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Digitaler Euro EZB prüft Einführung eines digitalen Euros – Gefahr für unser Bargeld?

09.10.2020, 14:46  |  20033   |  11   |   

Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt die Einführung eines digitalen Euros prüfen. Der geplante E-Euro wäre letztlich eine Form des digitalen Zentralbankgeldes und soll Bargeld lediglich ergänzen und nicht abschaffen.

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), erklärte kürzlich: „Der Euro gehört den Europäern und wir sind sein Hüter. Wir sollten darauf vorbereitet sein, einen digitalen Euro einzuführen, sollte dies erforderlich sein“.

Die genaue technische Ausgestaltung des digitalen Euros ist indes offenbar noch unklar. Medien hatten immer wieder berichtet, dass ein digitaler Euro auf Blockchain-Basis geplant sei. Auf der Webseite der EZB heißt es dazu nur lapidar: „Es ist noch zu früh, um einen spezifischen Typ des digitalen Euro zu identifizieren.“

Ob der digitale Euro tatsächlich kommt, ist ebenfalls noch völlig offen. Ab dem 12. Oktober will die EZB dazu ein Konsultationsverfahren starten. Dann sollen Bürger, Experten und Vertreter der Zahlungsbranche angehört werden. Frühestens Mitte 2021 soll dann entschieden werde, ob das Projekt eines digitalen Euros vorangetrieben wird, so die EZB.

Die Angst, dass ein digitaler Euro mit einer Abschaffung von Bargeld einhergehen könnte, ist laut Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Vorstands, unbegründet. Anfang Oktober hatte Panetta in einer Rede erklärt: „Ein digitaler Euro würde Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Zusammen würden sie den Menschen eine größere Auswahl und einen leichteren Zugang zu Zahlungsmitteln bieten.“

Momentan gibt es neben Bargeld zwar auch Buchgeld, das beispielsweise für Online-Überweisungen oder Kartenzahlungen genutzt wird, doch Buchgeld ist vereinfacht gesagt nur eine Forderung auf Bargeld. Buchgeld ist zudem kein gesetzliches Zahlungsmittel, wird jedoch im Geschäftsverkehr allgemein akzeptiert. Die Buchgeldschöpfung liegt bei den Geschäftsbanken, die Buchgeld hauptsächlich durch die Einzahlung von Bargeld auf Bankkonten sowie die Gewährungen von Krediten erschaffen.



Der geplante E-Euro würde hingegen direkt von der EZB bereitgestellt werden und wäre damit eine Form des digitalen Zentralbankgeldes – Experten sprechen von „Central Bank Digital Currency (CBDC). Der digitale Euro wäre genau wie Euromünzen oder -scheine ein gesetzliches Zahlungsmittel.

Autor: Ferdinand Hammer


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11 Kommentare

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Kommentare

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13.10.20 12:09:19
Mal eine Frage. Die Euro Bonds sollten ja dafür sorgen, dass Deutschlands Kreditwürdigkeit leicht sinkt, da man für andere mit"haftet".
https://capstigma.de/2020/10/corona-entwicklung-was-kommt-da…
Das in Kombination mit der angeschlagenen Autoindustrie müsste den Euro doch unter Druck setzen oder sehe ich das falsch?
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11.10.20 21:44:00
Komischerweise gab es vor einigen Monaten zum "E-Euro" bei google sogar einen Treffer mit einem Kurs. Da stand er E-Euro bei über 2 €, ich meine es wären 2,80 € gewesen. Jetzt gibt es da keinen Treffer mehr. Was uns da blüht ist dann wohl wieder eine weitere Geldentwertung...
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11.10.20 20:00:55
Danach werden Supermärkte abgeschafft, Nahrung kann man dann nur noch im Internet

bestellen und werden von Drohnen geliefert, vorrausgesetzt wann war brav und systemtreu,

ansonsten hat man halt Hunger.......
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10.10.20 12:20:28
Ein Geldsystem auf blockchain Basis ist sicher, gilt als nicht knackbar
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10.10.20 12:02:48
Die anderen digitalen Währungen wie bitcoin sind auch schon Hackerangriffen zum Opfer gefallen und wie sicher ist dann unser digitaler Euro?

Disclaimer

Digitaler Euro EZB prüft Einführung eines digitalen Euros – Gefahr für unser Bargeld? Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt die Einführung eines digitalen Euros prüfen. Der geplante E-Euro wäre letztlich eine Form des digitalen Zentralbankgeldes und soll Bargeld lediglich ergänzen und nicht abschaffen. Christine Lagarde, …

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