum ich nicht in Gold investiere.

Keine laufenden Erträge

Jeder stellt ja an eine Investition andere Ansprüche. Ich möchte bzw. ich erwarte sogar, dass, wenn ich mein Geld investiere, das Anlageobjekt möglichst auch regelmäßige Erträge generiert. Wenn man Immobilien bevorzugt, könnten dies zum Beispiel Mieteinnahmen sein. Oder die Dividenden, wenn man sein Kapital in Aktien angelegt hat. Aber auch Rentenfonds werfen in der Regel Erträge ab. Nämlich in Form von Zinsausschüttungen. Diese kann man sich entweder auszahlen lassen oder man investiert sie gleich wieder in neue Fondsanteile.

Bei Gold ist es allerdings leider so, dass man nur über einen steigenden Kurs Gewinne erwirtschaften kann. Und das ist noch nicht alles. Es ist ja nicht nur die Tatsache, dass man als Anleger keinerlei Einnahmen erhält. Gold verursacht unter Umständen sogar noch Kosten. Die können nämlich für die Lagerung des Edelmetalls entstehen. Doch warum ist Gold dann trotzdem so beliebt? Ganz einfach. Es hat nun einmal den Ruf, auch in den schlimmsten Krisen bei Kriegen oder anderen weltweiten Katastrophen wertbeständig zu sein.

Die Handelbarkeit in Krisenzeiten

Jetzt stellt sich hier natürlich die Frage, wie sich die Angelegenheit in Zeiten von Anarchie oder bei einem Bürgerkrieg tatsächlich verhält. Wie bringt man in solchen Situationen sein Gold wieder an den Mann, um es vielleicht in Lebensmittel zu tauschen? Dies dürfte meines Erachtens relativ schwierig werden. Als „Krisenwährung“ macht Gold somit für mich persönlich überhaupt keinen Sinn.

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2 Kommentare

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Kommentare

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18.09.20 12:57:07
Die Anlegergemeinde ist immer noch in Goldhasser und Goldfans gespalten. Hier sprach der Goldhasser. Für alle 3 Argumente habe ich Gegenargumente: 1. Mir ist völlig wurscht, wie ich mit meiner Geldanlage Rendite erziele. Wenn ich Gold für 1000 Dollar kaufe und für 2000 verkaufe habe ich 100% Gewinn gemacht. Nach 1Jahr Haltefrist wird mir auch keine Kapitalertragssteuer abgezogen.
2. Mit Aktien kann ich noch weniger in Krisenzeiten Brot und Butter bezahlen. In Krisenzeiten werden eher die Aktien dramatisch an Wert verlieren als Gold.
3. Gold wird im Börsencrash mit runtergezogen, weil viele Spekulanten den Hals nicht voll kriegen und mit Margin kaufen. Wenn die Kurse fallen, verlangen die Broker eine höhere Sicherheit und die Spekulanten müssen ihr Gold verkaufen. Davon erholt sich der Goldkurs jedoch sehr schnell, wie wir gesehen haben.
Gold wird dann attraktiv und kaufenswert, wenn die Leute das Vertrauen in das Fiatgeld verlieren und das wird nach dieser Flutung der Märkte mit Notenbankgeld früher oder später eintreten. Die Notenbanker sind ja auch nicht dumm und kaufen Gold wie verrückt, damit sie etwas werthaltiges in ihren Bilanzen haben.
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18.09.20 12:00:37
Sprach der Hofnarr, las Ihm klarwurde das das er ohne den König verloren war!

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