Europäische Unternehmen Rezession mit historischem Ausmaß wird erwartet

Nachrichtenagentur: news aktuell
28.09.2020, 15:30  |  362   |   |   
Heppenheim (ots) - European Payment Report zeigt deutliche Auswirkungen der
Covid-19 Pandemie / Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben / Pünktliche
Zahlungen entscheidend

Heute stellt Intrum den European Payment Report 2020 (EPR) der Öffentlichkeit
vor, der seit 1998 jährlich erhoben wird. Die Studien-Ergebnisse zeigen, dass
die Geschäftsentwicklung in vielen Sektoren zum Erliegen gekommen ist. Die
Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission vom Sommer 2020 geht davon aus,
dass die EU-Wirtschaft im Jahr 2020 um 8,3 Prozent schrumpfen wird. Die
europäischen Volkswirtschaften sind durch die negativen finanziellen Folgen
getroffen, die hauptsächlich von der Covid-19-Pandemie verursacht und verstärkt
worden sind.

Fast sechs von zehn befragten Unternehmensvertretern geben insgesamt an, dass
eine europaweite Rezession die größte Herausforderung darstellt, wenn es darum
geht, dass die Kunden in den nächsten zwölf Monaten pünktlich zahlen. In
Deutschland sind sogar 68 Prozent der Befragten dieser Meinung. Platz zwei und
eine Folge davon seien finanzielle Schwierigkeiten der Kunden (Deutschland 31,
EU-Schnitt 38 Prozent) und damit einhergehende verspätete Zahlungen.

"Die Unternehmen bereiten jetzt die notwendigen Schritte vor, um sich auf eine
durch die Pandemie verursachte Rezession vorzubereiten. Geringere Einnahmen
haben den Cashflow der Unternehmen verringert und dadurch den Druck auf die
eigenen Finanzen und ausgehende Zahlungen erhöht. Die Auswirkungen auf die
europäische Zahlungssituation werden weiterhin dramatisch sein", sagt Mikael
Ericson, Präsident und CEO von Intrum.

Immobilien und Bau sind am stärksten von Zahlungsverzug betroffen

Die Rezession wird die industriellen Zweige auf unterschiedliche Weise treffen.
Der EPR zeigt deutlich, dass beispielsweise Unternehmen im Immobilien- und
Bausektor am stärksten von Zahlungsverzug betroffen sind. 41 Prozent dieser
Unternehmen geben an, längere Zahlungsfristen akzeptiert zu haben, um eine
Insolvenz zu vermeiden. Der europäische Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

Gleichzeitig haben Unternehmen im Gastgewerbe und der Freizeitindustrie
europaweit immer noch mit unterschiedlichen pandemiebedingten staatlichen
Beschränkungen zu kämpfen. Innerhalb dieser Branchen geben vier von zehn
Befragten (42 Prozent) an, dass eine Rezession schwerwiegende Auswirkungen auf
ihr Geschäft haben wird - die höchste Zahl der elf von Intrum befragten
Branchen.

Kosten senken und Einstellungen reduzieren

Die Ergebnisse des Reports zeigen darüber hinaus, dass europäische Unternehmen
sich vor allem für folgende Maßnahmen entscheiden, um ihr Geschäft in einer
Rezession und einem wirtschaftlichen Umbruch zu schützen: 38 Prozent der
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