Kapitalismus – das beste Gesellschaftskonzept, nur bislang leider schlecht vermarktet

Gastautor: Markus Ross
22.09.2020, 14:22  |  309   |   |   

Wenn Menschen gefragt werden, ob sie Freiheit oder Unfreiheit - sprich Sklaverei, Knechtschaft, Arbeitslager, Gefängnis, Unterordnung und Rechtlosigkeit - vorziehen, werden sich mehr oder weniger alle überzeugt für die Freiheit entscheiden.

Wenn Menschen gefragt werden, ob sie Wohlstand oder Elend bevorzugen, werden sich mehr oder weniger alle überzeugt für den Wohlstand entscheiden.

Warum aber sind dann die wenigsten Menschen heute Befürworter des Kapitalismus beziehungsweise der ‚freien Marktwirtschaft‘?
Und favorisieren auf der anderen Seite Systeme, die die Freiheit der Menschen sukzessive beschneiden bis hin zur totalen Unfreiheit und auch dafür bekannt sind, dass dort die Menschen früher oder später unter vergleichsweise elenden Bedingungen leben?

In der Beantwortung dieser Frage und im Zuge dessen der Aufklärung der Menschen über die Vor- und Nachteile freier oder unfreier Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme liegt ohne Übertreibung die Schicksalsfrage der Menschheit beziehungsweise unserer Zivilisation. 
Wenn die Menschen den leeren sozialistischen Heilsversprechen folgen, werden sie auf Sicht sowohl ihre Freiheit als auch ihren Wohlstand zerstören – die Sowjetunion, die DDR und viele andere sozialistische Staaten wie Nordkorea und Venezuela sind hierfür warnende Beispiele.

„Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.“
(Friedrich Nietzsche)

Die menschliche Geschichte wurde und wird auch heute noch dominiert von kollektivistischen Systemen, in denen der Mensch einem Kollektiv – in früheren Zeiten der ‚Stamm‘, später König- oder Kaiserreichen, später sozialistischen oder nationalsozialistischen Kollektiven - untergeordnet wird. Der Mensch ist offensichtlich anfällig für solche ‚Narrative‘.

Kapitalismus ist das einzige Gesellschaftssystem in der ganzen bisherigen Menschheitsgeschichte, das auf der Freiheit des Individuums beruht. 
Die Befreiung der Menschen und der Wirtschaft von den Fesseln staatsorientierter Systeme im Zuge der Aufklärung hat der Menschheit beginnend im 18. Jahrhundert einen enormen Wohlstandsschub gebracht – den Wohlstand, den die Menschen in der westlichen Welt des 21. Jahrhunderts als ‚normal‘ und selbstverständlich erachten.
Dabei wird gern vergessen, dass die meisten Menschen auch im Westen noch bis zur Industriellen Revolution in relativem Elend lebten und vorher in besonders schlechten Zeiten gelegentlich sogar schlichtweg verhungert sind.
Ganz aktuell ist Venezuela ein trauriges Beispiel dafür, wie schnell aus einem wohlhabenden Land ein Land wird, in dem die Menschen in bitterer Armut, Gewalt und Not leben müssen.

Der Liberalismus, und damit verbunden der Kapitalismus als Wirtschaftssystem, war historisch der einzige derzeit bekannte bedeutendere Ausbruch aus diesem kollektivistischen Schema. Und er steht seitdem unter konstantem Beschuss seiner kollektivistischen Gegner.

Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Sowjetunion und dem Fall der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland im Jahr 1989 ging man schließlich voreilig davon aus, dass der Sozialismus endgültig ausgedient habe und sich die Überlegenheit kapitalistischer Systeme nachhaltig und für alle sicht- und erkennbar erwiesen habe.
Der Denkfehler hierbei lag darin, dass sich zwar manifestiert hatte, dass sozialistische Wirtschaftssysteme nichts taugen, aber bei den ‚siegreichen‘ westlichen Systemen handelte es sich keineswegs mehr um kapitalistische Systeme, sondern um fehleranfällige Mischsysteme (wie z.B. einem Wohlfahrtsstaat). In Mischsystemen, die sowohl kapitalistische als auch sozialistische Komponenten enthalten, steckt letztlich immer die Tendenz zum vollen Sozialismus, Faschismus oder ihrem Oberbegriff ‚Etatismus‘ – und hierin liegt auch ganz aktuell die große Gefahr.
Ein weiterer großer Fehler, der von den ‚Kapitalisten‘ gemacht wurde, ist, dass sie immer nur die wirtschaftliche Überlegenheit herausgestellt haben und nicht auch die moralische Überlegenheit – so weit schon mal zum Thema schlechtes Marketing der Kapitalisten.

In den Köpfen der meisten Menschen steckt daher heute– allerdings zu Unrecht – die Idee, dass der Kapitalismus schrecklich ungerecht sei, Arbeiter und Angestellte dort ausgebeutet und immer weiter ins Elend getrieben würden, dass der Kapitalismus die schöne Idee von der ‚Gleichheit‘ mit Füßen treten würde, der Kapitalismus allein den Interessen der Reichen dienen würde, der ‚Kapitalisten‘ eben, und dass diese das Elend ihrer Mitmenschen kalt lassen würde.
Dass die meisten Menschen – entgegen der Faktenlage - so denken, liegt an dem guten ‚Marketing‘ der Kommunisten und Sozialisten seit den Zeiten von Marx und Engels. Und weiterhin daran, dass den sozialistischen Diffamierungen praktisch überhaupt keine Marketingaktivitäten der ‚Kapitalisten‘ gegenüberstehen. Diese gingen nämlich fälschlich davon aus, dass alle Menschen, wenn sie nur objektiv die Fortschritte und den steigenden Lebensstandard betrachten würden, von ihrem System begeistert sein müssten.

Hinsichtlich dieser gelungenen Irreführung muss man den Sozialisten volle Anerkennung zollen – allerdings auch nur in diesem Punkt. Im richtigen Leben und bei den für die Menschen wesentlichen Dingen haben sie noch immer voll und ganz versagt.

In Wirklichkeit ist nur der Kapitalismus ein stimmiges Konzept, und es ist vor allen Dingen auch mehr als ein rein ökonomisches Konzept. Es umfasst alle Lebensbereiche und es kann Menschen, wenn sie es verstanden und verinnerlicht haben, Halt und Antrieb geben. So wie es die christliche Religion früher getan hat. Es ist auch keineswegs so, dass sich in einem freiheitlichen System niemand freiwillig um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern würde. Sobald der Wohlfahrtsstaat seine Leistungsträger nicht mehr zwangsweise zu ‚Wohltaten‘ heranzieht, wird auch die Spendenbereitschaft und Philanthropie wieder zunehmen. Und darüber hinaus wird auch in einem freien System mit einem vergleichsweise schwachen Staat der Staat immer noch eine Grundversorgung seiner Bürger sicherstellen können und auch müssen.
Diese positiven und freundlichen Aspekte des Kapitalismus müssen jedoch deutlicher herausgearbeitet und verbreitet werden.
Zur Philosophie des Kapitalismus gehören neben der Freiheit des Individuums notwendigerweise auch das Recht auf Leben, was wiederum zwingend das Recht auf Eigentum als Mittel zum Überleben beinhaltet und das Recht der Selbstbestimmung. Das Konzept des Kapitalismus stimmt auch mit den christlichen Geboten überein. Es ist jedoch nicht kompatibel mit den freiheitsfeindlichen und staatsgläubigen Ansätzen des Islam.

Der Kapitalismus hält auch wichtige Institutionen wie Familie in Ehren, während die kollektivistischen Systeme die Familie zu zerstören versuchen, ebenso wie die Religion oder andere nicht staatliche organisierte Gemeinschaften.

Individualismus ist gut und wichtig, der Mensch benötigt aber auch Bindungen und Traditionen, die ihm Halt geben. Menschen mit familiären Bindungen und einer Einbindung in Traditionen leben glücklicher.

Der Kollektivismus versucht diese Bindungen zu kappen und den Mensch stattdessen in staatlich organisierte Verbände und Organisationen einzubinden und dort im Sinne der staatlichen Ideologie zu indoktrinieren und zu überwachen. Als Beispiele seien hier genannt die ‚Hitler Jugend‘ im national-sozialistischen Deutschland, die ‚Freie Deutsche Jugend‘ in der DDR, die ‚Kommunistische Deutsche Jugend‘ im Deutschen Reich, die ‚Kommunistische Jugendinternationale‘, der ‚Komsomol ‚in der Sowjetunion, der ‚Kommunistische Jugendverband‘ Chinas etc. und bei den Erwachsenen der nationalsozialistische Frauenbund ‚NS-Frauenschaft‘ oder der NS-Deutscher-Dozentenbund u.v.a.m.

Ein gut funktionierendes, freiheitliches kapitalistisches System, in dem den Menschen auch wertvolle moralische Werte vermittelt werden, wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Güte, Anstand, Ehrlichkeit, Gesetzestreue, Gerechtigkeit, Selbstachtung, Würde und Selbstverantwortung und auch Tugenden wie Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit, Genauigkeit, Fleiß, wird auch den Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft ein besseres Auskommen liefern und Aufstiegsmöglichkeiten, die sie heute in unserem leider schon weitgehend und zunehmend weiter verrottenden kollektivistischen System schon oftmals nicht mehr haben.

Es hat sich herausgestellt, dass auch das Erziehungssystem besser und gerechter funktioniert, wenn es ganz oder zumindest teilweise privat organisiert wird. Über staatliche Zuschüsse und Stipendien können auch Kinder aus ärmeren Familien in den Genuss einer besseren Ausbildung kommen, als sie ihnen im staatlichen Bildungssystem geboten wird.

Bei aktuellen Themen wie Umweltschutz und Tierschutz kann das kapitalistische System ebenfalls deutlich bessere Ergebnisse abliefern als Systeme, die wirtschaftlich erfolglos sind, und sich einen solchen ‚Luxus‘ nicht leisten können.

Selbstverständlich ist auch der Kapitalismus nicht perfekt - einzelne werden immer wieder versuchen, das System auszunutzen und Regelungen zu ihrem Vorteil zu unterlaufen.
Insofern muss der gesetzte Ordnungsrahmen laufend den sich ständig ändernden Gegebenheiten angepasst werden. Ein freiheitliches System, in dem sich der Staat auf das Notwendigste beschränkt, wird aber auch bezüglich der notwendigen Anpassungen die besseren Ergebnisse liefern als ein dominierender Staat und seine Bürokratie.

Angefangen hat die Irreführung der Menschen durch die Sozialisten mit Karl Marx, der der freien Marktwirtschaft die aus seiner Sicht abwertende Bezeichnung ‚Kapitalismus‘ gab, mit dem Ziel einer marketingmäßigen Irreführung der Menschen, dahingehend, dass diese glauben sollten, das System diene nur den reichen Unternehmern oder Financiers, den ‚Kapitalisten‘ – und alle anderen würden benachteiligt bis hin zu ihrer „Verelendung“. 
Karl Marx selbst war dabei vollkommen bewusst, dass der Kapitalismus sehr erfolgreich war und zu einem enormen Wohlstandseffekt geführt hatte und auch, dass es der Verdienst von Aufklärung, Liberalismus und Kapitalismus war, dass die Menschen von Knechtschaft, Sklaverei und Leibeigenschaft befreit wurden (siehe Auszüge aus seinem ‚Kommunistischen Manifest‘ im Anhang).
Die bewusste Irreführung der Menschen durch sozialistische Propaganda dahingehend, dass der Kapitalismus extrem ungerecht sei und die Menschen dort unnötig leiden müssten, wird seit den Zeiten von Karl Marx bis heute ohne Unterlass fortgesetzt – und leider weiterhin recht erfolgreich.
(Ganz aktuell wird es jedoch interessant sein zu beobachten, ob der Mittelstand einschließlich der Facharbeiterschaft nach den von Olaf Scholz anvisierten Steuererhöhungen zur Finanzierung weiterer staatlich verordneter ‚Rettungsaktionen‘, unseren halb-sozialistischen Wohlfahrtsstaat weiterhin als gerecht empfinden wird)

Die sozialistische Irreführungskampagne ruht auf zwei Säulen: auf der einen Seite darauf, das kapitalistische System zu diffamieren und auf der anderen Seite darauf, das sozialistische System zu glorifizieren (Gleichheit, Gerechtigkeit, Glück, Umweltschutz, Klimarettung) und seine offensichtlichen Nachteile zu verschleiern. Beide Ansatzpunkte basieren auf krassen Lügen.

Wenn man die historische Entwicklung zur Beurteilung heranzieht, ist es wichtig zu beachten, dass es den reinen Kapitalismus letztlich nie gegeben hat, die einzelnen Staaten hatten immer das Geldmonopol und sie griffen auch darüber hinaus mit der Zeit in stetig zunehmendem Maß immer mehr in die Wirtschaft ein. Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass unser aller Wohlstandsniveau heute deutlich höher wäre, wenn es die vielfältigen staatlichen Eingriffe nicht gegeben hätte und sich die Wirtschaft frei entwickelt hätte. Die bereits vorher schon stark eingeschränkte wirtschaftliche Freiheit hörte mit dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1914 fast völlig auf zu existieren. Anzumerken in diesem Zusammenhang ist, dass die vorausgegangenen 100 Jahre (seit dem Wiener Kongress zum Abschluss der napoleonischen Kriege, 1815) die wohl friedlichsten Jahre der Menschheitsgeschichte waren, und dass diese lange Friedensperiode primär das Verdienst der dem Kapitalismus innewohnenden Tendenz zur Vermeidung von Kriegen war – unter anderem um den internationalen Handel nicht zu beeinträchtigen.

Zu den Diffamierungen und Unehrlichkeiten der sozialistischen Kampagnen gehört im Übrigen auch, dass der Kapitalismus für alle Wirtschaftskrisen seit 150 Jahren verantwortlich gemacht wird. Die großen Krisen, die es in den erwähnten ‚100 kapitalistischsten Jahren‘ und vor allen Dingen auch nach dem Ersten Weltkrieg in den dann fälschlich weiterhin als kapitalistisch bezeichneten Mischwirtschaften (Wohlfahrtsstaaten) gegeben hat, sind nur deswegen so stark ausgefallen, weil die Staaten die Krisen in aller Regel durch ihre den Krisen vorausgehende hochgradig unseriöse Geldpolitik extrem verschärft hatten. Ursache der großen Krise war in aller Regel ein negativer staatlicher Einfluss: auf einen exzessiven ‚Boom‘ folgt immer ein schmerzlicher ‚Bust‘. Die Schuld wurde jedoch immer dem freien Teil der Wirtschaft gegeben, dem Kapitalismus.

Da der Kommunismus beziehungsweise der Sozialismus als ‚nacktes‘, ehrlich bezeichnetes Konzept nach den Schäden und Monströsitäten der kommunistischen Sowjetunion, DDR, Chinas, Kambodschas etc. nicht mehr so richtig gut zu vermitteln ist, verlegen sich die Sozialisten in ihrer Marketingstrategie heute darauf, zum einen den Kapitalismus weiter zu diffamieren und auf der anderen Seite im edlen Gewand der Klimaretter oder Gesundheitsapostel oder ‚Antifaschisten‘ daher zu reiten und in dem Zuge zu versuchen, die letzten noch bestehenden Freiheiten weiter zu dezimieren, um letztlich doch wieder eine unfreie Staatswirtschaft durchzusetzen.

Fast alle Ungerechtigkeiten der letzten Jahrzehnte (Einkommens- und Vermögensungleichheiten werden größer, Umverteilung von unten nach oben), über die sich die Menschen vollkommen zurecht aufregen, stammen von den sozialistischen Einflüssen auf die Wirtschaft, insbesondere die von den Zentralbanken verursachte Inflationierung der Geldmenge.
Wenn die Menschen die Lösung jetzt in noch mehr Sozialismus suchen, versuchen sie, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die Folgen werden noch schlimmere Ungerechtigkeiten, begleitet von wirtschaftlichem Elend für die allermeisten, sein.

„Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.“
Karl Marx (‚Kommunistisches Manifest, Punkt 5)

“Permit me to issue and control the money of a nation, and I care not who makes its laws.”
Mayer Amschel Rothschild

„Lenin soll erklärt haben, dass der beste Weg zur Vernichtung des kapitalistischen Systems die Vernichtung der Währung sei. Durch fortgesetzte Inflation können Regierungen sich insgeheim und unbeachtet einen wesentlichen Teil des Vermögens ihrer Untertanen aneignen. Lenin hat recht. Es gibt kein feineres und kein sicheres Mittel, die bestehenden Grundlagen der Gesellschaft umzustürzen, als die Vernichtung der Währung. Dieser Vorgang stellt alle geheimen Kräfte der Wirtschaftsgesetze in den Dienst der Zerstörung, und zwar in einer Weise, die nicht einer unter Millionen richtig zu erkennen im Stande ist.“
John Maynard Keynes

Nachfolgend eine Gegenüberstellung der wesentlichen Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme, sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf moralischer und gesellschaftlicher Basis unter Bezug auf die irreführenden Schlagworte der Sozialisten, mit denen der Kapitalismus diffamiert werden soll:


Ausbeutung der Arbeiterklasse und ihre Verelendung

Ausbeutung kann und wird es in einem gewissen Umfang in jedem System geben. In einer freien Wirtschaft können sich jedoch Arbeiter und Angestellte ihre Arbeitsstelle frei wählen, wenn sie sich unterbezahlt fühlen.
In einem sozialistischen System herrscht dagegen oftmals ‚Arbeitspflicht‘, die Berufswahl ist nicht immer frei und die Bezahlung wird von der Obrigkeit festgelegt. 

Auch zu der von Marx prognostizierten ‚Verelendung‘ der Arbeiterklasse kam es nicht; im Gegenteil: der Lebensstandard ist seit Ende des 19. Jahrhunderts für alle stark gestiegen. Unter anderem aus diesem Grund kam es auch nicht zu der von Marx vorhergesagten Revolution der Arbeiterklasse.
Wie nett die Kommunisten mit der Arbeiterklasse umgehen wollen, sobald sie an die Macht kommen, kann man aus folgenden Zitaten ehemals  führender Kommunisten ableiten:

„Von einem umfassenderen Gesichtspunkt aus ist der proletarische Zwang in all seinen Formen von Erschießungen bis zur Arbeitspflicht, so paradox das auch klingt, eine Methode, um die kommunistische Menschheit aus dem Menschenmaterial der kapitalistischen Epoche herauszubilden.“
Leo Trotzki (Leo Dawidowitsch Bronstein)

„Sogar die Organisation der Leibeigenschaft war unter bestimmten Bedingungen ein Fortschritt und führte zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität.“
Leo Trotzki (Leo Dawidowitsch Bronstein)

„Die Arbeitermasse muss genauso verlegt, ernannt und kommandiert werden wie die Soldaten.“
Leo Trotzki (Leo Dawidowitsch Bronstein)

„Stalin erließ ein Gesetz, das Arbeiter und Angestellte mit Gefängnishaft bedrohte, wenn sie bei der Arbeit fehlten oder sich nur verspäteten: Sie waren ‚militarisiert‘.“
Igor Schafarewitsch (Der Todestrieb in der Geschichte)

1:0 für den Kapitalismus

Ungerechtigkeit des Systems, mangelnde ‚Gleichheit‘

Zunächst zum Thema ‚Recht‘.
Das Rechtssystem eines Landes und auch seine Beachtung durch die staatlichen Institutionen spiegeln wider ob es sich um ein freiheitliches System handelt oder um ein staatsorientiertes, kollektivistisches. Rechte sind ein moralisches Konzept, sie sind die Umsetzung der Ethik eines Gesellschaftssystems in Politik, in Gesetze und Vorschriften für menschliches Verhalten. Jedes politische System basiert auf einem ethischen Code, wobei die ‚Ethik‘ einzelner Staaten nicht zwingend unseren eigenen ethischen Vorstellungen entsprechen muss.

In der westlichen Hemisphäre gehen die meisten Menschen vermutlich wie selbstverständlich davon aus, dass sie einem Rechtsstaat leben möchten, der auch ihre individuellen Rechte schützt. 
Individualrechte sind die Rechte, die das Individuum vor anderen Bürgern und vor dem Staat schützen. Nach unserem westlichen Verständnis ist das höchste Recht das Recht auf Leben. (dass sich aus dem Recht auf Leben auch zwingend das Recht auf Eigentum ableiten lässt, wird an anderer Stelle besprochen; siehe auch Ayn Rand).

Ein Rechtsstaat ist ein Staat, der die Rechte seiner Bürger schützt und sich an seine eigenen Gesetze hält, insbesondere die, die ihn selbst in seiner Macht beschränken. In einem Rechtsstaat steht das Recht über dem Staat, in einem Unrechtsstaat steht der Staat über dem Gesetz.

Hier fangen die Probleme bei sozialistischen Ländern an. Kollektivistische Systeme stellen ein diffuses ‚Allgemeinwohl‘ oder ein ‚öffentliches Interesse‘ über die individuellen Rechte. Die meisten Gesellschaftsformen in der menschlichen Geschichte basierten auf einer altruistisch-kollektivistischen Ethik. Moral, Gesetze und Vorschriften sollen primär die Individuen einschränken, nicht jedoch den Staat oder seine Herrscher (seien das gottbegnadete Herrscher oder Vertreter des wie auch immer ermittelten ‚Volkswillens‘, seien es ägyptische Gottkönige, der römische Wohlfahrtsstaat, Hitlers Deutschland, Stalins Sowjetunion oder Maos China oder dessen kaiserliche Vorläufer). Im sozialistischen Verständnis hat nur einer das legitime Recht, die Politik zu bestimmen: die Arbeiterklasse beziehungsweise die Arbeiterpartei als ihre Vertretung. 

Die einzige Gesellschaftsform, die Individualrechte und ihren Schutz über alles stellt, ist der Kapitalismus.

Die Amerikanische Verfassung war insofern ein revolutionärer Fortschritt als der Staat und die Gesellschaft erstmals in der Geschichte unverrückbaren Gesetzen unterworfen wurde. In der Amerikanischen Verfassung wurde von den Gründungsvätern besonders viel Wert darauf gelegt, bestimmte Grundrechte so zu verankern, dass sie möglichst nicht aufgeweicht werden können – auch nicht durch Mehrheitsbeschlüsse.
(leider ist das nicht vollständig gelungen, denn die kollektivistischen Tendenzen haben sich auch in USA durch die Gesellschaft gefressen und die Individualrechte sukzessive ausgehöhlt; wie in Europa gab es auch in USA den ‚Marsch durch die Institutionen‘ bis hin zur letzten Bastion: dem höchsten Gericht).

Die Amerikanischen Gründerväter hatten im Übrigen auch die Gefahr von Zentralbanken und Papiergeld deutlich erkannt:

‘Paper currency [can] ruin commerce, oppress the honest, and open the door to every species of fraud and injustice.’
George Washington (1. August 1787, in einem Brief an Thomas Jefferson)

‘Banking establishments are more dangerous than standing armies.’
Thomas Jefferson

‘It affects the rights of property as much as taking away equal value in land.’
James Madison (zu Papiergeld)

Bei Gerechtigkeit im engeren Sinn des Wortes kann es nur um die saubere Anwendung von ‚Recht‘ gehen, und zwar im Rahmen eines Rechtsstaats. Wie bereits ausgeführt, kann es einen Rechtsstaat in unserem Verständnis aber nur in einem freiheitlichen System geben wie dem Kapitalismus.

„Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande.“
Der heilige Augustinus

Im nächsten Schritt kann man sich jedoch die Frage stellen, was darüber hinaus noch ‚Gerechtigkeit‘ sein könnte?
Bei dem Vorwurf der Sozialisten an den Kapitalismus, er sei ungerecht, weil keine Gleichheit der Menschen hergestellt würde, wird an die Neidgefühle appelliert.

Als gerecht anzusehen, wenn alle Menschen gleich wären, ist Unsinn, da Menschen niemals ‚gleich‘ sein können, gleich aussehen, gleich intelligent, gleich begabt, gleich fleißig sein können, nicht die gleichen Eltern haben können, den gleichen Wohnort etc.. 
Gleichheit ist schlichtweg nicht umsetzbar. An Gleichheit kann Gerechtigkeit also nicht festgemacht werden.

Die einzige berechtigte Forderung in Richtung Gleichheit, die man an ein gerechtes Gesellschaftssystem stellen kann, ist, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und keine Klasse Privilegien (Vorrechte) hat, seien es Könige, Adlige oder Partei- bzw. Politbüromitglieder. Und dass alle eine faire Chancen haben, in ihrem Leben alles zu erreichen.

In einem freiheitlichen Land mit einem funktionierenden Rechtssystem sind die Menschen vor dem Gesetz gleich und keine Gesellschaftsschicht hat Privilegien – mehr kann man sinnvollerweise nicht verlangen.

In sozialistischen und unfreien Ländern hingegen gesteht sich die herrschende Klasse in aller Regel Privilegien zu und Individualrechte spielen praktisch keine große Rolle.

2:0 für den Kapitalismus 

Gerechtigkeit durch Umverteilung

Gerecht ist es sicher auch nicht, wenn der Fleißige dem Faulen die Hälfte seines hart erarbeiteten Geldes abgeben muss. Das ist jedoch in ‚Mischwirtschaftssystemen‘ (u.a. Wohlfahrtsstaaten) leider die Regel.
Ebenfalls ist es nicht gerecht, wenn der erfolgreiche Unternehmer mittels von ihm selbst über Steuern finanzierte Subventionen seinen erfolglosen Konkurrenten oder andere Zombieunternehmen mitfinanzieren muss, die sukzessive die gesamte Wirtschaft mit in den Abgrund ziehen (bei Mischwirtschaftssystemen und dem ihnen innewohnenden Hang zum Korporatismus).

Der derzeit geäußerte Vorwurf, dass die Schere aus arm und reich seit vielen Jahren auseinandergeht und eine Umverteilung von unten – genauer gesagt von der ‚Mitte‘ - nach oben stattfindet und der Lebensstandard bei vielen Menschen sinkt, ist allerdings vollkommen berechtigt. 
Allerdings liegt die Ursache nicht beim Kapitalismus, sondern primär in den sozialistischen Einflüssen in unseren ‚Mischwirtschaften‘. Die Hauptursache liegt in der Inflationspolitik der Zentralbanken. Und Zentralbanken sind ein Kernelement einer kommunistischen Politik zur Erlangung der Kontrolle über die Wirtschaft.
In den Anfängen des Kapitalismus zu Zeiten der Industriellen Revolution ist der Wohlstandszuwachs allen zu Gute gekommen. Auch wenn damals die Einkommens- und Vermögensunterschiede noch größer waren als heute, ist der entscheidende Punkt, dass alle damals von der Verbesserung profitiert haben. Seit dem Beginn der massiven staatlichen Inflationspolitik der westlichen Zentralbanken jedoch, etwa ab dem Jahr 1971, als in Amerika die Golddeckung der Währung endgültig aufgehoben wurde, hat sich der Lebensstandard vieler Menschen verschlechtert, während einige wenige von der Inflationspolitik profitiert haben. Die Verantwortung hierfür liegt allein beim Staat und seinem Geldmonopol, nicht bei der freien Wirtschaft.

Gemeinwohl, ‚öffentliches Interesse‘

Gemeinwohl und öffentliches Interesses sind inhaltsleere Begriffe. Wer ist die ‚Allgemeinheit‘? Wem genau soll etwas zu Gute kommen? Und zu wessen Lasten?
Was ist überhaupt ein ‚Wohl‘, wer entscheidet was ‚gut‘ ist – jedes Invididuum für sich oder der Staat?
Das ‚Wohl‘ kommt am Ende immer einzelnen Personen zu Gute und nicht einer unbestimmten ‚Allgemeinheit‘.
Wenn das Gemeinwohl über dem individuellen Wohl und den individuellen Rechten steht, wird das zu einem Blankoscheck für alle erdenklichen Missetaten. Wenn das Wohl der Gemeinschaft bzw. einzelner Personen aus der Gemeinschaft über dem individuellen Wohl mancher steht, bedeutet das, dass letztere versklavt und entrechtet werden.

Die Sowjetunion war angeblich ganz auf das ‚Gemeinwohl‘ ausgerichtet, gut gelebt hat aber nur eine kleine Zahl von Funktionären, der Großteil der Bevölkerung lebte am Existenzminimum.
Objektiv betrachtet war das Allgemeinwohl für die meisten Menschen insofern kein ‚Wohl‘, sondern ein Schaden.

„Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“
Motto der Nationalsozialisten, in ihrem NSDAP-Parteiprogramm

Klimawandel, Umweltschutz

Gerne wird auch behauptet, dass der Kapitalismus für Umweltschäden und den ‚Klimawandel‘ verantwortlich sei und der Kapitalismus deshalb abgeschafft werden müsse (u.a. bei den ‚Fridays For Future‘ oder ‚Black Lives Matter‘ Demonstrationen). 
Vollkommen richtig ist die Erkenntnis, dass der Mensch Raubbau an der Natur und ihren Ressourcen betreibt und enorme Umweltschäden anrichtet. Und auch, dass dem energisch entgegengewirkt werden muss.

Die Hauptursache für vom Menschen zu verantwortende Umweltschäden und Klimaeffekte ist aber die rasante Zunahme der Weltbevölkerung auf inzwischen knapp 8 Milliarden Menschen. Für die Bevölkerungszunahme sind heute allein (zumeist mehr oder weniger sozialistische) Länder in Afrika verantwortlich oder in Asien.
Wie hoch der Anteil der Menschen am Klimawandel ist, ist umstritten. 
(Vor 20.000 Jahren war der Meeresspiegel etwa 130 Meter niedriger als heute, bei Temperaturen, die geschätzte 4-7 Grad unter den heutigen Temperaturen liegen, und der größte Anteil des Temperaturanstiegs um 4-7 Grad, der vor der Industriellen Revolution und dem Aufkommen des ‚Kapitalismus‘ stattfand, kann kaum menschlich induziert sein).

Falsch ist es auf jeden Fall, dem Kapitalismus als Gesellschaftsform die Schuld dafür zu geben. Die Umweltbilanz der ‚kapitalistischen‘ Länder ist erheblich besser als die der sozialistischen Länder (China, Indien, früher die DDR, u.v.a.m.), die oftmals kaum ihre eigene Bevölkerung versorgen können und denen in der Regel das Geld für ‚Luxus‘ wie Umweltschutz fehlt. 
Die Umweltbilanz der sozialistischen Länder, die aufgrund ihrer Struktur kaum in der Lage sind, ihre Bevölkerungen mit dem Nötigsten zu versorgen und insofern gar keinen Spielraum haben, sich um Umweltschutz zu kümmern, ist desolat. Im Kommunismus und Sozialismus passiert in Richtung Umweltschutz praktisch nichts, da Umweltschutz ein ‚Luxusgut‘ ist und immer zunächst die Grundbedürfnisse der Menschen gedeckt werden müssen, nämlich Nahrung und Unterkunft.

Dass auch in den kapitalistischen Ländern noch vieles in dieser Hinsicht verbessert werden muss, ist unbestritten.
Ein Problem der freien Marktwirtschaft ist in diesem Zusammenhang, dass zum Teil eigentlich ineffiziente Wege von Unternehmen profitabel beschritten werden können, weil ein guter Teil der Kosten „externalisiert“ wird, das heißt nicht vom Produzenten oder seinen Vertriebskanälen getragen und stattdessen der Allgemeinheit aufgebürdet werden (zum Beispiel Umweltschäden in Form von Luftverschmutzung beim Transport von Gütern von Asien nach Europa oder Amerika oder der ‚Vermüllung‘ von Landschaft und Meeren). Auch die Externalisierung von Kosten ist ein Beispiel dafür, wie Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Hier müssen effiziente Wege gefunden werden, diese Kosten zu berücksichtigen, damit nachhaltig gewirtschaftet wird und einer solchen Verschwendung von Ressourcen Einhalt geboten wird.
Trotzdem ist die Umweltbilanz der kapitalistischen Länder erheblich besser als die der sozialistischen.

3:0 für den Kapitalismus

Faschismus

Bei dem Vorwurf der Linken an viele Konservative oder Liberale, sie wollten ein faschistisches System herstellen, muss man sich die Bedeutung des Begriffs Faschismus vor Augen führen. Nachfolgend kurz zur Definition von Faschismus, Sozialismus und Etatismus:
Sozialismus ist ein zentral gesteuertes Regierungs- und Gesellschaftssystem, bei dem die Produktionsmittel verstaatlicht sind und der Staat somit die Wirtschaft kontrolliert.
Faschismus ist ein Regierungssystem mit einer starken Zentralregierung, Opposition oder Kritik sind nicht erlaubt, das Eigentum an den Produktionsmitteln ist zwar nicht verstaatlicht, der Staat hat aber die absolute Kontrolle und Entscheidungsmacht. Eigentum ohne eigene Kontrolle ist aber ein Widerspruch in sich. Eigentum ohne Kontrolle ist kein Eigentum mehr.
Beim Etatismus (Planwirtschaft oder Zentralplanung) sind die Produktionsmittel zum Teil ebenfalls noch in privater Hand, der Staat steuert Wirtschaft und Gesellschaft aber extensiv und umfassend – womit auch hier private Eigentumsrechte ganz oder weitestgehend nicht mehr bestehen. Individuelle Freiheiten sind hinsichtlich des Eigentums stark eingeschränkt.

Sowohl im Faschismus als auch im Sozialismus liegen die Eigentumsrechte beim Staat, beim Sozialismus ganz offen, beim Faschismus durch die Hintertür.

Etatismus ist somit letztlich der übergeordnete Begriff von Sozialismus und Faschismus hinsichtlich der Eigentumsrechte am Produktivkapital - die beiden Systeme unterscheiden sich in ihren Ausprägungen bei Lichte betrachtet nur marginal, denn Eigentümerschaft ohne Kontrolle ist ein wertloses Eigentum. Sozialismus ist insofern sogar die ehrlichere Variante.

„Wieso soll ich die Unternehmen sozialisieren? Es reicht doch, wenn ich die Menschen sozialisiere.“
Adolf Hitler

Kapitalismus mit seinem freiheitlichen Ansatz und dem Ziel eines schlanken Staats ist das genaue Gegenteil zu Faschismus, Sozialismus und Etatismus.

4:0 für den Kapitalismus

Krieg und Imperialismus

Menschen, die die Freiheit haben, etwas zu produzieren oder zu leisten und die Früchte ihrer Arbeit zu genießen, haben es nicht nötig, zu plündern und zu rauben. Sie können durch Kriege nur verlieren, aber nichts gewinnen.

Ideologisch erlauben es die Grundsätze der individuellen Menschenrechte nicht, dass jemand seinen Lebensunterhalt auf Basis von Raub und Diebstahl bestreitet – weder im In- noch im Ausland.
Ökonomisch gesehen sind Kriege sehr teuer und private Bürger werden in der heutigen Zeit kaum bereit sein, ihr Geld freiwillig dafür zu geben. Vom Frieden kann der einzelne Bürger wirtschaftlich viel mehr profitieren als vom Krieg.
Staaten führen jedoch hin und wieder gern Krieg, zum einen, weil die Entscheider kein eigenes Geld riskieren, andere Male, um von Problemen im Inland abzulenken.

In der Geschichte haben sich schon immer die Mentalitäten der friedlichen Händler und der Kriegerkaste antagonistisch gegenübergestanden. Kriege sind unökonomisch, da sie eine Verschwendung von Ressourcen darstellen – aus Ruinen entstehen keine Gewinne.
Der Kapitalismus ist eine Gesellschaft von Händlern. Individuen haben nie Kriege geführt, das tun nur Kollektive. Kriege werden von starken Staaten begonnen, nicht von einzelnen Bürgern – und auch nicht von schwachen, ‚schlanken‘ Staaten.
Krieg und gewaltsame Auseinandersetzungen, die die Menschen in ihrer ganzen Geschichte begleitet haben, sind nicht heroisch oder nobel, sondern barbarisch. Zu einer hohen Zivilisationsstufe passen sie insofern nicht. 
Der Kapitalismus ist die erfolgreichste Wirtschaftsform, die die bislang höchste Zivilisationsstufe hervorgebracht, die der Mensch erreicht hat, und der Kapitalismus brachte der Welt die längste Friedensphase in der Geschichte der Menschheit (und das, obwohl es noch nicht einmal ein reiner Kapitalismus war).

Die nicht zu verleugnenden imperialistischen Tendenzen in den USA wurden primär von den Linken befördert, den Kollektivisten, die später auch die Politik von Roosevelt und Wilson beeinflussten.

Sozialistische Länder wie Hitler-Deutschland, die Sowjetunion und die zentralistischen Reiche der Historie waren in ihren imperialistischen Bestrebungen jedoch deutlich aggressiver.

Der reine Kapitalismus ist ein entschiedener Gegner von Kriegen.

Zwischenergebnis: 5:0 für den Kapitalismus

Sonstige Aspekte (Krisen, Depressionen, Kinderarbeit, Entrechtung der Frauen)

Die sozialistischen Gegner des Kapitalismus werfen ihm vor, dass er zu starken Konjunkturschwankungen und Massenarbeitslosigkeit führen würde.

Der Kapitalismus kennt natürlich auch Konjunkturzyklen. In einer freien Wirtschaft fallen die Zyklen jedoch wesentlich milder aus als in gemischten Systemen, in denen der Staat – primär über eine verfehlte Geld- und Inflationspolitik – falsche Anreize setzt und damit die Wirtschaft in aufgeblähten Aufschwungphasen zu irrationalen Übertreibungen anhält, deren Korrektur dann in Form von massiven Krisen und Depressionen erfolgt.
Die Korrekturen in einer freien Wirtschaft fallen wesentlich milder aus. Zombie-Wirtschaft kann in einer freien Wirtschaft in größerem Umfang nicht entstehen, da eine freie Marktwirtschaft mit ihrem schöpferischen Zerstörungsprozess schwache Unternehmen laufend aussondert.

Auch die immer wieder geäußerten ‚historischen‘ Vorwürfe, der Kapitalismus habe zu schrecklicher Kinderarbeit und der Entrechtung der Frauen geführt, sind falsch. Bei genauer Betrachtung ist auch in diesen Punkten das Gegenteil richtig.

Moral und Ethik und Religion

Der Kapitalismus ist moralisch-ethisch bestens mit dem Christentum und der christlichen Soziallehre vereinbar. Auch im Christentum gelten das Leben und das Eigentum als unantastbar und es wird die Freiheit der Menschen gefordert. Und auch andere christliche Forderungen wie die Sicherung des Friedens, der Schutz der Schöpfung, die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, die Unterstützung Bedürftiger in Notsituationen – Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft – sind ebenfalls gut mit dem Kapitalismus kompatibel. Ausschließlich mit dem Kapitalismus. Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft sind zunächst auf freiwilliger Basis gefordert. Zwang sollte auch an dieser Stelle so weit wie möglich vermieden werden. 

Anders verhält es sich beim Islam: die Tatsache, dass sich der Islam als Staatsreligion versteht und entsprechend dominant und freiheitsfeindlich ist (wer den ‚Club‘ verlassen möchte, wird mit dem Tod bedroht), ist ein Grund dafür, warum die islamischen Länder ab dem 18. Jahrhundert in punkto Wirtschaft und Wohlstand abgehängt wurden gegenüber den aufgeklärten westlichen Ländern mit ihren ‚Freiheitsbewegungen‘.

Als nächstes zur Ethik im Sozialismus.
Jedes politische System basiert auf einem ethischen Code. In der Geschichte der Menschheit dominierten unterschiedliche Varianten altruistisch-kollektivistischer Ideologien, in denen das Individuum irgendeiner höheren Autorität untergeordnet war, mystisch oder sozial. Und entsprechend waren die meisten politischen Systeme Varianten von staatlichen Tyranneien.
Moral galt nur für die Individuen, nicht für den Staat oder die Gemeinschaft oder deren Repräsentanten. Den Menschen wurde eingeimpft, dass sie selbst-aufopfernd der Gesellschaft dienen müssen. Das zu erreichen, war der Hauptzweck der ‚Ethik‘, der Mythen, die aufgebaut wurden, um die Menschen freiwillig zu diesem Verhalten zu bringen: ‚Gut ist, was der Gemeinschaft dient, dem Stamm, der Nation, der Rasse.‘
Selbstbestimmung gab es nicht. Wo bleibt aber die Selbstachtung, die Würde des Menschen, wenn er zum reinen Befehlsempfänger degradiert wird, ohne die Möglichkeit, selbstbestimmt für sich und das Wohl der eigenen Familie zu sorgen?
Zunächst war das Regieren das göttliche Recht der Könige, später wurde es das Recht des Volkes (vox populi, die Stimme des Volkes), vertreten und ausgelegt natürlich von einem kleinen, ausgewählten Kreis von Leuten (Politbüro, Staatsrat).
Auch der Sozialismus verlangt von seinen Untergebenen Altruismus – und aus freiheitlicher Perspektive sind alle kollektivistisch-altruistischen Systeme amoralische Systeme.

Wie wir gesehen haben, ist der Kapitalismus dem Sozialismus und allen sonstigen kollektivistischen Gesellschaftssystemen haushoch überlegen!

Jetzt kommen wir zum Kernproblem: Wie kann man den Menschen die überlegene kapitalistische Philosophie in ihrem eigenen Interesse näherbringen?

Bei einer so deutlichen Überlegenheit des kapitalistischen Systems gegenüber Sozialismus oder Zentralplanung sollte es möglich sein, dies der Allgemeinheit so verständlich zu vermitteln, dass diese nicht länger den sozialistischen Irreführungen auf den Leim geht.

Die Frage stellt sich, in welcher Form diese Informationen kurz und prägnant übermittelt werden können?

Konkret kann man sie zum Beispiel vor die Wahl stellen zwischen:

Mercedes (Kapitalismus)         oder    - ‚Trabi‘ (Sozialismus)
Luxusvilla (Kapitalismus)        oder    - Blechhütte in den Slums (Sozialismus)

Und abstrakt zwischen:

Freiheit (Kapitalismus)        oder    Gefängnis, Unterdrückung (Sozialismus)
Individuellen Rechten (Kapitalismus)oder      Unterordnung unter das Kollektiv (Sozialismus)
Wohlstand (Kapitalismus)        oder      Elend (Sozialismus)
Gerechtigkeit (Kapitalismus)        oder      Unrecht (Sozialismus)
Moral (Kapitalismus)            oder      ‚Unmoral‘ (Sozialismus)

Genau diese Wahl müssen die Menschen jetzt treffen.

Bei rationalen und grundsätzlich freiheitlich gesinnten Menschen kann die Wahl in allen Punkten nur auf den Kapitalismus fallen.

Für den Sozialismus kann sich nur jemand entscheiden, der so von Neid zerfressen ist, dass niemand mehr haben darf als er oder sie selbst– auch wenn das bedeutet, selbst im Elend zu leben.

Der Kapitalismus hat auch nicht auf alle wirtschaftlichen, moralischen oder philosophischen Fragen sofort die richtige Antwort, aber ein freies offenes System ohne Denkverbote wird immer die besten Antworten und Lösungen finden – für alle.

„Der Sozialismus — als die zu Ende gedachte Tyrannei der Geringsten und Dümmsten, der Oberflächlichen, der Neidischen und der Dreiviertels-Schauspieler — ist in der Tat die Schlussfolgerung der modernen Ideen und ihres latenten Anarchismus: aber in der lauen Luft eines demokratischen Wohlbefindens erschlafft das Vermögen, zu Schlüssen oder gar zum Schluss zu kommen.“
Friedrich Nietzsche

Das Kommunistische Manifest als Lobeshymne auf den Kapitalismus

„Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.
In den früheren Epochen der Geschichte finden wir fast überall eine vollständige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene Stände, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftbürger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen besondere Abstufungen.
Die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt.
Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.
Aus den Leibeigenen des Mittelalters gingen die Pfahlbürger der ersten Städte hervor; aus dieser Pfahlbürgerschaft entwickelten sich die ersten Elemente der Bourgeoisie.
Die Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen der aufkommenden Bourgeoisie ein neues Terrain. Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien, die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren überhaupt gaben dem Handel, der Schiffahrt, der Industrie einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolutionären Element in der zerfallenden feudalen Gesellschaft eine rasche Entwicklung.
Die bisherige feudale oder zünftige Betriebsweise der Industrie reichte nicht mehr aus für den mit neuen Märkten anwachsenden Bedarf. Die Manufaktur trat an ihre Stelle. Die Zunftmeister wurden verdrängt durch den industriellen Mittelstand; die Teilung der Arbeit zwischen den verschiedenen Korporationen verschwand vor der Teilung der Arbeit in der einzelnen Werkstatt selbst.
Aber immer wuchsen die Märkte, immer stieg der Bedarf. Auch die Manufaktur reichte nicht mehr aus. Da revolutionierte der Dampf und die Maschinerie die industrielle Produktion. An die Stelle der Manufaktur trat die moderne große Industrie, an die Stelle des industriellen Mittelstandes traten die industriellen Millionäre, die Chefs ganzer industrieller Armeen, die modernen Bourgeois.
Die große Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unermeßliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt, und in demselben Maße, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten, in demselben Maße entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre Kapitalien, drängte sie alle vom Mittelalter her überlieferten Klassen in den Hintergrund.
Wir sehen also, wie die moderne Bourgeoisie selbst das Produkt eines langen Entwicklungsganges, einer Reihe von Umwälzungen in der Produktions- und Verkehrsweise ist.
Jede dieser Entwicklungsstufen der Bourgeoisie war begleitet von einem entsprechenden politischen Fortschritt. Unterdrückter Stand unter der Herrschaft der Feudalherren, bewaffnete und sich selbst verwaltende Assoziation in der Kommune, hier unabhängige städtische Republik, dort dritter steuerpflichtiger Stand der Monarchie, dann zur Zeit der Manufaktur Gegengewicht gegen den Adel in der ständischen oder in der absoluten Monarchie, Hauptgrundlage der großen Monarchien überhaupt, erkämpfte sie sich endlich seit der Herstellung der großen Industrie und des Weltmarktes im modernen Repräsentativstaat die ausschließliche politische Herrschaft. Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
Die Bourgeoisie hat in der Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt.
Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose "bare Zahlung". Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt.
Die Bourgeoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten Bärenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen, was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge.
Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisieepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.
Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen.
Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden.
An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.
Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der sie den hartnäckigsten Fremdenhaß der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen, die Produktionsweise der Bourgeoisie sich anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte Zivilisation bei sich selbst einzuführen, d.h. Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde.
Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme Städte geschaffen, sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen Länder von den zivilisierten, die Bauernvölker von den Bourgeoisvölkern, den Orient vom Okzident abhängig gemacht.
Die Bourgeoisie hebt mehr und mehr die Zersplitterung der Produktionsmittel, des Besitzes und der Bevölkerung auf. Sie hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die notwendige Folge hiervon war die politische Zentralisation. Unabhängige, fast nur verbündete Provinzen mit verschiedenen Interessen, Gesetzen, Regierungen und Zöllen wurden zusammengedrängt in eine Nation, eine Regierung, ein Gesetz, ein nationales Klasseninteresse, eine Douanenlinie. 
Die Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschiffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen - welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.
Wir haben also gesehen: Die Produktions- und Verkehrsmittel, auf deren Grundlage sich die Bourgeoisie heranbildete, wurden in der feudalen Gesellschaft erzeugt. Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die Verhältnisse, worin die feudale Gesellschaft produzierte und austauschte, die feudale Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit einem Wort die feudalen Eigentumsverhältnisse den schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern. Sie verwandelten sich in ebensoviele Fesseln. Sie mußten gesprengt werden, sie wurden gesprengt. 
An ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit der ihr angemessenen gesellschaftlichen und politischen Konstitution, mit der ökonomischen und politischen Herrschaft der Bourgeoisklasse.
(Anmerkung: diese Analyse ist weitgehend zutreffend, die weiteren Ausführungen entpuppten sich jedoch als Wunschdenken, so gab es vor allen Dingen keine Verelendung der Arbeiterschaft; im Gegenteil - auch deren Lebensstandard stieg kontiniuerlich ….)
Kommunistisches Manifest (Karl Marx, Friedrich Engels)

Autor: Markus Ross

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