Grenke unter Beschuss: An- oder ausgeknockt?

Gastautor: Armin Brack M.A.
21.09.2020, 12:00  |  1389   |   |   

Nach der neuen Short-Attacke von Fraser Perring scheiden sich die Geister. Droht hier ein neuer Fall Wirecard oder ist Grenke das Opfer einer fiesen Short-Attacke? Ich (Armin) habe ja am Mittwoch bereits ein kritisches Video zur Aktie gemacht, das ihr hier abrufen könnt.

Am morgigen Sonntag folgt ein zusätzliches Video, in dem ich in den ersten Minuten auch auf die Shortseller-Thematik eingehe und das Verhalten der Analysten bei Grenke.

Das Video wird morgen ab 17:00 Uhr auf meinem YouTube-„Aktien Kanal online sein.

Mein Kollege Michael Kissig sieht die Thematik dagegen anders. Er ist schon länger Aktionär bei Grenke und hält die Anschuldigungen im Wesentlichen für nicht zutreffend. Seine Einschätzung zur Thematik gibt es nachfolgend:

Nun hat es auch Grenke erwischt. Der im MDAX beheimatete Baden Badener Leasing-Spezialist ist ins Fadenkreuz von „Viceroy Research“ des Shortsellers Fraser Perring geraten.

Am Mittwoch feuerte Viceroy die erste Breitseite ab mit einer ganzen Reihe von Anwürfen. Darunter sind Bilanz-Betrug, Vettern-Wirtschaft des Gründers Wolfgang Grenke zulasten der übrigen Aktionäre, unlautere Bankgeschäfte, aufgeblähte Firmen-Werte und nicht vorhandene liquide Mittel.

Wer sich an Wirecard erinnert fühlt, irrt nicht. Die Nähe wird von Perring geradezu gesucht und auch explizit mehrfach der Hinweis auf Wirecard gegeben, um den Anschuldigungen (noch) mehr Gewicht zu geben. Dabei gehörte Perring zu jenen, die sich bereits 2016 an Wirecard abarbeiteten und diese Gemengelage zerrt zusätzlich an den Nerven der gebeutelten Grenke-Anleger.

Dank Wirecard, aber auch wegen der unrühmlichen Figur, die vor allem die Deutsche Bank während und nach der Finanzkrise abgegeben hat, steht der Finanzplatz Deutschland unter besonderer Beobachtung. Und unsere BaFin hat sich als zahnloser Tiger entpuppt, weil man bei Wirecard nicht nur geschlafen, sondern auch noch einseitig und unglücklich agiert hat. Daher steht das Vertrauen in das Können unserer obersten Finanzaufseher nicht gerade hoch im Kurs und dass die BaFin die Grenke Bank als Konzern-Tochter direkt zu überwachen hat, trägt nicht zur Beruhigung bei.

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