Die Warheit über die ENESPA Recycling-Investition

Die Warheit über die ENESPA Recycling-Investition

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Gastautor: Martin Brosy
08.10.2020, 18:26  |  271   |   

Was kann man machen mit den Bergen von Plastikmüll, den unsere Wegwerfgesellschaft Tag für Tag produziert? In Deutschland fallen pro Einwohner jährlich circa 39 kg Plastikverpackungsabfall an. EU-weit gehört das Land damit zu den Spitzenreitern, hat allerdings auch eine sehr hohe Recyclingrate. Dabei wird jedoch bei weitem nicht alles, was in der gelben Tonne landet, auch tatsächlich recycelt.

 

Was bis heute mit dem Plastikmüll geschieht

Ein großer Teil des gesammelten Mülls wird einfach verbrannt. Bisher musste nur gut ein Drittel des Plastikmülls wiederverwertet werden, nach dem neuen Verpackungsgesetz soll der Anteil bis zum Jahr 2022 stufenweise aber auf 63 Prozent erhöht werden.

Die reichen Industrieländer verlagern das Entsorgungsproblem auch gerne ins Ausland. Im Jahr 2018 exportierte Deutschland über 740.000 Tonnen Plastikmüll vor allem nach Asien, in Länder wie Malaysia, die über keine oder nur unzureichende Abfallsysteme verfügen. Das ist keine wirkliche Lösung, sondern verschärft das Problem zusätzlich. China hat bereits darauf reagiert und den Import von Kunststoffabfällen aus dem Ausland komplett gestoppt.

 

Plastikmüll – eine riesige Umweltverschmutzung

Von den jährlich fast 400 Millionen Tonnen Plastikabfällen, die weltweit entstehen, landet ein beträchtlicher Anteil in den Ozeanen. Etwa 75 Prozent des gesamten Meeresmülls besteht aus Kunststoffen. Geschätzte 380 Tonnen Kunststoff schwemmt allein der Rhein jedes Jahr in die Nordsee. Und Kunststoffe zerfallen nicht wie natürliche Stoffe, sondern werden in immer kleinere Teilchen zerrieben. Bei den Zersetzungsprozessen werden gefährliche Inhaltsstoffe wie Bisphenol A, Phthalate oder Flammschutzmittel freigesetzt, die sich in der Nahrungskette der Meerestiere und am Ende auch des Menschen anreichern und nachhaltig Erbgut und Hormonhaushalt schädigen können.

Daher müssen neben der Müllvermeidung Konzepte entwickelt werden, wie mit der Plastikflut zu verfahren ist. Ideen sind gefragt und das veränderte Bewusstsein, dass Kunststoffabfall auch wertvoller Rohstoff sein kann.

 

Mit der Thermolyse-Technologie wird wirtschaftliches Kunststoffrecycling Realität

Diesen Gedanken verfolgt die Firma ENESPA AG und wird noch dieses Jahr die erste Anlage in Deutschland in Betrieb nehmen. In Partnerschaft mit dem Anlagenbauer Biofabrik Technologies GmbH wird nach einem modularen Konzept die erste produktive Thermolyse-Anlage gebaut. Darin werden gemischte Kunststoff-Abfälle in hochwertiges Paraffinöl umgewandelt. Bei dem erprobten Thermolyse-Verfahren bleibt die chemische Energie der Kunststoffabfälle zu 90 % erhalten. Aus 1000 kg Plastik werden 1000 Liter oder rund 820 kg Paraffinöl. Die Module wurden über fünf Jahre entwickelt und die erste 250 kg/Tag-Anlage wurde im Herbst 2020 fertig gestellt.
Im nächsten Schritt werden nun Module mit einer Kapazität von 1000 kg/Tag gebaut. Ab November sollen dann bereits 5000 kg Plastikabfall / Tag verarbeitet werden. Das hochwertige Spatrol®-Paraffinöl wird für die Plastikgranulatherstellung verwendet, womit die Kreislaufwirtschaft für Kunststoff endlich Realität wird.

 

Ökologisches Investment mit großem Potential

Die Recycling-Anlagen sind hoch wirtschaftlich. ENESPA erzielt Erlöse durch die Entsorgungsgebühren für Kunststoffabfälle und aus dem Verkauf des Paraffinöls. Mit den neuen Gesetzen aus der EU bezüglich Kunststoffabfälle kann mit steigenden Preisen bei den Entsorgungseinnahmen und bei den Verkaufspreisen des Paraffinöls gerechnet werden.

Für Anleger, die nachhaltig investieren möchten, bietet die ENESPA AG die Möglichkeit sich mit Aktien oder Obligationen am Unternehmen zu beteiligen und so einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Weitere Informationen finden Investoren unter https://www.enespa.eu/investoren/.



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