Brent C.O. Es bleibt zäh!

30.09.2020, 14:00  |  266   |   |   

„Zurück zur Tagesordnung“ hätten wir den Kommentar zu Brent C.O. auch überschreiben können… Nach dem kurzen Aufflackern von Bewegungsdynamik, als Brent C.O. zuletzt korrigierte und sich anschließend wieder erholte, hat der Ölpreis erneut „Lauerstellung“ bezogen. Eine  Fortsetzung des „zähen“ Handels steht zu befürchten. 

Rückblick. In unserer letzten Kommentierung an dieser Stelle hieß es unter anderem „[…] Nachdem sich Brent C.O. auf der Oberseite lange Zeit vergeblich bemüht hatte, Aufwärtsmomentum zu kreieren, knickte es Anfang September ein. Der Bruch der zuletzt thematisierten (ehemaligen) Unterstützung bei 44,5 US-Dollar brachte zügig den zuletzt von uns an dieser Stelle skizzierten Bereich von 40,0 US-Dollar ins Spiel. Kurzzeitig musste Brent C.O. auch darunter abtauchen und hatte hierbei zudem einige kritische Situationen zu überstehen, doch letztendlich gelang es Brent C.O., einen Boden auszubauen und eine Erholung in Gang zu bringen. […] Brent C.O. profitierte zuletzt vornehmlich von Sondereffekten. Die Rahmenbedingungen bleiben insgesamt unverändert schwierig. Auch aus charttechnischer Sicht muss sich die Erholung erst noch beweisen. Die Rückeroberung der 44,5 US-Dollar wäre ein erstes wichtiges Signal. Um einen durchschlagenden Erfolg zu landen, muss es allerdings deutlich über die 46,5 US-Dollar gehen. Trotz der jüngsten Erholung bleibt festzustellen, dass Brent C.O. angezählt ist. Der Preis ist unter die 38-Tage-Linie und die 200-Tage-Linie abgetaucht. Die nächsten Handelstage müssen zeigen, was die Erholung letztendlich wert ist… Sollte es erneut unter die 40,0 US-Dollar gehen, ist in jedem Fall Obacht geboten.“


Aktuell fehlt es etwas an der Unterstützung von „Sondereffekten“. Die Marktakteure fokussieren sich auf die vorherrschenden Rahmenbedingungen, aber die sind alles andere als preistreibend. Nachfragesorgen beherrschen das Handelsgeschehen weiterhin. 

Zudem lieferten die jüngsten Daten der EIA (Energy Information Administration) für die Woche zum 18.09. auch keine positiven Impulse. Die Energy Information Administration gab die Ölproduktion in den USA für die Woche zum 18.09. mit 10,7 Mio. bpd (barrels per day) an, nach 10,9 Mio. bpd in der Vorwoche. Mit dem Produktionsniveau von 10,7 Mio. bpd befindet sich die Ölproduktion im aktuellen Berichtszeitraum auf dem Niveau der letzten Wochen (10,7 Mio. bpd bis 11,0 Mio. bpd). Der Rückgang der US-Rohöllagerbestände fiel nicht ganz so stark wie erwartet aus. Die EIA gab den Rückgang mit „nur“ 1,6 Mio. Barrel an. Der Gesamtbestand in Höhe von 494,5 Mio. Barrel liegt noch immer 13 Prozent über dem für diese Jahreszeit entsprechenden Durchschnittsniveau der letzten 5 Jahre.

Kurzum: Mit dem aktuellen Preisniveau von 42 / 43 US-Dollar liegt Brent C.O. im charttechnischen Niemandsland. Auf der Oberseite dominiert der massive Widerstandsbereich, der sich bis auf 46,5 US-Dollar erstreckt. Auf der Unterseite verorten wir die zentrale Unterstützung weiterhin in den Bereich von 40,0 US-Dollar. Signifikante Vorstöße (in jedwede Richtung) bei Brent C.O. sind nur  bei deutlichen Verschiebungen der aktuellen Angebots-Nachfrage-Relation zu erwarten… 
 

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