DAX-Wochenplan: Chartbild nach dem Verfallstag

DAX-Wochenplan Chartbild nach dem Verfallstag

20.09.2020, 10:14  |  13189   |   |   

Der DAX-Chart nach dem Verfallstag orientiert sich weiterhin an der bekannten Range und dessen Begrenzungen. Wo liegt das Risiko im Markt und welche Widerstände sollte man im Trading beachten?

Eine negative Wochenbilanz im DAX deutet auf weitere Unsicherheit hinsichtlich der Corona-Entwicklung hin. Am Kapitalmarkt standen zudem die Technologiewerte, die US-Notenbanksitzung FED und der große Verfallstag im Vordergrund.

Zunächst begann der DAX sehr stark und schickte sich an, den Ausbruch über 13.310 Punkte zu vollziehen. Eine Region, die uns bereits mehrfach beschäftigte und damit einen mittelfristigen Widerstand darstellte. Doch dieser Ausbruch gelang nicht und im Verlauf des Handelstages fiel der DAX erneut in seine bekannte und in der Vorwoche skizzierte Range zurück.

Hier verharrte er erst einmal bis zur Sitzung der US-Notenbank FED am Mittwochabend. Abnehmende Volatilität, die am Mittwoch sogar weniger als 100 Punkte betrug, zeugten von Zurückhaltung am Kapitalmarkt.

Direkt nach der Notenbanksitzung und den Worten von Jerome Powell, die Zinsen auf mehrere Jahre unverändert zu lassen und erst einmal keine weiteren fiskalpolitischen Programme aufzulegen, zeigte sich der Aktienmarkt enttäuscht, da mit weiteren Schritten zur Unterstützung der Wirtschaft gerechnet wurde. Es kam zu einem leichten Abverkauf und damit zu einem Bruch der DAX-Range auf der Unterseite zum Start am Donnerstag. Dies stellte sich letztlich als "Bärenfalle" heraus, denn bereits nach einer Handelsstunde war der Bereich der Range zurückerobert und der DAX wieder oberhalb der 13.120, als Begrenzung der vorrangigen Handelsspanne vergangener Wochen.

Daran änderte auch der Verfallstag wenig. Nach einem Rücklauf in die Range bis zu 13.263 Punkten kam es zum Handelsende zu neuen Verwerfungen und damit zu einem Schluss an der unteren Range-Kante. Spannender konnte die Woche nicht enden:

 

 

Die beiden Ausbruchsversuche sind optisch markiert und bestätigten die Range. In dieser fühlte sich der DAX scheinbar bis zum Verfall wohl. Alle Schlusskurse der Handelstage variierten hierbei um 140 Punkte und den Mittelwert 13.200.

 

 

Für einen nachhaltigen Ausbruch fehlten erst einmal die Impulse. Können diese in der neuen Handelswoche erzeugt werden?

 

Erst einmal ist der Widerstand als wichtiges Element im Chartbild noch einmal herauszuarbeiten. Oberhalb der 13.310 hatte es der DAX in jüngster Zeit schwer, weitere Käufer zu animieren:

 

 

Ein Durchbruch kann direkt das Potenzial bis 13.460 Punkte freilegen, womit wir dann beim Septemberhoch ständen. Darüber lockt dann bereits das Allzeithoch. Doch ganz realistisch sollte man sich hierbei das große Bild im DAX in Erinnerung rufen. Wir notieren im Verhältnis zwischen Corona-Tief und dem Allzeithoch bereits sehr weit in der Bewegung ohne eine größere Korrektur:

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