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DAX-Wochenplan: Chartbild nach dem Verfallstag

DAX-Wochenplan Chartbild nach dem Verfallstag

20.09.2020, 10:14  |  13621   |   |   

Der DAX-Chart nach dem Verfallstag orientiert sich weiterhin an der bekannten Range und dessen Begrenzungen. Wo liegt das Risiko im Markt und welche Widerstände sollte man im Trading beachten?

Eine negative Wochenbilanz im DAX deutet auf weitere Unsicherheit hinsichtlich der Corona-Entwicklung hin. Am Kapitalmarkt standen zudem die Technologiewerte, die US-Notenbanksitzung FED und der große Verfallstag im Vordergrund.

Zunächst begann der DAX sehr stark und schickte sich an, den Ausbruch über 13.310 Punkte zu vollziehen. Eine Region, die uns bereits mehrfach beschäftigte und damit einen mittelfristigen Widerstand darstellte. Doch dieser Ausbruch gelang nicht und im Verlauf des Handelstages fiel der DAX erneut in seine bekannte und in der Vorwoche skizzierte Range zurück.

Hier verharrte er erst einmal bis zur Sitzung der US-Notenbank FED am Mittwochabend. Abnehmende Volatilität, die am Mittwoch sogar weniger als 100 Punkte betrug, zeugten von Zurückhaltung am Kapitalmarkt.

Direkt nach der Notenbanksitzung und den Worten von Jerome Powell, die Zinsen auf mehrere Jahre unverändert zu lassen und erst einmal keine weiteren fiskalpolitischen Programme aufzulegen, zeigte sich der Aktienmarkt enttäuscht, da mit weiteren Schritten zur Unterstützung der Wirtschaft gerechnet wurde. Es kam zu einem leichten Abverkauf und damit zu einem Bruch der DAX-Range auf der Unterseite zum Start am Donnerstag. Dies stellte sich letztlich als "Bärenfalle" heraus, denn bereits nach einer Handelsstunde war der Bereich der Range zurückerobert und der DAX wieder oberhalb der 13.120, als Begrenzung der vorrangigen Handelsspanne vergangener Wochen.

Daran änderte auch der Verfallstag wenig. Nach einem Rücklauf in die Range bis zu 13.263 Punkten kam es zum Handelsende zu neuen Verwerfungen und damit zu einem Schluss an der unteren Range-Kante. Spannender konnte die Woche nicht enden:

 

 

Die beiden Ausbruchsversuche sind optisch markiert und bestätigten die Range. In dieser fühlte sich der DAX scheinbar bis zum Verfall wohl. Alle Schlusskurse der Handelstage variierten hierbei um 140 Punkte und den Mittelwert 13.200.

 

 

Für einen nachhaltigen Ausbruch fehlten erst einmal die Impulse. Können diese in der neuen Handelswoche erzeugt werden?

 

Erst einmal ist der Widerstand als wichtiges Element im Chartbild noch einmal herauszuarbeiten. Oberhalb der 13.310 hatte es der DAX in jüngster Zeit schwer, weitere Käufer zu animieren:

 

 

Ein Durchbruch kann direkt das Potenzial bis 13.460 Punkte freilegen, womit wir dann beim Septemberhoch ständen. Darüber lockt dann bereits das Allzeithoch. Doch ganz realistisch sollte man sich hierbei das große Bild im DAX in Erinnerung rufen. Wir notieren im Verhältnis zwischen Corona-Tief und dem Allzeithoch bereits sehr weit in der Bewegung ohne eine größere Korrektur:

 

 

Sollten sich die Corona-Fallzahlen deutlicher erhöhen, kann diese Korrektur durchaus schnell und heftig erfolgen. Immerhin sind bereits 30 Millionen Menschen weltweit mit dem Covid19-Virus infiziert und wir nähern uns der 1-Million-Marke an Todesfällen. Ein Anstieg in mehreren europäischen Ländern wird momentan noch nicht mit Sorge wahrgenommen, doch letztlich wirkt sich dies auf das Kaufverhalten und damit auf die Wirtschaft aus. Dies sollte aus meiner Sicht auch im kurzfristigen Trading im Hinterkopf mitschwingen.

Charttechnisch ist der kurzfristige Chart ab dem Donnerstagmorgen noch positiv zu interpretieren. Wir sehen steigende Tiefs und einen Rücklauf in die eingangs skizzierte Range:

 

 

Der Verfall am Hexensabbat Freitag nach 17.30 Uhr hat den XETRA-DAX noch einmal etwas tiefer gedrückt und genau auf dem letzten Tief, respektive der Range-Kante, schliessen lassen. Eine Montagseröffnung unter 13.116 wäre damit ein weiterer Versuch, diese Range auf der Unterseite zu brechen. Kurse um 13.030 und im weiteren Verlauf zur runden 13.000 wäre dabei das Szenario.

Immerhin schloss die Nasdaq drei Tage in Folge im Minus und zeigte eine sehr negative Wochenbilanz auf.

Brechen wir die 13.000 als psychologische Marke, könnten dies viele Marktteilnehmer als richtungsweisend antizipieren und diese Richtung fortsetzen. Hält die 13.116 und wir erleben wie in den vergangenen Wochen einen positiven Wochenstart, ist die Range weiterhin das favorisierte Szenario und damit erste Kure bei 13.230 bis 13.260 Punkte denkbar.

 

Ein spannender Wochenstart ist damit garantiert. Gerne zeichne ich an den einzelnen Handelstagen meine Ideen für Sie vor. Tragen Sie sich gerne für den Erhalt mit Ihrer Mail-Adresse hier ein.

 

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Auf welche Termine sollte man in der neuen Woche besonders achten?

 

Gleich am Montag ist 14.30 Uhr der Chicago Fed Aktivitätsindex relevant und ab 16.00 Uhr eine weitere Rede des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell. Wenig später spricht noch Herr Brainard, ebenfalls ein Notenbankmitglied der FED.

Am Dienstag ist Jerome Powell ab 16.30 Uhr zu hören. Davor steht das EU-Verbrauchervertrauen um 16.00 Uhr auf der Terminagenda.

Der Mittwoch bringt dann Einblicke in das Verbrauchervertrauen aus Deutschland an die Börsianer. Um 8.00 Uhr veröffentlicht das GfK-Institut seine Daten dazu. 9.30 Uhr folgt der Einkaufsmanager aus Deutschland und der Markit PMI Gesamtindex. Selbiger wird 10.00 Uhr auf EU-Ebene und 15.45 Uhr für die USA publiziert.

Am Donnerstagmorgen 10.00 Uhr sind dann wieder die ifo-Daten aus Deutschland bezüglich des Geschäftsklimas unserer Unternehmen relevant. Hier wird ein weiterer Anstieg erwartet. 14.30 Uhr gilt der Blick den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenunterstützung und 16.00 Uhr weiteren Reden des US-Notenbankchefs und dem US-Finanzminister Mnuchin.

Für den Freitag merken wir uns 14.30 Uhr als Termin für die Auftragseingänge der langlebigen Güter in den USA vor.

Alle Prognosen dieser Termine finden Sie in folgender Übersicht:

 

 

Starten Sie damit gut vorbereitet in die 39. Kalenderwoche und damit in die letzte volle Handelswoche des Kalendermonats September.

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Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. Platzierte Produkte/Tools sind entsprechend markiert und Werbung.

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